Der erste Verdacht


Heute sind die Menschen informiert. Beweisen konnte man ihr in diesem Fall nichts.

Inhaltsangabe


Das sind also fast dreihundert. Ich wette, damit kann man einen ganz schönen Schlamassel anrichten. Dem Lieutenant war bewusst, dass er gerade dabei war, zwei getrennt aufgetretene Rätsel aufzudröseln.

Was zum Teufel ist eigentlich mit all den Seeminen geschehen, die in Zhangjiang ankamen? Was in drei Teufels Namen machen all diese verdammten chinesischen Kriegsschiffe in den indischen und arabischen Gewässern? Er hatte natürlich nicht den Hauch eines Beweises, dass sich auch nur eine einzi- 47 ge Mine an Bord der Schiffe befand.

Dennoch hielt er es für seine verdammte Pflicht, seine Überlegungen seinem unmittelbaren Dienstvorgesetzten, Admiral Borden, zu unterbreiten — selbst wenn er dafür einen Rüffel riskierte. Er schrieb also eine kurze Notiz und leitete sie dann weiter.

Schon eine Viertelstunde später wurde er zum Büro des amtierenden Direktors zitiert. Offensichtlich werden die Überwassereinheiten für nächsten Montag erwartet. Danke trotzdem für Ihre Bemühungen. Ich möchte Sie allerdings noch einmal daran erinnern, dass ich Sie gebeten habe, die ganze Sache zu vergessen.

Falls jemand tatsächlich ein Minenfeld legen will, werden wir ihn schon dabei erwischen… rechtzeitig. Würde ihm recht geschehen, wenn die ganze gottverdammte Freundschaftsfete nur ein Tarnmanöver ist und die gesamte US-Tankerflotte in die Luft gejagt wird.

Die letzten iranischen Besucher hatten die Piers verlassen und waren auf dem Weg nach Hause. Auch die riesigen im Wind flatternden Nationalflaggen der Islamischen Republik Iran und der Volksrepublik China wurden bereits eingezogen. Eine 60 Mann starke Ehrengarde der Volksbefreiungsarmee, deren Mitglieder in ihren olivgrünen Uniformen und den flachen Kappen mit breitem rotem Band prächtig aussahen, kehrte in ihre Quartiere auf der Hangzhou zurück.

Die Lichterketten, welche die Masten und Aufbauten der Kriegsschiffe beider Nationen angestrahlt hatten, erloschen nach und nach. Die Flaggen auf den Schiffen wurden eingeholt, die Turbinen brummten, hochrangige Offiziere standen auf den Kommandobrücken, Festmacherleinen wurden gelöst. Es war ein merkwürdiger Zeitpunkt, um nach derart anstrengenden Feiern noch eine Nachtübung abzuhalten. Aber genau das war es, was angeblich geschehen sollte.

Die drei chinesischen Fregatten bewegten sich bereits langsam — in einer Linie ausgerichtet, die von der Shantou angeführt wurde — aus dem Marinehafen in die Hauptfahrrinne, die hier zu einer Tiefe von zehn Metern bei Niedrigwasser ausgebaggert worden war. Hinter dem Zerstörer fuhr eine Tonnen- 49 Korvette der iranischen Marine mit Zwillingsgeschützrohren, die Bayandor. Das ursprünglich in Texas gebaute Kriegsschiff war inzwischen schon fast 40 Jahre alt. Ihr Schwesterschiff, die Naghdi, ebenfalls mit modernen Bofors- und Oerlikon-Geschützen bestückt, erwartete die Flotte bereits eine Meile südöstlich des Hafens, um sie sicher um den ausgedehnten flachen Küstenstrich der abfallenden Bostanu-Sandbank zu leiten.

Admiral Mohammed Badr persönlich stand auf der Brücke der Hangzhou, um den chinesischen Kommandanten, Weidong Gao, einen Dreisterneoberst, zu begleiten. Unter einem klaren Sternenhimmel kamen sie bei einer leichten Dünung und einer warmen Brise, die mit 20 Knoten aus westlicher Richtung blies, gut auf südöstlichem Kurs voran.

Die Feinabstimmung des Plans war bereits vor einigen Wochen vorgenommen worden. Sie würden auf diese Weise in einem Abstand von jeweils einer halben Seemeile in östliche Richtung fahren und dabei etwa alle Meter durch ihre Torpedorohre eine ein Tonnen schwere PLT-3Kontaktmine absetzen. Die Seeminen, die in der Fabrik bei Moskau gebaut worden waren und die den jungen Jimmy Ramshawe auf ihrer höchst geheimen Reise quer durch Asien bis zum Südchinesischen Meer so irritiert hatten.

Inzwischen legten auch die drei chinesischen Fregatten ihre Minen aus. Die Shantou, die Kangding und die Zigong fuhren im Abstand von einer halben Meile in ostnordöstlicher Richtung, allerdings wegen der Dunkelheit nur recht langsam.

Das sanfte Brummen ihrer gewaltigen Dieselmotoren wurde ab und an durch ein Platschen unterbrochen, wenn sie alle Meter ihre tödliche Saat versenkten, um so eine Barriere für die wichtigste Ölhandelsroute der Welt zu errichten. Das letzte Küstenstück sollte sich der Zerstörer vornehmen.

Sie würden die einzigen öltransportierenden Schiffe sein, welche die genaue Position der sicheren Passage kannten. Inzwischen lagen die frisch verlegten Minen, durch ihre Ver- 51 ankerung gesichert, auf dem Boden des Meeres und warteten nur auf den Moment, durch ein elektronisches Signal aktiviert zu werden, um dann von ihren Fesseln befreit zur Wasseroberfläche aufzusteigen.

Dort würden sie knapp vier Meter unterhalb der Wellenkämme im Wasser treiben, bis ein nichts ahnender Tankerkapitän mit hoher Geschwindigkeit ihren Kurs kreuzte, sie aus dem Weg fegte — und bei dieser Gelegenheit sein Schiff in die Luft jagte. Für die Rückfahrt der Überwassereinheiten nach Bandar Abbas waren zweieinhalb Stunden veranschlagt und der Konvoi startete sie um Als der US-Spionagesatellit dann kurz nach seine Aufnahmen machte, sah der voll beladene chinesische Zerstörer exakt so aus wie auf den letzten Tageslichtaufnahmen des Vorabends, kurz bevor die Militärparade begonnen hatte.

Das Codewort, das nach Zhangjiang übermittelt wurde, lautete — wie im Erfolgsfall verabredet —: Statt die eine Hälfte des Irans aber drei Stunden und die andere vier Stunden vor der Greenwicher Zeit zu lassen, hat man sich als Kompromiss darauf geeinigt, das ganze Land dreieinhalb Stunden vor der Greenwicher Zeit und damit achteinhalb Stunden vor der US-Ostküstenzeit festzulegen.

Satellitenfotos, die um Daran änderte auch die Sommerzeit nichts, da beide Länder erst kürzlich ihre Uhren um eine Stunde vorgestellt hatten. Die Geschichte mit den russischen Minen ging Lieutenant Ramshawe nicht aus dem Kopf, und so suchte er die Decks der chinesischen Fregatten mit einer riesigen Lupe ab, um Hinweise auf jene zu entdecken.

Aber nichts war zu sehen. Auch nicht auf dem Zerstörer. Alle 40 Minen, die er mit sich führte, waren immer noch in ihren Verankerungen zu sehen, obwohl sie für ihre Reise von China her stark getarnt worden waren. Ein neuer Fotosatz erreichte ihn am Nachmittag und zeigte die kleine Flotte in Fahrt. Zur Zeit der Aufnahmen war es am Golf dunkel gewesen, weshalb die Bilder nicht mehr so scharf wie die vorherigen waren. Das machte jedoch nichts aus.

Was wirklich zählte, war die Tatsache, dass drei chinesische Fregat- 53 ten, ein Zerstörer und zwei iranische Korvetten im Schütze der Nacht zu irgendeinem undurchsichtigen Manöver aufgebrochen waren. Lieutenant Ramshawe musste annehmen, dass sie unterwegs waren, um den Irak, den Oman oder einen anderen gottverlassenen Ort anzugreifen.

Er rief über die Standleitung im Büro des Direktors an — und wurde wie üblich kurz abgewiesen. Wahrscheinlich handelt es sich nur um eine kleine gemeinsame Nachtübung. Das wäre nichts Ungewöhnliches, wenn sich zwei Flotten bei einer derartigen Veranstaltung treffen. Aber ich erkenne eine ganze Ladung Seeminen auf dem Zerstörer. Die gleiche Frage, die er sich schon tausend Mal gefragt hatte, kehrte in sein Bewusstsein zurück: Er betrachtete es als reinen Glücksfall, dass die AntonowFrachtmaschine das eine Mal beim Start in Moskau und dann wieder bei der geheimnisvollen Zwischenlandung in Baikonur beobachtet worden war.

Niemand aber hatte ein zweites Auftankmanöver überwacht. Deshalb war es nach Ansicht von Lieutenant Ramshawe auch gut möglich, dass ein zweiter transasiatischer Flug der gewaltigen Maschine stattgefunden hatte. Das hätte dann ausgereicht, die Zahl der insgesamt transportierten Minen auf zu erhöhen, genug für alle vier gesichteten Überwassereinheiten mit ihrer Gesamtladekapazität von Minen.

Wie gesagt, der Gedanke an die Seeminen ging ihm nicht mehr aus dem Kopf. Es war zwar schön und gut, dass Admiral Borden meinte, er solle die ganze Angelegenheit vergessen, bis etwas Definitives passierte — aber, heiliger Strohsack, wie denn? Ramshawe ging sich eine Tasse Kaffee holen. Egal, er würde nirgendwo hingehen, bevor er diese Bilder nicht gesehen hatte. Auch wenn seiner Freundin das alles andere als gefallen würde, der dunkelhaarigen Jane Peacock, Tochter des australischen Botschafters in Washington.

Die Peacocks und die Ramshawes verband eine lebenslange Freundschaft, und es galt als ausgemacht, dass Jimmy und Jane eines Tages heiraten würden. Im Augenblick jedoch scheute er sich noch mehr davor, Jane anzurufen als seinen Vorgesetzten. Die wird mich bestimmt tüchtig in die Mangel nehmen. Die Vermutung bewahrheitete sich sofort. Das ist ein Unterschied. Du bist ein hoffnungsloser Fall.

Ich gehe jedenfalls nicht allein dahin. Ich glaube, das hier ist wirklich unheimlich 55 wichtig. Und befassen will sich schon gleich gar keiner damit. Aber ich hol dich morgen früh zum Frühstück ab, bevor dein Seminar anfängt. Ich hab dann bis halb zwölf frei, Vorher musst du doch auch nicht nach Georgetown. Aber du bist und bleibst ein verdammter Albtraum. Selbst deine Mutter denkt da nicht anders. Er bewunderte seine wunderschöne und kluge Verlobte und verabscheute es, sie enttäuschen zu müssen.

Aber nach seiner Einschätzung stand er momentan nun mal völlig allein zwischen der Weltordnung und dem Chaos. Tja, zumindest so ungefähr. Ich traue den Hunden einfach nicht über den Weg.

Die Nacht schlich langsam voran, und er verbrachte die Stunden vor Mitternacht mit der Lektüre eines Buches über die internationale Terrorismus-Szene, eine völlig deprimierende Beschäftigung, weil das Buch über zahllose Beispiele ungeheuerlicher Dummheit westlicher Geheimdienste berichtete. Was hätte nicht alles vermieden werden können, wenn die Typen nur ein kleines bisschen mehr aufgepasst hätten. Selbst da, wo es bei beim Topsecret-Geschäft um die Wurst geht, scheinen die Betroffenen eher daran interessiert zu sein, die eigene Haut zu retten, als den Job auf Teufel komm raus richtig zu machen.

Jimmy Ramshawe war noch jung genug, um sich einen solchen Idealismus leisten zu können. Ge- 56 rade noch. Aber er war nicht bereit, allzu lange für einen verknöcherten Zyniker wie David Borden zu arbeiten, der die Pension schon vor sich sah und es deshalb vorzog, eine ruhige Kugel zu schieben und jeden möglichen Ärger von sich fern zu halten. Der Uhrzeiger übersprang Mitternacht. Vor einer halben Stunde hatte der morgendliche Überwachungssatellit wieder Fotos über dem Hafen von Bandar Abbas gemacht.

Allerdings konnte sich der junge Lieutenant erst um durch die hereingereichten Bilder wühlen. Er suchte sofort nach dem chinesischen Zerstörer. Und da war das Schiff: Auch die Fregatten lagen friedlich an den iranischen Kaianlagen, die Persennings, welche die Ladung verbergen sollten, festgezurrt an ihrem alten Platz. Es gab auch die üblichen Tagesaufnahmen von Chah Bahar, aber da, wo die drei chinesischen Kilos noch am Samstag zuvor gewesen waren, war nichts zu sehen.

Seit sie in New York lebten, benutzten sie es allerdings nur selten, eigentlich nie. Was für Jimmy natürlich Gold wert war: Er war Herr einer Millionärswohnung, ohne einen Cent Miete zahlen zu müssen.

Er fuhr in die Tiefgarage und stellte den Motor ab. Es war inzwischen kurz vor zwei Uhr morgens, und er war fast zu müde, um aus dem Wagen auszusteigen.

Er wünschte sich, Jane würde da sein und auf ihn warten. Niemand stand Arnold Morgan näher als er, und die beiden hielten sich immer auf dem Laufenden. Für Admiral Morris arbeitete man einfach gern.

Er hörte einem immer zu. Und er wägte alle Eventualitäten und Möglichkeiten sorgfältig ab, versuchte auch niemals, seine Leute im Unklaren zu lassen. Wenn einer seiner von ihm selbst bestallten Männer etwas annahm, ging er davon aus, dass man dem auch nachgehen sollte. Ganz anders als dieser verfluchte Oberlangweiler. Jimmy blieb noch einen Augenblick im Wagen sitzen und dachte an die trübe Aussicht, Admiral Borden morgen eingestehen zu müssen, dass der chinesische Zerstörer immer noch mit der vollen Ladung Seeminen wie in der Nacht zuvor da war.

Er konnte fast schon die Stimme des ausgelutschten alten Bastards hören: Aber sagen Sie bitte nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt. Bestimmt sagt er dann aber nur, dass das Schwachsinn ist, paranoider Schwachsinn.

Auf dem Weg zum Fahrstuhl murmelte er immer noch vor sich hin: Um die blöden Amis von der Fährte abzulenken? April, legten zwei der chinesischen Kriegsschiffe, die Hangzhou und die Shantou, in Richtung Heimat ab. Die anderen beiden blieben noch an den Piers von Bandar Abbas liegen.

Der Mann in Langley kannte zwar nicht den genauen Zielort der Waffen, aber durch eine von den NSA veranlasste geringfügige Korrektur des Aufnahmewinkels gelang es der riesigen Satellitenkamera in der Stratosphäre zwei Bilder zu machen, die bewiesen, dass die Raketen 29 Meilen südlich des Küstenortes Kuhestak ausgerichtet wurden. Automatisch suchte er nach dem nächstgelegenen Landpunkt — aber da gab es nichts.

Ein nur leicht südlicherer Kurs würde sie zu dem nördlichen Festland der Omaner bringen. Wenn die einen hier bei der Einreise fragen: Wo kommen Sie her, Sir? Die sperren einen doch glatt ein. Danach kehrte er zu seiner Lieblingsbeschäftigung zurück: Die jüngsten Aufnahmen zeigten, dass beide die iranische Nationalflagge gehisst hatten. Jimmy Ramshawe starrte die Fotos eine ganze Weile an. Was, wenn die zwei Fregatten zurückgelassen worden sind, um die Minen irgendwann zu aktivieren? Dennoch beschloss der Lieutenant, ein weiteres Mal bei seinem Vorgesetzten vorzusprechen, um ihm seine schlimmsten Befürchtungen mitzuteilen.

Der alte Admiral lächelte ihn müde und zugleich nachsichtig an. Mich hat noch nie jemand James genannt. Da würde ich mich nicht angesprochen fühlen. Wissen Sie denn, warum die beiden Fregatten auf einmal die iranische Flagge führen? Aber es könnte sich durchaus um ein chinesisches Ablenkungsmanöver handeln, während sie sich vorbereiten, entweder Minen zu legen oder sogar schon zu ak- 62 tivieren. Das war nämlich der ganze Zweck des riesigen Spektakels.

Es ging um eine chinesische Verkaufstour. Oder können Sie sich vorstellen, dass die Chinesen den ganzen Weg einfach so unternommen haben? Die wollen es in der Kasse klingeln hören. Es ging um einen reinen Geschäftsbesuch, mehr nicht. Da gibt es nichts dran zu zweifeln. Die haben ein gemeinsames Flottenmanöver durchgezogen, Informationen ausgetauscht und als krönenden Abschluss der ganzen Festivitäten haben die Iraner dann zwei Schiffe erworben.

Die ersten beiden Lenkwaffen-Fregatten in ihrem Besitz. Wenn das Ihre Meinung ist, muss es wohl so sein. Aber Sie reiten nun schon seit Wochen und Monaten darauf herum, ohne dass irgendwas Nennenswertes passiert wäre. Und nichts anderes habe ich Ihnen immer wieder gesagt.

Mag sein, dass die Chinesen die russischen Minen für irgendeine zukünftige Schweinerei, von der wir nichts wissen, erworben haben. Vielleicht haben sie die Minen ja mit dem Geld, das sie für die Fregatten bekommen haben, bezahlt.

Wäre ein echtes Schnäppchen. Halten Sie sich lieber an das Offensichtliche, und 63 werfen Sie ein wachsames Auge auf die wirklich wichtigen Dinge, wenn Sie eindeutige Belege dafür haben. Er betrachtete sie lange Zeit, dann murmelte er: April Hauptquartier der chinesischen Südflotte, Zhanjiang Admiral Zu Jicai, inzwischen Oberkommandierender der gesamten Marineverbände, war in seine alten Büroräume zurückgekehrt. Er wählte eine abhörgeschützte Geheimnummer in Peking an und wartete geduldig, bis Zhang Yushu ans Telefon ging.

Das Gespräch der beiden alten Freunde war ungewöhnlich kurz. Es war einer jener arabischen Morgen, an denen die glühende Wüstensonne das Leben an Land fast unerträglich und das Leben an Bord eines Schiffes 64 kaum besser machte. Doch auf einmal kam es zu einer heftigen Kabbelung. Nach übereinstimmender Ansicht aller Experten stellte dies die mit Abstand tödlichste Ladung dar, welche auf den Weltmeeren verschifft wurde.

Die Eigner derartiger Flüssiggas-Tanker verhalten sich deshalb auch schon fast paranoid, wenn es um die Sicherheitsbestimmungen der weltweiten Transporte geht. Schicht um Schicht, Schott für Schott werden jedem dieser schwimmenden Zeitbomben zusätzliche Sicherheitssysteme eingebaut.

Auf der Kommandobrücke der Global Bronco, 30 Meter über der Wasseroberfläche, starrte Kapitän Don McGhee über die vier gigantischen bronzefarbenen Tankbehälter, die sich kuppelförmig 18 Meter über das scharlachrot gestrichene Deck erhoben.

Der Bug des Schiffes lag gute Meter vor ihm, und 65 der erfahrene und absolut zuverlässige Schiffsführer aus dem texanischen Hafen Houston blickte vor sich auf den Portalkran, der als eiserner Laufsteg über die Kuppeln aller vier Gastanks bis zum Vordeck lief. Sie waren allerdings zu weit von den düsteren Küsten des Iran entfernt, um auch sie noch am östlichen Horizont ihrer 30 Meilen langen sichelförmigen Route zu erahnen. Inzwischen waren sie weniger als 50 Meilen von den offenen Wassern des Arabischen Meers entfernt.

Tankerkapitäne sind stets froh, wenn sie den Golf verlassen können, und McGhee war da keine Ausnahme. Beide Tankeroffiziere wussten, dass die Anwesenheit chinesischer Kriegsschiffe in der Marinebasis bei Bandar Abbas weltweit für Beunruhigung gesorgt hatte.

Deshalb auch der Royal-NavyHubschrauber vor uns. Soll den Tanker rausbringen. Im Augenblick begleiten die jedes britische Schiff in und aus dem Golf.

Schätze, die mögen die derzeitige politische Situation auch nicht besonders. Das Schicksal und der Reichtum ganzer Nationen hängt wortwörtlich von der Balance dieser schwimmenden Leviathane ab, welche die wichtigste Energiequelle der Welt von dort, wo es sie gibt, dahin transportieren, wo sie benötigt wird. Don McGhee benötigte derartige Ermahnungen aber gar nicht erst.

Heseltine war stolz auf seine texanische Herkunft und hatte daher auch die anderen fünf Schiffe nach gängigen Symbolen seines Heimatstaates getauft: Die gegenwärtige Reise des Tankers sollte jedoch wesentlich kürzer werden und nur bis zum südtaiwanesischen Hafen Yungan führen. Heseltine III hatte schon seit drei Jahren keines seiner Schiffe mehr gesehen und würde wahrscheinlich auch in den folgenden drei Jahren keines zu Gesicht bekommen. Es hatte bisher auch für keines der Schiffe einen Grund gegeben, zum Heimathafen in Texas zurückzukehren.

Sowohl die Besatzungen als auch Ersatzteile und Vorräte wurden durch kommerzielle Fluggesellschaften herbeigeschafft und dann durch Hubschrauber an Bord der Schiffe gebracht, während die Riesentanker Tausende von Meilen von zu Hause entfernt ihre Fahrt nicht unterbrachen.

Jahrhundert jemals wieder 68 derart weite und endlose Reisen über den Globus unternommen. Die Sonne schien senkrecht auf das scharlachrote Deck der Global Bronco, als sie die nördliche Breitengradlinie Er befahl einem Steward, ihm Kaffee und ein Käse-Schinken-Sandwich zu bringen, während der Tonner eine weitere Meile ruhig auf südlichem Kurs lief. Es war genau Der eine Tonne schwere Stahlbehälter voller Sprengstoff, der unterhalb der Wasserlinie an seiner Verankerung tanzte, explodierte mit ungeheuerlicher Wucht.

Die vorderen Tanks aus verstärktem Aluminium hielten zunächst, brachen dann aber doch und setzten Tonnen der brisanten FlüssiggasMischung frei. Die Zerstörung des kompletten Vorderschiffs war ungeheuerlich. Die plötzliche Vervielfachung des Gasvolumens in den riesigen Tanks der Global Bronco verursachte eine gewaltige Erschütterung und führte zur Explosion von Tank 4.

Die wiederum riss ein Loch in Tank 3. Der Leviathan schüttelte sich. Flammen stiegen 30 Meter hoch in den Himmel über Hormus. Allen Widrigkeiten zum Trotz hielten jedoch die Tanks 1 und 2. Kapitän McGhee und sein Obermaschinist standen immer noch auf der Brücke, entsetzt über das, was sich Meter vor ihnen abspielte.

Die Hitze des Infernos auf dem Vorderschiff begann bereits das Metall dort schmelzen zu lassen. Die immer noch kraftvolle Vorwärtsbewegung der Global Bronco erlaubte es dem Schiff jedoch, einen weitflächigen, noch nicht explodierten See aus Flüssiggas an der Wasseroberfläche zu verlassen, der mit teuflischer Geschwindigkeit verdampfte und sich mit der Luft vermischte.

Don McGhee erkannte die neue Gefahrenquelle. Dekomprimiert und nun im Kontakt mit dem Luftsauerstoff, würde das Gas zwar in kürzester Zeit verdunsten, aber die Wahrscheinlichkeit einer Selbstentzündung war nur allzu deutlich. Aber das flüssige Gas 70 strömte auch sechs Meter unterhalb der Wasserlinie weiterhin in den Ozean. Don McGhee konnte sich nicht vorstellen, dass sein Schiff mit den vielen Einzelschotten sinken würde.

Er hoffte zudem, dass alle Flammenherde beim Eintauchen des Bugs in das Wasser erlöschen würden. Es war die nicht sichtbare Gaswolke, die schnell an die Oberfläche stieg, welche ihn so stark beunruhigte. Einzelne Besatzungsmitglieder kamen nun auf die Brücke gerannt, verstört und unsicher, was nun zu tun sei.

Glücklicherweise war zu dem Zeitpunkt, als der Tanker auf die Mine lief, keiner von ihnen auf dem Vorschiff gewesen. Bisher gab es also noch keine menschlichen Verluste zu beklagen. Die Schwierigkeit bestand nun darin, wie man heil vom Schiff runterkam. Es war sinnlos, über die Reling in die giftige Brühe des Flüssiggases zu springen.

Kapitän McGhee wusste auch, dass es für Hubschrauber ein tödliches Unterfangen wäre, ihnen zu Hilfe zu eilen. Bereits ein kleiner Funken ihrer Rotoren würde ausreichen, die Gaswolke in eine ungeheuerliche Feuersäule zu verwandeln, die kilometerweit in den Himmel steigen und das Schiff buchstäblich verdampfen lassen würde.

Ihre Eindämmung kam nicht mehr in Frage. Kapitän McGhee befahl deshalb: Bemannt die Rettungsboote auf der Backbordseite! Dann sah McGhee es — der britische Hubschrauber kam, dicht über der Wasseroberfläche, auf sie zugeflogen, nicht ah- 71 nend, dass sich auf der Steuerbordseite und über dem Heck der Global Bronco eine Gaswolke gebildet hatte.

Um Gottes willen, stopp! Der Navigator hatte gerade noch Zeit zu sagen: Der Typ winkt uns weg. Der Marinehubschrauber verbrannte auf der Stelle. Die Flammen auf dem Schiff waren verloschen. Es gab absolut nichts mehr, was dort brennen konnte. Durch reinen Zufall war Tank 2 intakt geblieben, aber das Aluminium von Tank 1 war geschmolzen und weitere Tonnen Gas waren in einem ohrenbetäubenden Feuerball explodiert.

Das Gas im unteren Drittel des Tanks floss einfach ins Wasser und nährte so die Meter breite Flammenfront, die 72 sich immer höher in den Himmel schraubte. Die Wahnsinnshitze verschlang wie ein Tornado Sauerstoff und Stickstoff und stieg kilometerweit empor.

Es war, als versuche Satan persönlich mit Gott Kontakt aufzunehmen. Trotz der Tatsache, dass die Katastrophe sechs Meilen von der omanischen Küste und mindestens vierzig Meilen von Bandar Abbas entfernt stattgefunden hatte, war die Meldung über das Schicksal der Global Bronco sehr rasch in das Bewusstsein der Weltöffentlichkeit gedrungen. Der Reporter vor Ort berichtete, dass noch ein weiterer Tank jederzeit explodieren könne und es aus diesem Grunde niemand riskiere, sich der Unglücksstelle zu nähern.

Die meisten Berichterstatter und Medienvertreter hatten zudem Büros und Sendeanlagen im nahe gelegenen Dubai. Die Marine des Oman hatte zwei Tonnen verdrängende 73 Lenkwaffen-Korvetten in das Gebiet entsendet, welche die Schiffe anderer Nationen fern halten sollten. Zehn Meilen von der Unglücksstelle entfernt, kreuzten auch zwei in China gebaute LenkwaffenFregatten unter iranischer Flagge.

Die Bedeutung dieser Meldung übertraf bei weitem die eingeschränkte Berichterstattung, die zu diesem Zeitpunkt darüber möglich war. Der Stunden-Nachrichtensender CNN hatte bereits ins Studio zurückgeschaltet und meldete nun — fälschlicherweise —, dass die Global Bronco immer noch brannte. Es war aber nicht der Tanker, sondern das im Wasser freigesetzte Gas. Er meinte, es könne nötig sein, einen Torpedo in das Wrack zu jagen, um das verbliebene Flüssiggas zur Explosion zu bringen.

Entweder das, oder man müsse den gewaltigen Tank aus der Luft bombardieren. Gebt mir die einzige Information, die ich will. Wie stellen sich die Reeder die Zerstörung ihres Schiffes vor? Ich hab noch nie was von derartigen Explosionen auf solchen Gasschiffen gehört.

Nur einmal hat es bislang ein Feuer gegeben, in der Bucht von Tokio, vor ungefähr zwanzig Jahren. Müssten eigentlich optimale Sicherheitsvorrichtungen haben — oder? Kann mir nicht vorstellen, dass einer dieser verfluchten Araber es mit einem Torpedo abgeschossen hat. Oder haben die Iraner ein Minenfeld am Ausgang des Golfs gelegt? Scheint keinen Anhaltspunkt dafür zu geben.

Trotzdem — ich werde Fort Meade darauf ansetzen. Ich will einfach ein bisschen mehr über die Global Bronco wissen. Die breite Holztür wurde geöffnet, und sie kam herein, schüttelte missbilligend den Kopf und bemerkte, sie verstehe es sehr gut, wenn er lieber eine Schiffslautsprecheranlage hätte, damit er gleichzeitig alle anbrüllen könne.

Man sei aber nun einmal im Jahrhundert und habe sich ganz allgemein an den Gebrauch von Telefonen gewöhnt. Bei Gelegenheit solle er mal in Erwägung ziehen, eines zu benutzen.

Gleich als die Meldung kam, habe ich mir gedacht, dass das gleich ganz oben auf deiner Prioritätenliste steht. Es ist eine hochexplosive Ecke da unten, 75 und wir müssen uns gegen mögliche Wahnsinnsaktionen der Leute da schützen. Find heraus, wo die sitzen, und verbinde mich dann mit deren Obermacker. Aber versuch es über die Auskunft in der HoustonGalveston-Ecke. Es müsste da irgendwo bei den Ölhäfen in der Galveston Bay sein.

Du wirst es schon rauskriegen. Gib ihm die Nummer der Zentrale und sag denen dort, dass sie ihn sofort durchstellen sollen, wenn er anruft. Sie wusste um die elektrisierende Wirkung eines Anrufs aus der Regierungszentrale auf die meisten ihrer Landsleute und sie lag damit auch bei der Sicherheitskraft richtig.

Bob Heseltine am Apparat. Wir haben so gut wie nichts vom Schiff gehört. Offensichtlich hatte unser Funker nach Aussagen der britischen Marine gerade noch Zeit, zweimal Mayday zu senden, bevor der Kontakt abgebrochen ist. So muss es gewesen sein. Uns liegt ein Augenzeugenbericht von einem in Liberia registrierten Rohöltanker vor, der etwa zwei Meilen vor der Bronco fuhr. Dann erst die dahinter liegende. Auf solche Dinger trifft man meist zuerst mit dem Bug auf.

Ein Torpedo hätte die Bronco höchstwahrscheinlich mittschiffs getroffen. Aber ich glaube dennoch nicht, dass wir in ein Minenfeld gelaufen sind. Wie kann ein so massiver Behälter bersten? Es sei denn Sabotage. Aber ich kann mir niemand vorstellen, der ein Schiff, auf dem er sich selbst befindet, in die Luft jagen wollte. Selbstmord als Sabotagegrund kommt wohl verdammt selten infrage. Dabei fängt das Gas, das aus der Flüssigkeit aufsteigt, zu brennen an. Möchte selber in drei Teufels Namen wissen, wie das Zeug aus dem Tank laufen konnte und was es explodieren hat lassen.

Wenn Ihnen irgendwas faul vorkommt, lassen Sie es mich sofort wissen. Rufen Sie einfach wieder die Nummer an, die Sie bekommen haben. Man wird mich dann schon finden. Und danke für das Gespräch. Bob Heseltine kannte noch nicht die Angewohnheit des Nationalen Sicherheitsberaters, sich nicht zu verabschieden, sondern den Hörer einfach aufzuknallen.

Selbst wenn der Präsident am Apparat war. In letzter Zeit ganz besonders beim Präsidenten. Hoffe, Sie haben Ihren Laden unter Kontrolle. Okay, es ist jetzt bereits , und der Tanker wurde kurz nach weggepustet.

Wer liefert Ihnen Ihre Informationen: Er wusste auch, dass seine Bisse noch schrecklicher sein würden als sein Gebell. Das Gespräch lief eindeutig aus dem Ruder, das war klar. Aber vergessen Sie niemals: Und wir wissen von gottverfluchten iranischen Lenkwaffenschiffen, die da herumkurven. Admiral Borden, mich geht es einen feuchten Dreck an, was Sie da treiben. Mich interessiert auch nicht, ob Sie nachts um drei in Nachthemd und Sockenschoner in Ihrem Büro aufkreuzen müssen.

Aber wenn irgendetwas in der Nähe der Ajatollahs mit einem Knall hochgeht, möchte ich, dass sich Fort Meade darauf wie ein ausgehungerter Wolf auf ein Lammkotelett stürzt. Haben Sie mich verstanden, Admiral? Nicht nötig, dass Sie den Reeder ausquetschen. Admiral Borden war sichtlich erschüttert, wie schon viele vor ihm, die hier auf seinem Stuhl in Fort Meade gesessen hatten. Arnie ist hier nun mal die absolute Nummer eins. Leg dich nicht mal in Gedanken mit ihm an.

Aber er hatte vor, den ganzen Vorfall herunterzuspielen, was ihm seiner Meinung nach zu einer stillen, würdevollen Rache verhelfen sollte: Wenn David Borden nur gewusst hätte, wie sehr seine Karriere auf dem Spiel stand! Ich bin so schnell wie möglich hergekommen, nachdem ich von der Sache mit dem Tanker gehört habe.

Ich habe das leider erst in den 5-Uhr-Nachrichten mitbekommen, deshalb die Verspätung. Aber es ist dennoch verdächtig. Wir wissen, dass die Chinesen tonnenweise Minen in Moskau bestellt haben, und wir wissen auch, dass sie die ohne Schwierig- 80 keiten in den Iran gebracht haben könnten. Mindestens für eine Nacht, möglicherweise sogar für länger, hatten sie auch die Möglichkeit dazu.

Kein Wort von ihnen, dass sie die Iraner in irgendeiner Form verdächtigen. Trotzdem — solange uns auch nur der leiseste Hinweis fehlt, etwa eine im Wasser gesichtete Mine, der Hauch eines Gerüchts eines unserer Informanten in Peking oder Teheran — Jimmy, ich werde ohne auch nur die Spur eines Beweises unter keinen Umständen eine Lawine lostreten.

Ziemlich merkwürdig das alles. Sie wissen wie ich, dass man ein Minenfeld auch auf elektronischem Weg zünden kann, wenn es einem zeitlich in den Kram passt. Genau diese beiden Fregatten, die auf einmal unter iranischer Flagge fahren. Und jetzt kommt das Beste: Erinnern Sie sich noch an die Aufnahmen, die wir vor einigen Wochen ge- 81 macht haben? Die von der neu errichteten iranischen Raketenstellung weiter unten an der Küste, südlich von Kuhestak?

Okay, ich habe mir den Punkt dick auf meiner Karte eingezeichnet. Die Global Bronco ist etwa achtundzwanzig Meilen westsüdwestlich haargenau in gerader Linie davon in die Luft gegangen. Sie brauchen schon drei Punkte, um etwas beweisen zu können. Ich fürchte, dass all diese Tatsachen eher Zufälle sind. Die Minen, die China erhalten hat, können genauso gut noch in Zhanjiang rumliegen. Der Ausflug in den Iran wurde wie gesagt möglicherweise nur unternommen, um die beiden Fregatten zu verkaufen.

Alles Mögliche hätte die zur Explosion bringen können. Es wäre mir lieb, wenn Sie mir auch nur eine einzige unbestreitbare Tatsache vorbringen könnten. Lassen wir es also darauf beruhen, Jimmy. Bis uns harte Fakten vorliegen. Den Sicherheitsberater des Präsidenten beschlich zudem das untrügliche Gefühl, dass David Borden gar nichts finden wollte.

Sollten Sie uns hängen lassen und wir nachher wie die Blödmänner aussehen, dann krieg ich Sie nämlich am Arsch, kapiert? Reservier uns heute Abend einen Tisch in Georgetown — wenn du magst. In deiner Gegenwart und der von Monsieur Pierre und einem alten Rotwein kann ich mich vielleicht wieder erholen. Er nahm den Telefonhörer auf und wählte die australische Botschaft an, um Jane zu erreichen, bevor sie zur Universität fuhr. Kann ich dich heute Abend zu Hause statt wie verabredet in der Bar treffen?

Die gewaltige Feuersäule über dem Schiff wütete so lange himmelwärts, bis das verdampfende Gas verbrannt war. Der riesige Tanker trieb hilflos im Golf, sein Bug lag unter Wasser und die Wellen spülten bis an den noch immer intakten Tankbehälter 2. Er sagte auch, dass er den ganzen Tag mit seinen technischen Sicherheitsberatern konferiert habe, die der Meinung seien, der einzige Grund für die Explosion des Tankers könne nur eine Seemine oder ein 84 Torpedo sein.

Als Arnold Morgan den Hörer niederlegte, war er so sehr in seine Gedanken und Sorgen verstrickt, dass er tatsächlich Zeit gefunden hatte, sich von dem hilfsbereiten Texaner zu verabschieden. Lieutenant Ramshawe verbrachte den restlichen Tag im Büro damit, sich Satellitenaufnahmen und Seekarten anzusehen.

Er sprach auch mit der Nahostabteilung der CIA und suchte nach jedem nur denkbaren Hinweis, dass die Iraner den engen Seeweg, den sie aus historischen Gründen als ihren Besitz betrachteten, für den Rest der Welt blockiert hätten. Sie liegt nördlich einer sechs Meilen breiten Sandbank und ist fast vollständig von Salzsümpfen umgeben. Ein kurzer Küstenstreifen im Osten der Insel befindet sich gegenüber einem überraschend tiefen Meeresgraben.

In einem energisch vorangetriebenen Aufbauprogramm hatte China in den vergangenen Jahren einen Streifen dieser zwei Meilen langen Küstenlinie zu einem soliden Zufluchtshafen für ihre weit von den Heimatbasen entfernt operierenden Kriegsschiffe ausgebaut. Die Insel war strategisch perfekt gewählt und taktisch optimal ausgerüstet worden.

Jimmy Ramshawe gefiel das überhaupt nicht. Ich möchte ums Verrecken wissen, was diese Schlitzaugen vorhaben.

Vielleicht sollte ich mich dort mal reinschleichen, um das rauszufinden. Er notierte auch, dass die drei Kilo-Unterseeboote nicht in Birma waren. Er nahm ein langes Lineal und zog eine Linie von der neuen iranischen Raketenstellung bei Vom Ort der Explosion aus gesehen, blieben die Gewässer westlich davon bis hin zur omanischen Küste sehr tief.

Gedankenverloren murmelte er vor sich hin: Er war zwar schon seit morgens vor 6 Uhr im Büro, aber um 17 Uhr war er immer noch da. Er rang mit einem Entschluss. Es wäre ein drastischer Schritt, ein Schritt, der leicht das Ende seiner Karriere bedeuten könnte.

Aber er würde ihn dennoch tun. Wenige Minuten später jagte er den Jaguar über die Stadtautobahn zur australischen Botschaft an der Massachusetts Avenue. Der Verkehr war wie immer um diese Zeit chaotisch. Kurz vor 18 Uhr fuhr er durch die Tore der Botschaft. Jane Peacock und ihre Mutter unterhielten sich gerade auf dem Parkplatz.

Die drei verbrachten noch einige Minuten damit, um über das herrliche Frühlingswetter und die aufbrechende Blütenpracht zu plaudern, bevor Jane und Jimmy sich in die Privaträume des Gebäudes zurückzogen. Sie sorgte für Tee, dann setzte sie sich neben ihn und forderte ihn auf, die Katze aus dem Sack zu lassen.

Die Sache ist die: Ich will mit dem Sicherheitsberater des Präsidenten sprechen. Mit Admiral Arnold Morgan. Wenn irgendjemand das spitzkriegt, kann ich wahrscheinlich meine Karriere bei der Marine an den Nagel hängen. Er hatte sich den Joke schon vorher ausgedacht, aber es ging doch nichts über einen Test vor Livepublikum.

Und wie soll ich für dich die Geheimnummer herausfinden? Vermutlich kennt die nicht mal der Präsident der Vereinigten Staaten. Die Telefonzentrale hier in der Botschaft könnte sie bestimmt rausfinden. Ich werde selbst sprechen. Aber der Anruf muss von hier aus stattfinden. Die haben doch zu allen wichtigen Botschaften eine Direktverbindung. Mit dem Trick werde ich dann also zum Admiral durchgestellt. Scheint auch sonst keinem schaden zu können. Der Einzige, der in Schwierigkeiten geraten könnte, bist du.

Ich hoffe, du hast ihm etwas verdammt Wichtiges mitzuteilen. Der Admiral kann dem Vernehmen nach leicht zur Bestie werden. Mein Vater ist ihm ein paar Mal begegnet, als er noch in der Marine war. Meine Eltern sind beide weg. Hast du mir schon am Telefon erzählt. Empfang in der britischen Botschaft, richtig? Sie werden gegen sieben gehen. Ich wollte nämlich so gegen acht anrufen. Weil der Sicherheitsberater dann bestimmt Zeit hat, wo immer er auch gerade steckt.

Ich möchte meinen Sermon nicht mehrmals wiederholen müssen, was sicher der Fall wäre, wenn ich ihn nicht gleich an die Strippe kriege. Aber da ich den Anruf ohne dich ja sowieso nicht machen kann, muss ich dich wohl einweihen, Janie.

Der Tanker, der heute früh dort in die Luft gegangen ist — das war kein Unfall. Und ich bin mir sicher, es könnten verdammt leicht noch mehr werden, denen das Gleiche passiert. Aber — warum kümmert Fort Meade sich nicht darum? Er will nichts unternehmen, bevor er nicht endgültige Beweise hat. Wenn du falsch liegst und er etwa zu Borden geht, um ihm zu sagen, er hätte da einen totalen Spinner an Bord. Gehen wir aber erst mal in Daddys Arbeitszimmer, um uns die Nachrichten anzugucken.

Vielleicht sind ja schon andere Schiffe explodiert. Danach kannst du meinetwegen deine Karriere in die Luft jagen. Möchtest du noch etwas Tee? Botschafter John Peacock schaute zu einem kleinen Schwätzchen 89 vorbei und ging dann seine Frau suchen. Ohne seinen Aussie-Dialekt zu verschleiern, sagte er: Ich rufe vom Büro des australischen Botschafters an und bitte, sofort mit Admiral Morgan verbunden zu werden.

Sie wollen sicher die Nummer überprüfen; ich bitte Sie daher, mich direkt zurückzurufen. Wir checken die Nummer und melden uns gleich. Wenn es um eine dringende Angelegenheit geht, könnten wir ihn aber ausfindig machen. Es war nicht das erste Mal, dass er das tun musste. Arnold Morgan dankte ihm und nahm den Hörer auf: Ich verbinde Sie mit dem australischen Botschafter. Spreche ich mit Admiral Morgan? Ich hoffe, es handelt sich um etwas verdammt Wichtiges?

Ich sitze nämlich gerade beim Abendessen. Ich rufe Sie unter Umständen an, die Sie als unehrenhaft bezeichnen mögen. Herr im Himmel, wie weit sind wir gekommen! Sie haben sich nämlich gerade eine Menge Probleme eingehandelt, weil Sie mein gottverdammtes Essen gestört haben.

Wie, sagten Sie, war der Name? Und fassen Sie sich kurz. Einen Augenblick noch… Kathy, sag Pierre, er soll mit den Garnelen noch fünf Minuten warten, und schenk mir bitte ein Glas von dem Bordeaux ein.

Ich habe das Gefühl, ich kann ihn gleich gebrauchen… Also, legen Sie los, Jimmy. Oder es zumindest versucht hat. Dann hatten wir da diesen kleinen Konvoi von Überwassereinheiten, drei Fregatten und ein Sowremenny-Zerstörer, auf einer ganz besonderen Mission vom 91 Südchinesischen Meer in den Iran. Sie haben in Chah Bahar angelegt. Alle sieben Schiffe sind, wie Ihnen bekannt sein dürfte, in der Lage, Minen zu legen. Als Nächstes gab es Nachtübungen zusammen mit den Iranern.

Dann haben wir eine Verlegung ihrer Sunburn-Raketen in den südöstlichen Küstenbereich beobachtet — und plötzlich, zwei Wochen später, explodiert der Riesentanker. Und was ist das Erste, was wir dann sehen? Zwei der chinesischen Fregatten, jetzt unter iranischer Flagge, gerade mal fünf Meilen vom Explosionsort entfernt. Nun, ich finde, man sollte dem nachgehen. Aber er wollte leider nichts davon wissen. Nun, ich habe keine handfesten Beweise — aber genug Hinweise, die ein verdammt wachsames Hinschauen erfordern.

Verletzung des regulären Dienstweges? Lieutenant Ramshawe, es ist absolut nicht in Ordnung, dass Sie diesen Schritt unternommen haben. Es ist unabdingbar, dass wir unsere regulären Informationskanäle benutzen. Weder die Marine noch der Geheimdienst können sich diese Art undisziplinierten und unorthodoxen Verhaltens erlauben.

Ich bitte Sie verbindlich, dass etwas Derartiges nicht wieder vorkommt. Er hat mir bestätigt, was ich unglücklicherweise schon vermutet hatte: Verdammt, ich habe ihn doch nur angerufen, weil ich den Dienstweg über Admiral Borden nicht gehen konnte. Aber ich sitze trotzdem in der Zwickmühle. Wenn er mir aber nicht glaubt, ruft er auf jeden Fall an und empfiehlt meine Entfernung von jeglicher Vertrauensposition.

Der alte Bastard hat mir nicht die geringste Gelegenheit gegeben, ihn 93 darum zu bitten, das Ganze vertraulich zu behandeln. Ich bin mir sicher, dass er die Situation sofort richtig verstanden hat und dir sehr dankbar für deinen Anruf sein wird. Er schätzt das, was du getan hast, und wird dich auf keinen Fall hängen lassen. Jetzt gehen wir am besten erst mal was essen. Der Lieutenant hatte seinen Dienst um sechs Uhr morgens anzutreten, also brachte er Jane kurz vor Mitternacht nach Hause.

Danach fuhr er zurück zu seiner Wohnung im WatergateKomplex, der keine drei Kilometer von der australischen Botschaft entfernt lag. Dort kickte er seine Schuhe in die Ecke, setzte den Wasserkessel auf, und checkte den Anrufbeantworter keine Nachrichten und stellte dann im Fernseher automatisch CNN ein, während er vor sich hin grummelte: Er empfand die Nachrichten als eher unwesentlich und ermüdend: Bla-bla-bla, knurrte Jimmy, diese Typen sollten die vier apokalyptischen Reiter der Medienwelt genannt werden: Eroberung, Völkermord, Hunger und Tod.

Insbesondere der Tod, auf einem bleichen Schimmel. Das ist alles, woran sie denken können, verdammt noch mal. Er blieb, schon halbwegs auf dem Weg zur Küche, abrupt 94 stehen, als er im Hintergrund eine weitere Meldung des Nachrichtensprechers hörte: Aus Schifffahrtskreisen in Dubai wird berichtet, dass das Öl aus den vorderen Tankbehältern ausläuft.

Es wurde jetzt etwas über die bevorstehende Reise des Präsidenten nach Indien gebracht. Er stellte sich als Direktor von Texas Gas Transport vor und erzählte, er habe Angst, es könne sich um eines seiner Schiffe handeln. Als Gegenleistung versprach er, den Sender auf dem Laufenden zu halten, wenn es denn so wäre.

Die Auslandsredaktion von CNN konnte ihm nicht weiterhelfen, empfahl ihm aber, ihren Korrespondenten in Dubai anzurufen. Inzwischen sei es dort im Nahen Osten ja schon neun Uhr morgens. Ich habe gerade mit der Presseabteilung der omanischen Marine gesprochen. Der Einzige, der dort zu erreichen war, war jemand namens Hassam, aber der konnte mir nichts Genaues sagen. Aber wenn euch das Schiff wirklich gehört, wird er vielleicht etwas mehr rausrücken.

Ich gebe Ihnen mal seine Nummer. Ich kann Ihnen nichts sagen. Wir wissen selbst bisher sehr wenig. Hassam, es könnte sich sehr gut um eines unserer Schiffe handeln. Wir hatten genau in der Ecke dort einen Supertanker laufen. Ich frage Sie doch nur nach der Position. Ich bin mir sicher, dass Sie mir die geben können. Bitte versuchen Sie es, anderenfalls muss ich mit dem Admiral sprechen. Dann kehrte er zum Telefon zurück und erklärte: Haig, das beschädigte Schiff befindet sich auf der Position sechsundzwanzig Grad neunzehn Minuten nördlicher Breite und sechsundfünfzig Grad neunundvierzig Minuten östlicher Länge.

Hassam, ich bin Ihnen zutiefst verbunden. Sieht jetzt allerdings so aus, als ob das doch nicht unser Tanker ist. Dafür ist er zu weit südlich. Wissen Sie denn, ob es noch andere Schiffe in der Region gibt? Alle Tanker werden gegenwärtig gestoppt. Aber mehr kann ich Ihnen auch nicht sagen. Er öffnete seinen Jaguar und holte die Seekarte heraus, die er im ledernen Seitenfach der 96 Wagentür zurückgelassen hatte. Er verriegelte das Auto wieder und hetzte zurück zum Aufzug, der glücklicherweise noch nicht wieder nach oben gefahren war.

Meilen von der Unglücksstelle der Global Bronco. Und der neue Ort lag in etwa genau auf der Linie, welche die iranische Raketenstellung mit dem explodierten Tanker vom Vortag verband. Als man sich dort meldete, sagte er: Er wird den Anruf annehmen. Bitte stellen Sie mich durch. Wir haben einen Lieutenant Jimmy Ramshawe in der Leitung.

Ich habe die Meldung auf CNN mitbekommen. Darauf habe ich in Dubai angerufen, dann bei der omanischen Marine, und habe dort die genaue Position des Schiffes erhalten. Es ist achtzehn Meilen von der Raketenstellung, die ich erwähnt habe, entfernt und zwölf Meilen von der Global Bronco.

Die Position liegt auf einer millimetergeraden Linie, die die beiden Schiffe und die Raketenbasis verbindet. Die Wahrscheinlichkeit, dass das ein Zufall ist, steht eins zu einer Fantastillion. Da bin ich mir inzwischen absolut sicher. Die Gedanken rasten ihm durch den Kopf.

Ich kannte mal einen australischen Admiral, der dort gewohnt hat. War vor einigen Jahren hier Marineattache. Ihr Vater und ich haben uns ein paar Mal getroffen. Lebt jetzt in New York, oder? Und arbeitet für Quantas? Ich mache mich auch sofort auf den Weg. Sie wissen, wo das ist? Nicht ein einziges Wort. Das ist mehr als wichtig. Glauben 98 Sie mir. Er gab bellend Instruktionen an den Sicherheitsdienst durch, um die Eskorte für Lieutenant Ramshawe zu organisieren. Es regnete, und in der Stadt war es ruhig.

Sie kreuzten den DuPont Circle, fuhren zur Der Admiral reichte ihm die Hand, grinste und sagte: Ich bin Arnold Morgan. Der Admiral strahlte förmlich Macht aus. Er war zwar ein ganzes Stück kleiner als Jimmy, aber sein Blick war todernst, die Augen strahlend blau und der Händedruck fest. Der dunkelgraue Anzug des Admirals war offensichtlich irgendwo im Himmel geschneidert worden, und die schwarzen Schnürschu- 99 he glänzten richtig.

Die perfekt gebundene Krawatte war die der Marineakademie in Annapolis, in Reminiszenz an einen Ort, den Arnold Morgan niemals vergessen hatte und niemals vergessen würde. Jimmy Ramshawe fühlte sich neben ihm wie ein kleiner Junge. Er hatte all seinen Mut und seine Tapferkeit für diese Nacht bereits in den zwei vorschriftswidrigen Telefonaten mit der rechten Hand des Präsidenten der Vereinigten Staaten verbraucht.

In Kiellinie folgten sie der Heckwelle des Admirals, der den Teppich entlangstampfte, Kinn nach vorn, Schultern nach hinten, Brust raus. Wenn plötzlich eine solide Wand vor ihm aufgetaucht wäre, würde er sie durchbrechen wie eine Figur aus einem Disney-Zeichentrickfilm und allein die Umrisse seiner Silhouette hinterlassen. Sorgen Sie dafür, dass uns Kaffee gebracht wird.

Sind Sie hungrig, Jimmy? Und sorgen Sie dafür, dass jemand die ganze Zeit mein Telefon im Auge behält. Kann sein, dass ich ihn dringend sprechen muss. Er wandte sich an einen seiner Sicherheitsleute und bellte: Lieutenant, an die Arbeit. Und sorgt dafür, dass die sich mit dem Kaffee beeilen, damit wir nicht einschlafen. Arnold Morgan bekam einen starren Blick, als ihm die Positionen gezeigt wurden: Ich möchte zunächst wissen, was der Kapitän des Schiffes wirklich gesehen hat.

Ulrich, der Mann ohne Eigenschaften, nimmt sich im August für ein Jahr "Urlaub vom Leben", nachdem seine Versuche, ein berühmter Mann zu werden, kläglich gescheitert sind.

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