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In Nordamerika existiert eine gewisse Anzahl von Fällen, in denen Wölfe keine Scheu vor Menschen zeigten sei es durch Naivität oder Habituation und diese entweder bissen oder sich näherten. Ich hatte ein schlechtes Gewissen.

Infobroschüre Tumorzentrum


In schwereren Fällen kann der Hund nicht mehr alleine stehen und es kommt zu Lähmungen bis hin zur Querschnittslähmung. Diese schweren Fälle müssen operiert werden.

In milden Fällen wird es zunächst mit einer konservativen Behandlung versucht. Man gibt dem Hund entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente - allerdings in niedriger Dosierung, denn der Hund soll nicht völlig schmerzfrei sein, damit er sich schont. Danach muss der Hund weitere 2 bis acht Wochen an der Leine gehen. Treppensteigen, Springen, wilde Spiele und lange Spaziergänge sind verboten. Physiotherapeutische Übungen verhindern in dieser Zeit, dass es zu einem Muskelschwund kommt.

Unterwassermassagen und Sprudelbäder beschleunigen die Heilung. Auch Schwimmen entlastet den Rücken und stärkt die Muskulatur. Ein Hund, der bereits einmal einen Bandscheibenvorfall hatte, ist besonders gefährdet einen zweiten zu erleiden - wenn Sie die ersten Symptome bemerken, wenden Sie sich sofort an uns oder ihren Haustierarzt. Da Bandscheibenvorfälle besonders häufig bei Dackeln vorkommen, nennt man sie beim Hund auch Dackellähme.

Die Bandscheiben bestehen aus einem gallertartigen Kern, der von einem Ring aus faserigem Knorpel umschlossen wird. Mit zunehmendem Alter verlieren sie an Festigkeit und Elastizität.

Der Kern übt Druck auf den Ring aus und kann ihn verformen. Wenn sich die Bandscheibe in Richtung Wirbelkanal vorwölbt und das darin liegende Rückenmark einengt und quetscht, spricht man von einem Bandscheibenvorfall.

Bei einem Bandscheibenvorfall ist nicht die verformte Bandscheibe das Hauptproblem, sondern die Quetschung des Rückenmarks. Wird es verletzt, werden Wahrnehmung und Bewegungsfähigkeit des Hundes eingeschränkt.

Bei schweren Verletzungen des Rückenmarks kann es zur vollständigen Lähmung und Empfindungslosigkeit kommen. Bandscheibenvorfälle werden in fünf Schweregrade eingeteilt. Wenn es sich um den ersten Bandscheibenvorfall des Hundes handelt, wird es der Tierarzt bei einem Bandscheibenvorfall 1. Grades zunächst mit einer konservativen Therapie versuchen.

Ab dem dritten Grad, bei dem die ersten Lähmungserscheinungen auftreten, und bei einem Rückfall sollte der Hund operiert werden. Bandscheibenoperationen sind schwierig und können Komplikationen zur Folge haben. Aber für Hunde mit Lähmungserscheinungen sind sie die einzige Hoffnung auf eine Genesung.

Es gibt verschiedene Operationsmethoden, die aber alle ein Ziel haben: Das Rückenmark muss von dem Druck, den die vorgefallene Bandscheibe ausübt, befreit werden. Der Chirurg entfernt dabei den Kern von Bandscheiben, die besonders zum Vorfallen neigen.

Die Genesungszeit nach der Operation kann je nach Schweregrad des Bandscheibenvorfalls zwischen 14 und 90 Tagen betragen. Von entscheidender Bedeutung ist die Nachbehandlung: Der Hund darf in der Erholungsphase nur an der Leine gehen, keine Treppensteigen oder springen.

Übergewichtige Hunde sollten abnehmen. Sprudelbäder und Unterwassermassagen lockern die Muskulatur und fördern den Heilungsprozess. Schwimmen wirkt kräftigend ohne die Wirbelsäule zu belasten. Wenn diese Nerven beschädigt oder in ihrer Funktion beeinträchtigt werden, entsteht das Cauda-equina-Syndrom.

Meist handelt es sich um Quetschungen der Nerven. Für das Cauda-equina-Syndrom gibt es viele Ursachen: Auch ein instabiler Übergang von der Lendenwirbelsäule zur Kreuzbein kann die Funktion der Cauda-equina beieinträchtigen. Die Diagnose des Cauda-equina-Syndroms ist nicht immer einfach zustellen, denn auch andere Krankheiten, wie z. Arthrosen des Hüftgelenks oder Prostataerkrankungen, können ähnliche oder gleiche Symptome bewirken. Wenn der Hund nur wenige Beschwerden hat, ist es eventuell ausreichend seine Bewegung über vier Wochen einzuschränken.

Das bedeutet Leinenzwang, nicht Springen und nicht Treppen steigen. Schwimmen und physiotherapeutische Übungen beschleunigen den Heilungsprozess. Leidet der Hund aber unter Bewegungsstörungen, sollte er schnell operiert werden.

Das Prinzip der unterschiedlichen Methoden ist jedoch das gleiche: Je schlechter es dem Hund vor der Operation ging, desto schlechter sind auch die Aussichten auf Erfolg. Wichtig ist aber auch, wie lange der Hund schon unter dem Cauda-equina-Syndrom vor der Operation litt.

Im gesunden Zustand verhindert dieses Band, dass das Schienbein gegenüber dem Oberschenkelknochen nach vorne wegrutscht. Diese Instabilität verursacht dem Tier bei jedem Schritt Schmerzen. Es schont daher das betroffene Bein bei leicht gebeugtem Kniegelenk und lahmt. Man nimmt an, dass das Band in diesen Fällen bereits vorgeschädigt und brüchig war, so dass eine minimale Belastung den Riss herbeiführte.

Gefährdet sind vor allem übergewichtige Tiere, die sich wenig bewegen. Dabei versucht er mit einem speziellen Griff das Schienbein gegenüber dem Oberschenkel nach vorne zu verschieben — gelingt ihm dies, ist der Beweis erbracht, dass es sich um einen Kreuzbandriss handelt.

Bei kleinen, leichten Tieren kann eine sechs bis acht Wochen dauernde, strikte Ruhigstellung des Knies zwar keine Heilung aber eine Stabilisierung des Knies bewirken. Das Tier ist danach schmerzfrei und geht nicht mehr lahm. Falls sich das Knie in dieser Zeit nicht wesentlich gebessert hat, muss es operiert werden. Immer operiert werden sollten Hunde mit einem Gewicht über 15 kg.

Bei diesem Körpergewicht kann sich das Knie nicht aus eigener Kraft stabilisieren. Die Instabilität des Knies verursacht dem Tier nicht nur ständige Schmerzen, sie führt auch zu Arthrosen. Auch das andauernde Schonen des Beines und das Lahmen haben Folgen:. Es kommt einerseits zu Muskelschwund, andererseits provoziert die Schonhaltung auch Muskelverspannungen und Fehlbelastungen, mit der Folge das auch andere Gelenke in Mitleidenschaft gezogen werden.

Für die Operation des Kreuzbandrisses gibt es verschiedene Methoden, die alle das Ziel haben das Knie zu stabilisieren. Der Tierarzt wird je nach Fall entscheiden, welche die erfolgversprechendste ist. Nach der Operation muss das Knie für etwa eine Woche ruhiggestellt werden. Danach besteht für weitere Wochen Leinenzwang.

Man kann das Risiko allerdings minimieren: Ein Knochenbruch Fraktur kann nur dann heilen, wenn die Bruchenden richtig zusammengeführt, in dieser Lage fixiert und über Wochen stabil gehalten werden. Das ist besonders schwierig bei Frakturen mit mehreren Bruchstücken Fragmenten. Folgende Komplikationen können den Heilungsprozess auch eines einfacheren Bruchs verzögern oder sogar unmöglich machen: Quetschungen der Muskulatur, die zu Schwellungen führen und Infektionen.

Neben Schienenverbänden und der internen Fixation eines Knochenbruchs mit Platten, Schrauben oder Nägeln gibt es für diese schwierigen Fälle auch noch eine dritte Behandlungsmethode für Frakturen: Der Fixateur externe bildet eine Art Rahmen, der den Knochen zwingt richtig zusammenzuwachsen. Auf den ersten Blick mag die Metallkonstruktion, die aus dem Körper ragt, erschreckend wirken.

Doch der Fixateur externe ist bei vielen komplizierten Knochenbrüchen die beste Behandlungsmethode. Im Gegensatz zu intern fest verschraubten Platten, stellt er kein Hindernis für die Durchblutung dar, so dass er auch in schlecht durchbluteten Knochenbruchstücken z.

Der chirurgische Eingriff bei der internen Fixation führt zwangsläufig zu Verletzungen des Weichgewebes, gerade bei massiven Vorschädigungen der Muskulatur ist der Fixateur externe die schonendere Methode. Die Behandlung infizierten Gewebes z. Spülung ist sogar nur mit dem Fixateur externe möglich. Denn unter einem Gipsverband kann man nicht spülen und bei einer internen Fixation muss die Operationsnarbe mit einer Naht verschlossen werden. Nach dem Einsetzen des Fixateur externe werden die Löcher, durch die die Nägel in die Haut eingeführt wurden noch ein paar Tage nässen - solange die Flüssigkeit nicht eitrig ist oder übel riecht, ist das kein Grund zur Beunruhigung.

Beim Abtupfen dieser Flüssigkeit sollte man jedoch darauf achten, dass man die Kontaktfläche Nagel-Haut nicht berührt. Solange das Tier den Fixateur externe trägt, sollte es mindestens alle drei Wochen zur tierärztlichen Kontrolle.

Hund und Katze kommen übrigens mit dem Fixateur externe, diesem Fremdkörper aus Metall, erstaunlich gut zurecht. Damit ein Knochenbruch Fraktur heilen kann, müssen die Knochenenden dicht und in der richtigen Lage zusammengeführt werden, man nennt dies den Knochen richten. Einfache Verbände sind nur eine vorläufige Lösung, denn sie sind zu instabil um den Bruch bis zur Heilung sicher zu fixieren.

Heutzutage werden Knochenbrüche meist operiert. Vorraussetzungen für eine solche konservative Behandlung sind: Die Fraktur ist unkompliziert und geschlossen das bedeutet, dass das Tier keine offene Wunde hat. Bei Katzen mit Beckenbrüchen kann eine vier- bis sechswöchige Käfigruhe bereits zur Heilung führen.

Dies gilt allerdings nur, wenn die gebrochenen Beckenknochen keine tragende Funktion haben. Alle anderen Beckenbrüche müssen operiert werden.

Eine andere Methode der Frakturbehandlung ist die Ruhigstellung des Bruchs durch spezielle Schienenverbände: Gips-, Dyna- oder Deltacastverbände. Zum Anlegen eines Gipsverbandes bzw. Denn bei jeder Abwehrbewegung des Tieres könnten die Knochenenden wieder verrutschen und falsch zusammenwachsen. Der Schienenverband wird dick mit Watte gepolstert, damit keine Druckstellen entstehen.

Danach wird mit einem mit den Schienen oder Gips versteift und stabilisiert. Mindestens einmal wöchentlich sollte der Tierarzt den Verband kontrollieren. Der Tierhalter muss den Schienenverband mindestens zweimal täglich anhand folgender Kriterien überprüfen.

Der Verband darf nicht verrutschen. Es dürfen keine Scheuerstellen zu sehen sein. Symptome für eine Entzündung unter dem Verband können ein schlechter Geruch, intensives Benagen des Verbandes, Appetitlosigkeit oder andere Verhaltensänderungen des Tieres sein. In diesen Fällen muss der Tierarzt sofort aufgesucht werden. In der Regel wird das Tier sechs Wochen oder länger einen Schienenverband tragen müssen.

In dieser Zeit ist es zu einem Muskelschwund im betroffenen Bein gekommen. Diese Muskeln müssen nun langsam wieder aufgebaut werden — wir beraten Sie gerne wie Sie ihr Tier am besten trainieren.

Die Gelenke des jungen Hundes werden dabei meist irreparabel geschädigt. Am häufigsten ist das Schultergelenk betroffen, gefolgt von Ellbogen, Sprunggelenk und Knie.

Seltener ist die OCD bei anderen Gelenken. Erste Symptome zeigen sich im Alter von fünf bis acht Monaten. Die jungen Hunde lahmen oder haben einen steifen Gang. Die Entstehung einer OCD erklärt man so: Beim Jungtier besteht das Skelett noch nicht durchgehend aus Knochen sondern aus dem weicheren Knorpelgewebe. Während des Wachstums wird das Knorpelgewebe allmählich durch Knochen ersetzt.

Die Verknöcherung festigt zum einen das Skelett, zum anderen gewährleistet sie die Ernährung und Sauerstoffversorgung sowohl der Knochen- als auch der Knorpelzellen. Denn im Gegensatz zu Knochen ist Knorpel nicht durchblutet und muss von den umliegenden Geweben mit ernährt werden.

Der Knorpel wird zu dick um versorgt zu werden, denn über längere Strecken können Sauerstoff und Nährstoffe nur mit Hilfe des Blutes transportiert werden. Man nimmt an, dass eine Kombination von Erbfaktoren, falscher Ernährung, Hormonstörungen, evtl. Bei der Ernährung scheint vor allem eine Überversorgung des jungen Hundes mit Energie und Kalzium eine Rolle zu spielen. Denn üppige, kalorienreiche Mahlzeiten beschleunigen das Wachstum: Der junge Hund wird regelrecht zu schwer für sein wachsendes Skelett.

Eine zusätzliche Versorgung mit kalziumhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln verschlimmert die Situation. Ballspiele, sollten grundsätzlich nur auf weichem Boden stattfinden und nie zu lange dauern.

Eine Heilung der OCD ist zwar in vielen Fällen ausgeschlossen, aber der Tierarzt kann häufig erreichen, dass der Hund schmerzfrei wird und beweglich bleibt. Vorraussetzung hierfür ist, dass die Krankheit rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Wird die OCD sehr früh diagnostiziert, kann eine Futterumstellung und eine zwei — bis dreimonatige konsequente Einschränkung der Bewegung Gassi nur an der Leine, keine wilden Spiele als Therapie ausreichend sein.

In vielen Fällen wird der Hund allerdings operiert werden müssen. Die Panostitis ist eine sehr schmerzhafte Erkrankung der langen Röhrenknochen, also z. In der Regel sind Hunde im Alter von 5- 8 Monaten betroffen. Völlig geklärt sind die Ursachen der Panostitis bis heute noch nicht. Es kommt zu einem Blutstau vor den Engstellen und damit zu einer Durchblutungsstörung in den wachsenden Knochen. Diese Durchblutungsstörung wiederum löst die heftigen Schmerzen aus, die den Hund veranlassen zu lahmen.

Meist ist nicht nur ein Knochen von der Panostitis betroffen. Hunde mit einer Panostitis sind häufig appetitlos und matt, ihre Körpertemperatur kann leicht erhöht sein. Sie verlieren die Freude an der Bewegung - das ist besonders auffällig, weil es sich vor dem Krankheitsausbruch meist um besonders lebhafte Tiere handelte.

Beim Betasten der betroffenen Beine zeigen die Tiere Schmerzreaktionen: Sie versuchen das Bein wegzuziehen, jaulen, stöhnen oder drohen sogar. Ist die Krankheit fortgeschritten, kann der Tierarzt auf Röntgenaufnahmen die typischen Veränderungen am Knochen durch Panostitis erkennen.

Im Blut kann der Tierarzt häufig auch besondere Entzündungszellen feststellen. Die Behandlung einer Panostitis ist langwierig um die drei Monate und erfordert eine enge Zusammenarbeit von Hundehalter und Tierarzt. Mit Schmerzmitteln und entzündungshemmenden Medikamenten werden die Symptome der Panostitis gelindert. Die tägliche Futtermenge muss insgesamt reduziert werden.

Am besten hält man den Hund in einem kleinen Raum in der Wohnung und führt in täglich nur dreimal für je fünf bis zehn Minuten aus. Das ist natürlich gerade für ein junges Tier eine erhebliche Einschränkung. Geben Sie vor allem keine Nahrungsergänzungsmittel zum Alleinfutter hinzu. Wir beraten Sie gerne über die richtige Ernährung des heranwachsenden Hundes. Bei Zwerghunden und Miniaturrassen gehört die Patellaluxation an die Innenseite des Knies mediale Patellaluxation zu den häufigsten Erbfehlern.

Die Kniescheibe ist in die Strecksehne des Hinterbeines eingelagert. Bei jedem Strecken und Beugen des Knies gleitet die Kniescheibe nach oben bzw.

Im gesunden Knie sorgen die gerade Zugrichtung des Streckmuskels und eine Knochenrinne dafür, dass die Kniescheibe nicht seitlich verrutschen kann. Kleine Hunde, die zur medialen Patellaluxation neigen, haben häufig O-Beine. In der Regel sind beide Knie von dieser Fehlbildung betroffen. Man unterscheidet vier Schweregrade. Grad zeigt der Hund kaum Symptome. Nur hin und wieder hüpft er auf drei Beinen, geht aber sofort wieder normal, wenn die Kniescheibe zurück in die Knochenrinne gleitet.

Grades muss, wenn der Hund keine anderen Beschwerden zeigt, nicht behandelt werden. Der Hund darf aber auf keinen Fall für die Zucht verwendet werden. Grades müssen operiert werden. Sie stellen eine echte Behinderung des Hundes dar, weil er seine Knie nicht mehr strecken kann. In extremen Fällen hoppeln bereits Welpen wie Kaninchen. Das ist auch der Grund, warum man den Hund im Welpenalter operieren sollte, sobald sich die ersten Symptome zeigen.

Leider kann es nach der Operation zu Rückfällen kommen. Der Erfolg der Operation sollte daher wöchentlich vom Tierarzt kontrolliert werden.

Denn hier ist häufig ein zu schnelles Wachstum verantwortlich für die Fehlbildung des Kniegelenks. Denn eine üppige Fütterung führt zu einer raschen Zunahme des Muskelgewebes, mit dem die Skelettentwicklung nicht mithalten kann. In leichten Fällen von Patellaluxationen nach lateral kann daher schon eine Diät und strikte Einschränkung der Bewegung zur Besserung führen. Die Veranlagung zur Hüftgelenksdysplasie wird vererbt.

Im gesunden Hüftgelenk passt der kugelige Kopf des Oberschenkelknochens haargenau in eine Vertiefung des Beckens, der Gelenkspfanne. Das Gelenk ist dadurch instabil.

Häufig beginnen die ersten Probleme jedoch schon im Alter zwischen 4 und 10 Monaten. Die Hunde haben wenig Lust sich zu bewegen, gehen plötzlich lahm und haben Schwierigkeiten beim Aufstehen. Die Muskulatur, die das Gelenk umgibt, ist verkrampft. Auch diese Arthrosen können aber müssen nicht Symptome zur Folge haben. Der Hund vermeidet es zu gehen.

Durch das mangelnde Training schwindet die Muskulatur an den Hinterbeinen. In diesen schweren Fällen hilft nur eine Operation; eventuell sogar der Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks. Sind die Beschwerden des Hundes nicht so gravierend, kann man ihn mit Schmerzmitteln und entzündungshemmenden Medikamenten behandeln. Diese Therapie soll dem Hund die Schmerzen nehmen und die Bewegungsfreude erhalten.

Bewegung ist gerade bei allen Erkrankungen der Gelenke besonders wichtig, denn ohne Bewegung werden die Gelenke steif und Arthrosen verschlimmern sich. Die Bemühungen der Zuchtverbände zeigen bei manchen Rassen erste Erfolge: Die HD-Rate sinkt bei diesen Rassen. Doch es gibt immer noch sehr viele Hunde, die diese unheilvolle Veranlagung in sich tragen.

Denn eine zu rasche Gewichtszunahme belastet die noch nicht ausgereiften Gelenke und kann zu Fehlstellungen führen. Als Halter des Hundes sollte man aber darauf achten, dass dabei die Gelenke nicht zu sehr strapaziert werden. Gebrochene Knochen können nur dann wieder gerade zusammenwachsen, wenn die Bruchenden richtig zusammengeführt, in dieser Lage fixiert und über Wochen stabil gehalten werden.

Gipsverbände, können diese Stabilität nur bei unkomplizierten Brüchen Frakturen unterhalb des Ellbogens oder des Knies gewährleisten. Ein weiterer Nachteil von Schienenverbänden ist, dass das Tier sein gebrochenes Bein über Wochen und Monate nicht benutzt. Das mangelnde Training kann zu einem massiven Muskelschwund, einer Gelenkversteifung und sogar zu einer Osteoporose, einem Knochenschwund, führen.

Daher operiert man heutzutage die meisten Frakturen. Man unterscheidet die interne Fixation vom Fixateur externe. Hier soll es um die interne Fixation gehen:. Vor der Operation fertigt der Tierarzt mehrere Röntgenaufnahmen vom Operationsgebiet an. Er verschafft sich damit einen Überblick über den Schaden, sieht ob z. Teile des Knochens abgesplittert sind oder der gebrochene Knochen verdreht ist - kein Knochenbruch gleicht dem anderen. Der Tierarzt muss jeden Fall individuell beurteilen und sich für die jeweils richtige Operationsmethode entscheiden.

Sobald das Tier operationsfähig ist, d. Bei ausgewachsenen Tieren mittleren Alters können die Platten übrigens ein Leben lang an Ort und Stelle bleiben, nur in Ausnahmefällen müssen sie nach der Knochenheilung wieder entfernt werden.

Am besten ist es, wenn der Tierarzt in den ersten sechs Stunden nach dem Unfall die Knochen operieren kann. Ist eine Operation in den ersten Stunden nach dem Unfall nicht möglich, weil zuerst der Kreislauf des Tieres stabilisiert werden muss, sollte sie einige Tage verschoben werden. Das hat folgenden Grund: Ein Knochenbruch ist immer auch mit Muskelquetschungen und Blutungen verbunden.

Wenn diese Verletzungen nicht sofort versorgt werden, stören sie die Durchblutung. Diese Stoffe werden zwar wieder abgebaut, doch hierfür braucht der Körper Zeit. Bis das Tier operationsfähig ist, wird der Bruch mit Schienen stabilisiert. Nach der Operation schützt ein Verband die Wunde für einige Tage. Alarmzeichen für eine Entzündung sind: Bei diesen Symptomen muss das Tier sofort in tierärztliche Behandlung. Nach etwa 10 Tagen können in der Regel die Fäden gezogen werden.

Wie viel Zeit bis zur endgültigen Heilung verstreicht, hängt davon ab, wie alt das Tier ist junge Knochen heilen schneller , welcher Knochen gebrochen ist und um welche Frakturart es sich handelt. Wir beraten Sie gerne, wie Sie mit der richtigen Ernährung und einem ausgewogenen Training den Heilungsprozess beschleunigen können. Lahmen wird meist von einer schmerzhaften Verletzung verursacht. Aber auch Infektionen z.

In den meisten Fällen handelt es sich um eine Stützbeinlahmheit: Der Hund hat Schmerzen, wenn er das betroffene Bein mit seinem Gewicht belastet, also beim Auftreten. Bei der Hangbeinlahmheit ist das Vor- oder Zurückschwingen des Beines schmerzhaft oder z. Eine Hangbeinlahmheit beobachtet man z. Tatsächlich können Hangbein — und Stützbeinlahmheit auch gemeinsam auftreten. Man spricht dann von einer gemischten Lahmheit.

Bei Infektionen, Arthrosen und rheumaähnlichen Erkrankungen sind oft mehrere Beine betroffen. Der Hund lahmt abwechselnd mehr auf dem einen oder dem anderen Bein, je nachdem welches ihn gerade mehr schmerzt. Je nach Schweregrad spricht man von geringgradiger, mittelgradiger oder hochgradiger Lahmheit. Geringgradige Lahmheiten sind nur bei genauem Hinsehen zu erkennen: Der Hund belastet das betroffene Bein nur unwesentlich kürzer als die gesunden.

Er geht vielleicht etwas klamm und hat nicht soviel Freude an der Bewegung wie sonst. Bei einer mittelgradigen Lahmheit ist das Hinken des Hundes deutlich zu erkennen.

Hochgradig ist die Lahmheit, wenn der Hund das Bein kaum aufsetzt und meist auf drei Beinen geht. Die rasche Behandlung kann auch Folgeschäden und eventuell sogar einer dauerhaften Behinderung vorbeugen.

Handelt es sich um eine geringgradige Lahmheit, können Sie mit dem Tierarztbesuch ein bis zwei Tage abwarten.

Viele kleine Verletzungen, z. Verstauchungen, heilen mit der Zeit. Um den Heilungsprozess zu unterstützen, sollten Sie ihren Hund in den folgenden Tagen nur an der Leine ausführen. Wilde Spiele und Belastungen wie z. Sprünge sind für einige Tage verboten. Kleine Schwellungen können Sie kühlen. Sollte die Lahmheit aber innerhalb von ein bis zwei Tagen nicht deutlich besser werden, muss der Tierarzt abklären, ob nicht doch ein ernsteres Problem hinter der Lahmheit steckt.

Auch wenn der Hund zwar nicht ständig aber doch immer wieder lahmt, ist ein Besuch beim Tierarzt unumgänglich. Vielen Krankheiten des Bewegungsapparates kann man übrigens mit Ernährung und Training vorbeugen, wir beraten Sie gerne über die Möglichkeiten. Harnsteine können in den Nieren oder weit häufiger in der Blase entstehen. Sie entwickeln sich aus überschüssigen Mineralstoffen und organischen Substanzen. Manche Rassen haben eine erbliche Veranlagung für die Bildung von Harnsteinen.

Bei Dackeln und Bassets führt ein anderes Stoffwechselproblem zu den sogenannten Zystin- oder Xanthinsteinen. Insbesondere bei Rüden besteht die Gefahr, dass die Harnsteine die Harnwege verlegen. Der Hund kann dann nur noch mit Mühe und unter Schmerzen Harn absetzen.

Unbehandelt kann die Verstopfung der Harnwege zu schweren, ja tödlichen Nierenerkrankungen führen. Einige Harnsteinarten kann man auf dem Röntgenbild sehen, andere sind nur mit Hilfe von Ultraschalluntersuchungen zu erkennen. An erster Stelle steht die Entfernung der Steine.

Sehr kleine Steine können eventuell ausgespült werden. Bei Rüden kann eine Öffnung der Harnröhre unumgänglich sein, wenn sich die Harnsteine dort festgesetzt haben.

Die Bauchspeicheldrüse das Pankreas erfüllt zwei Hauptfunktionen: Zum einen produziert sie Hormone und zum anderen Verdauungsenzyme. Diese Verdauungsenzyme stellt eine gesunde Bauchspeicheldrüse im Überfluss her, so dass sich erst bei einem Ausfall von ca. Er hungert, obwohl er viel frisst. Er ist voluminös, glänzt fettig, ist eher grau als braun und riecht säuerlich.

Manchmal wirkt er schaumig. Er kann unverdaute Futterbestandteile enthalten. Dabei zerstören körpereigene Abwehrzellen das Gewebe der Bauchspeicheldrüse. Die Ursachen für diese Autoimmunreaktion sind noch nicht völlig aufgeklärt.

Biopsien oder diagnostische Operationen sind eventuell nötig um Sicherheit zu erlangen. Die EPI ist nicht heilbar. Das ist aber auch der Grund, warum der Fettanteil im Futter insgesamt sehr niedrig sein muss. Sie können aber auch Spezialfutter kaufen. Statt des Pulvers kann man dem Futter auch frische oder aufgetaute Rinderbauchspeicheldrüse beimengen. Probieren Sie einfach aus, welche Vorgehensweise Ihrem Hund am besten bekommt.

Verlieren Sie vor allem nicht die Geduld und lassen Sie sich von anfänglichen Misserfolgen nicht unterkriegen: Bis Sie das richtige Futter und die beste Art der Fütterung herausgefunden haben, kann schon eine kleine Weile vergehen. Bei den Nebennieren, kleinen Hormondrüsen in der Nähe der Nieren, unterscheidet man das Nebennierenmark von der Nebennierenrinde. Die Nebennierenrinde produziert Mineralkortikoide und Glukokortikoide.

Das sind Hormongruppen, die sowohl den Flüssigkeitshaushalt als auch den Energiestoffwechsel des Körpers regulieren. Mit Hypokortizimus von lat. Ein Hypokortizismus entsteht beispielsweise durch die Zerstörung der Nebennierenrinde. In diesen Fällen spricht man auch von Morbus Addison. Statt Krankheitserreger zu attackieren, greifen die körpereigenen Abwehrzellen das Gewebe der Nebennierenrinde an und zerstören es ganz oder teilweise.

Die Nebennierenrinde kann aber auch bei Infektionen, Durchblutungsstörungen und anderen Krankheiten oder Hormonstörungen Schaden nehmen.

Seltener als Morbus Addison kommt ein isolierter Mangel an Glukokortikoiden vor. Er entsteht entweder durch Störungen in der Regulation der Hormonproduktion oder durch eine lang andauernde medizinische Behandlung mit Glukokortikoiden.

Die Gabe von Glukokortikoiden kann die körpereigene Produktion dieser Hormone unterdrücken und so zu einem Schwund an hormonbildendem Gewebe führen. Setzt man dann die Medikamente plötzlich ab, ist die Nebennierenrinde nicht mehr in der Lage ausreichend Glukokortikoide zu bilden. Es kann dabei zur lebensbedrohlichen Addison-Krise kommen. Zur Addison-Krise kann es aber auch durch extremen Stress kommen.

Bei Addison-Krise zeigt der Hund folgende Symptome: Apathie, Appetitlosigkeit, Schwäche bis hin zum Kollaps und Austrocknung trockene, klebrige Schleimhäute, eine gezogene Hautfalte bleibt stehen anstatt zu verstreichen. Unsichtbar aber lebensbedrohlich sind die Eindickung des Blutes, Herzrhythmusstörungen und Blutduckabfall, die zum Schock führen können.

Ein Hund, der auch nur eines der obengenannten Symptome zeigt, muss sofort in tierärztliche Behandlung auch nachts oder an Feiertagen!

In Stresssituationen verschlimmert sich ihr Krankheitsbild. Da diese Symptome auch auf andere Krankheiten hinweisen können, sind umfangreiche Untersuchungen zur Diagnosestellung nötig. Mammatumore, Geschwülste des Gesäuges, gehören zu den häufigsten Tumoren bei der Hündin.

Beim Rüden sind diese Neubildungen selten, aber möglich. Tatsächlich wird er hauptsächlich im Zusammenhang mit Geschwülsten gebraucht - doch er sagt überhaupt nichts über die Gefährlichkeit der Zubildung aus. Man unterscheidet vielmehr gutartige von bösartigen Tumoren.

Sie neigen zur Metastasenbildung. Durch die Wanderung der Tumorzellen können auch in anderen Organen bösartige Tumore entstehen. Häufig kann die Unterscheidung zwischen gutartiger Geschwulst und bösartigem Krebs erst nach der Entfernung des Knotens und einer darauffolgenden mikroskopischen Untersuchung des Gewebes getroffen werden.

Besteht der Verdacht, dass es sich um eine bösartige Geschwulst handelt, wird mithilfe von Röntgenbildern und Ultraschalluntersuchungen versucht herauszufinden, ob der Tumor bereits in andere Organe gestreut bzw. Selbst wenn es sich herausstellt, dass der Tumor bösartig war, bedeutet das noch nicht, dass der Hund sofort eingeschläfert werden muss. Bei einem guten Allgemeinbefinden des Tieres kann sich eine Chemotherapie lohnen. Die meisten tierischen Krebspatienten vertragen die Chemotherapie besser als Menschen.

Es geht vielmehr darum, dem Hund und seinem Menschen noch etwas Zeit bei guter Lebensqualität zu schenken. Sie erfordert allerdings die aktive Mitarbeit des Besitzers und ist auch nicht ganz billig. Die besten Chancen auf ein gutes und längeres Leben trotz Krebserkrankung haben die Hündinnen, bei denen der Tumor früh entdeckt wurde. Im Falle eines Falles werden wir Sie ausgiebig und individuell beraten. Kortison ist ein natürliches Hormon, das von den Nebennieren gebildet wird.

Beim gesunden Tier wird die Produktion des Kortisons vom Hypophysenvorderlappen im Gehirn kontrolliert. Ein CS kann aber auch durch eine Behandlung mit kortisonhaltigen Medikamenten verursacht werden. Grundsätzlich kann jeder Hund Morbus Cushing bekommen. Hündinnen ab dem 6. Lebensjahr sind aber häufiger betroffen als andere. Viele Tiere fressen mehr. Da sich die Fettverteilung unter Kortison verändert, bekommen sie einen Hängebauch.

Die Muskulatur hingegen schwindet. So erscheint der Rumpf tonnenförmig, während die Beine immer dünner werden. Das Fell wird stumpf und schütter. An Bauch, Flanken und Ohren können die Haare ausfallen.

Die Haut wird dünn und ist von Mitessern oder gar kleinen Kalkeinlagerungen bedeckt. Ihre Wundheilung ist häufig verzögert. Im Gefolge dieser Hormonstörung entwickeln sich zahlreiche andere Krankheiten und Symptome. Die vielfältigen und leider nicht typischen Symptome erlauben dem Tierarzt keine sichere Diagnose. Er muss umfangreiche Untersuchungen vornehmen um das Cushing-Syndrom zweifelsfrei zu diagnostizieren.

Unbehandelt führt ein Cushing Syndrom zum Tode des Hundes. Eine echte Heilung ist nur in Einzelfällen möglich. Ein CS durch Medikamente kann durch das langsame Absetzen der Arzneimittel kuriert werden, ein CS, dass durch einen Tumor in einer der beiden Nebennieren verursacht wurde kann eventuell durch eine rechtzeitige Operation geheilt werden.

Allerdings sind diese Operationen schwierig und es kommt häufig zu Komplikationen. In den meisten Fällen jedoch wird dem Hund nur eine lebenslange Behandlung mit Medikamenten helfen. Prinzipiell kann der Tierarzt mit Hilfe der Medikamente die Kortisonproduktion drosseln oder durch die Zerstörung der Nebenniere stoppen. Bei einer Zerstörung der Nebenniere benötigt der Hund Ersatzhormone.

Beide Methoden haben Vor- und Nachteile, die im Einzelfall gegeneinander abgewogen werden müssen. Die Schilddrüse bildet Hormone, die beim Jungtier Wachstum und Entwicklung steuern und beim ausgewachsenen Tier den Energiehaushalt, den Stoffwechsel und andere Hormone regulieren.

Sie liegt nahe des Kehlkopfs im Hals des Hundes. Eine gesunde Schilddrüse ist so klein, dass man sie weder sehen noch ertasten kann. Eine Überfunktion der Schilddrüse ist beim Hund sehr selten.

Eine Hypothyreose kann die Folge einer Entwicklungsstörung im Mutterleib sein. Welpen, deren Schilddrüse zu wenig Hormone bildet, entwickeln sich nicht richtig: Sie wirken zwergenhaft klein und unproportioniert. Auch geistig bleiben diese Welpen hinter ihren Wurfgeschwistern zurück.

Einige Welpen mit einer angeborenen Schilddrüsenunterfunktion sterben an der Krankheit. Mir sind so viele negative Erinnerungen bewusst und ich würde sie lieber einfach gar nicht mehr wissen. Ich hatte bisher immer nur Freundinnen die mich ausgenutzt haben. Eine Feste Partnerschaft mit einen Mann hatte ich bisher auch noch nicht. Ich wäre viel glücklicher wenn ich mich als Kind gegen meine Mutter gewährt dann hätte ich diese ganzen Erlebnis Nicht erlebt und werde vielleicht heute ein fröhlicher Mensch der von anderen geliebt wird.

Bin früher als Kind geschlagen worden. Für Dinge, die ich gar nicht getan habe, wenn ich mal versucht habe Widerworte zu geben. Wenn meine Mutter mit 3 Kindern überfordert war, dabei war und bin ich auch heute noch das sensibelste Kind von 3en.

Das tut noch mal extra oben drauf weh, das heute zu wissen. Kann ziemlich alles hier wiederfinden was mir heute auch Probleme bereitet. Kann schlecht nein sagen…aber nur bei meiner Familie gegenüber. Leide heute unter Angststörungen, Depressionen, Selbstbewusstsein ist im Keller.

Würde gern meine Familie einfach hinter mir lassen. Geht aber nicht so einfach. Auch heute wird meine Meinung nicht akzeptiert, Entscheidungen werden über meinen Kopf hinweg getroffen bzw es wird einfach davon ausgegangen das ich Dinge tue, ohne das man mich vorher fragt.

Werd also mit 34 noch so behandelt wie mit Bei Widerworten oder Gegenwehr bin ich die böse…grundsätzlich. Oder warum ich denn plötzlich so böse bin, war ja nicht so gemeint. Besonders auch so ein abwertender Tonfall geht mir an die Nieren bei solchen Dingen. Vor allem, wenn man dann noch zu den Hochsensiblen Menschen gehört.

Ich frag mich oft, ob ich das je wieder aus mir raus kriege. Das kenne ich zu gut und jetzt nach über 20 Jahren habe ich so sehr damit zu kämpfen. Das ich eigentlich nur noch Aufgeben möchte. Doch ich muss weiterhin stark sein weil ich mittlerweile selber Mutter bin und meinem Kind eine richtige Kindheit geben möchte. Sie soll nicht so aufwachsen müssen wie ich, bei mir im Haus ist auch striktes Alkoholverbot. Meine grösste Angst war und ist es immer noch irgendwann so zu sein wie meine Mutter.

Das schlimme an der ganzen Kindheit war noch das auch meine Partner ähnlich mit mir umgingen, so als würde ich die Gewalt anziehen. In meinen bisherigen 38 Lebensjahren habe ich 30 davon mit Gewalt in allen formen erlebt.

Es ist traurig zu lesen wieviele Menschen es gibt die Gewalt erlebt haben. Wie bereits erwähnt trifft der geschriebene Artikel ins Schwarze. Ich wurde jahrelang von meiner Mutter geschlagen , besonders als meine Schwester auf die Welt kam. Meine Erinnerungen habe ich seit der ersten Klasse und viele Wutausbrüche schweben mir noch im Kopf. Meine Schwester wurde in jeder Hinsicht bevorzugt , bekam auch mal einen Klaps aber keine heftigen Schläge. Sie war das Lieblingskind von meinem Vater obwohl mein Vater mich aber auch liebte , sie hatte den Bonus sozusagen ein Mädchen zu sein in meinem konkreten persönlichen Fall.

Da mein Vater immer alle Wochen nach Hause kam weil er in Deutschland gearbeitet hat kann ich mich genau erinnern wie ich gebetet habe das er wieder nach Hause kommt und paar Tage Zuhause ist. Wenn mein Vater da war hat meine Mutter nichts gemacht , als Kind habe ich auch das mal ausgenutzt und dürfte frei sein. Als meine Mutter das bemerkte hat sie immer wo sie konnte mir geflüstert das ich dafür bezahlen werde wenn er weg ist.

Und in der Tat , das Spiel fing von vorne an. Meine Schwester war sehr link und hat es erkannt , sie nutzte jede Situation um bei jeder Sache egal was mir die Schuld zu schieben damit ich auf Deutsch gesagt verprügelt werde. Teilweise hat sie sich in die Prügelei eingemischt und versucht mitzuschlagen. Zusammgefasst das ging Jahre lang mit schwankenden Kurven aber kontinuierlich bis ich Ca 22 Jahre alt war und ich Ca Jahre später ausgezogen bin.

Ich bin ein sehr tiefsinniger Mensch , als Mann auch sehr gut aussendend ohne jetzt überheblich zu wirken und ich habe mehr oder weniger ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern aber ein extrem schlechtes zu meiner Schwester bedingt ihrer negativen Laufbahn. Das Ergebnis bei mir ist das ich sehr verletzt bin innerlich und wie in dem Artikel erwähnt alle negativen Eigenschaften teile.

Ich behaupte Mal das ich beziehungsunfähig bin und habe mich damit abgefunden alleine zu sein. Ich habe gute nette Freunde und bin dankbar dafür aber ich entwickle auch oft Missgunst was mir sehr leid tut weil ich eigentlich nicht so bin. Ihr sollt wissen das ihr nicht alleine seits und das es einen Gott gibt auch wenn ihr vielleicht nicht gläubig seits.

Dieser kann alles rückgängig machen und sogar mehr. Nimmt alles bewusst wahr denn das ist die beste Therapie. Findet eine innerliche Balance für euch und verliert niemals die Hoffnung , denn Hoffnung ist eigentlich neben der Liebe das wertvollste was es gibt. Danke für die Mühe, die Sie gemacht haben, um das alles zusammenzutragen.

Ein guter Artikel den ich gerne gelesen habe. Ich habe mich hier in letzter Zeit ein bisschen durch die Kommentare gelesen und habe das Bedürfnis, meinen Schwestern folgendes zu sagen:. Ich schreibe dies, weil ich möchte, dass ihr mich versteht und weil ich möchte, dass ihr Verständnis für mich habt. Das ist mit erst bewusstgeworden seitdem ich unabhängig von Papa bin. Mit einer liebevollen Umgebung und Menschen, die mir etwas Gutes wollen…. Und ich kann in dieser Sache auch nicht mehr vertrauen oder mich auf diese Zuneigung, die jetzt von ihm kommt, einlassen.

Weil sich das falsch anfühlt… Es fühlt sich heuchlerisch für mich an. Und einfach nur falsch…. Ich sehe Papa an und frage mich wieso er uns das alles angetan hat… Wo er uns doch hätte lieben müssen, hat er uns geängstigt und klein gemacht. Ich sehe Papa und ich sehe den Menschen, der mich in Meppen aufgegriffen hat und auf einen Parkplatz gefahren ist. Und dann nach hinten ins Auto zu mir kam.

Dieser Mann hat mehrmals auf mich eingeschlagen und mich angeschrien. Er hat mich so sehr angeschrien, dass ich dachte ich würde sterben.

Ich kann das nicht vergessen. Dann sind wir weiter nach Hause gefahren und ich habe die Chance ergriffen, bei Anna Zuhause aus dem Auto zu laufen. Jedes Mal, wenn ich meinen Namen rufen gehört habe, habe ich mich flach ins Feld gelegt, damit ihr mich nicht findet. Ich wollte an der Kreuzung vor ein Auto laufen.

Das waren meine Gedanken… ich wollte Papa zeigen, wie sehr er mir weh getan hat. Wie sehr er mich innerlich verletzt hat. Ich wollte nicht sterben. Aber ich wollte mich verletzen. So sehr, wie mein Herz und meine Seele verletzt waren. Wie kann ein Vater wollen, dass seine eigenen Kinder vor ihm Angst haben? Dass seine eigenen Kinder unglücklich sind. Dass seine eigenen Kinder nicht frei von all dem Schmerz, den er uns Tag ein Tag aus hinzugefügt hat, aufwachsen.

Ja ich finde es demütigend und krank, was wir alles zur Strafe tun mussten. Ja, ich finde es krank, dass er das alles nicht wahrgenommen hat. Dass er nicht wahrgenommen hat, wie sehr uns das kaputt gemacht hat. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie Hanna und ich im Bett lagen und ganz schreckliche Dinge über Papa gesagt haben.

Und das über den eigenen Vater, den man doch lieben sollte. Kurze Zeit später kam Papa ins Zimmer geschlichen und uns ist das Herz stehen geblieben. Ich habe gedacht, es würde sofort Schläge geben. Die Angst vor dem Zuschlagen ist meist schlimmer als das Zuschlagen selbst.

Ich hatte ein schlechtes Gewissen. Und das sollten wir auch noch die nächsten Wochen spüren. Wir haben es zu spüren bekommen, in dem er uns komplett ignoriert und euch bevorzugt hat. Und wieso hatte ich ein schlechtes Gewissen, meine Gefühle auszudrücken, in dem ich leise im Bett gesagt habe: Ich wünschte ich wäre stark genug um ihn …. Hat er nicht gewusst, dass ich ihn gehasst habe? Hat er nicht gewusst, dass ich Angst vor ihm habe?

Aber dort sitzt ein Mann, den ich hasse. Und ich werde mich nie nie wieder auf ihn einlassen. Weil ich nicht nochmal verletzt werden möchte. Und ich werde nicht eine Sekunde daran verschwenden, mich nochmal auszuliefern. Ich werde ihm keinen Platz in meinem Herzen und damit auch keinen Platz in meinem Leben geben.

Papas Geschwister wussten, dass er uns schlecht behandelt. Natürlich haben sie längst nicht alles gewusst. Aber wieso hat ihm keiner ins Gewissen geredet? Wenn ich mir vorstelle, dass jemand von euch Kinder hat. Und ihr nicht stark genug seid um gegen euren Mann anzukämpfen… Dann würde ich doch niemals jahrelang zusehen und nichts sagen.

Aber ich habe mich als Kind nicht gewährt. Und ich habe mich auch als Jugendliche nicht genug gewährt. Ich bin immer wieder angekrochen gekommen… Warum? Weil ich abhängig war und weil ich geglaubt habe, dass er sich vielleicht noch ändern würde, wenn man nett zu ihm ist.

Wie zum Beispiel, mich von meinem Mann scheiden zu lassen. Redet Papa dann auch zwei Jahre lang nicht mehr mit mir? So wie er es mit seiner Schwester gemacht hat? Was sollten meine Kinder später dann davon halten?

Und wenn man jemanden liebt, dann möchte man, dass es diesem Menschen gut geht. Man möchte, dass dieser Mensch glücklich ist. Und das kann man nicht dadurch erzwingen, dass man verlangt ihm abends einen gute Nacht Kuss zu geben.

Das kann man nicht dadurch erzwingen, dass man immer alles verbietet, damit man später etwas erlauben kann und dann der beste Papa der Welt ist. Wenn ich weiterhin so tue als wäre all das was passiert ist in Ordnung.

Wenn er das getan hätte, dann hätte uns vielleicht jemand in den Arm genommen und getröstet… uns gesagt, dass wir nicht daran schuld sind, dass unser Vater ein krankes Schwein ist, der alle um sich herum manipuliert und krankmacht. Aber ihn innerlich so zu verletzen, wie er mich verletzt hat, war mir nicht möglich. Es war mir als Kind und als Jugendliche nicht möglich, weil ich nichts hatte das ich geben konnte.

Er hat euch vielleicht gefragt, wie es mir denn geht und ob ich zufrieden bin. Aber er hat nie den Schritt gemacht, auf mich zuzugehen. Stattdessen tut er so als wäre er das Opfer in dieser ganzen Geschichte. Und das macht mich krank. Glaubt ihr es ist einfach, dass ich so unendlich enttäuscht von ihm bin, dass ich diesen Menschen nie wieder sehen will?

Das man diesem Menschen nicht mal mehr eine Chance geben möchte? Ihr konntet mich nicht retten und ich konnte euch nicht retten. Weil wir alle unterdrückt wurden. Jeden Tag aufs Neue. Ein Tag nach dem Anderen. Eine Woche nach der Anderen. Ein Jahr nach dem Anderen…. Vor allem weil er sich dafür nie entschuldigt hat. Ich will nicht, dass mir so etwas je wieder im Leben passiert. Und dafür muss ich selbst stark werden.

Das kann ich nicht mit Papa in meiner Nähe. Wie viel wir ertragen mussten…. Es gibt keine aber auch gar keine Entschuldigung dafür, dass man ein Kind oder einen anderen Menschen schlägt. Mag sein, dass es Situationen für manche Menschen gibt, in denen sie die Kontrolle verlieren, aber dann haben diese Menschen die verdammte Pflicht, sich dafür zu entschuldigen — auch bei einem Kind. Es ist als hätte er in mich hinein geschaut.

Er hat mich vollkommen erwischt. Es endete erst, mit 18 als ich ihm den Latsch aus der Hand riss, ihn zurück schlug und hasserfüllt anbrüllte: Du schlägst mich nie wieder. Es war aber nicht das Ende. Mein erster Mann schlug mich auch und ich dachte es wäre normal und hielt es 3 Jahre durch, bis ich einen Menschen fand, der mich an der Hand nahm und mich heraus holte. Es bleibt ein Leben lang. Ich würde gerne eine Umfrage machen — gerne via pn. Es geht um Erwachsene die als Kinder im christlichen Elternhaus aufgewachsen sind und mit Züchtigung erzogen wurden.

Wie habt ihr eure Kindheit in Erinnerung? Wie habt ihr die Züchtiung erlebt und wie fühlt ihr euch bei den Erinnerungen? Seid ihr gläubig geblieben als ihr 18 wurdet? Wie denkt ihr heute über Züchtigung? Habt ihr eigene Kinder? Wie erziehst du Sie? Ich habe mich so oft gefragt, warum ich immer versuche es allen und jedem Recht zu machen.

Selbst meine, eigentlich gut funktionierende Ehe, habe ich dafür schon aufs Spiel gesetzt. Nie gemerkt, dass ich oft einfach nur ausgenutzt wurde. Natürlich kann ich nicht alles damit rechtfertigen, aber ich arbeite an mir und hoffe endlich mehr Selbstwergefühl zu bekommen und mich einfach zu mögen wie ich bin, und das nicht nur von der Meinung anderer Menschen abhängig zu machen.. Schauen Sie mal hier: Mich persönlich würde interessieren, woran man für sich festmachen kann, dass zB eine Therapie sinnvoll wäre?

Hallo ich bin Rizgar Carut und bin 28 Jahre alt. Ich wurde in meiner Kindheit verspottet misshandelt geschlagen und beschimpft. Das ganze ging 13 Jahre so. Ich habe es denen schon vergeben aber die hören einfach nicht auf sich Lustig über mich zumachen. Sehr schön das hab ich gesucht,meine Ex-Frau hat mein Sohn geschlagen sie aber später wohl entschuldigt! Aber selbst in der Ehe hat sie ihn geschlagen und ich habe ihr gesagt sie soll das nicht machen und habe ihr gedroht damit sie das nicht mehr macht!

Sie hatte sich aber nur auf drängen entschuldigt bei ihm! Bei streitigkeiten mit ihr ist sie auch mit Fäusten auf mich losgegangen und ich habe mich umgedreht um nicht zurück zuschlagen,einmal war es so heftig das ich so sauer war habe ich gegen eine Lampe getretten,dauf hin wollte sie die Polizei anrufen! Sie hat jetzt einen neuen Freund über das internet kennengelernt,die Beziehung läuft nur über das interneter ist ex-Alkoholiker und sie sitzt täglich wenn sie nicht arbeiten muss nur am rechner und schreibt mit dem und kümmert sich nicht richtig um die Kinder,die Kinder sollen wäsche waschen und kochen und sie sitzt nur rum und schreibt mit dem!

Ich wahr jahre geschlagen von mein Vater richtig brutal das kann keiner so was erlebt wie ich jetzt bin 41 und sehr krank. Hallo, ich bin schon 78 Jahre und leide immer noch unter den Schlägen meines Vaters.

Der in seiner jähhzornigen Art, mir alles nachwarf, was ihm in die Finger kam. Ich bin die Äteste von zwei Geschwistern, welche als ich von zuhause auszog auch geschlagen wurden. Es gab nie ein Gerspräch mit meienem Vater, sondern er ging auf mich los und jagde mich wie ein Tier. Ich konnte meine ganzes Leben kein Vertrrauen in eine Partnerschaft finden und bin nach einer gescheiterten Ehe und als alleinerziehen-de Mutter alleine geblieben und fühle mich sehr einsam.

Gott habe ihn seelig. Als Dank bin ich heute alleine. Meine Töchter gehen auch weiterhin zum Vater und das ist unheimlich verletzend. Ich kann mich daran erinnern wie mein Vater als mein Bruder und ich uns gestritten haben ausgerastet ist. Wir sind dann weggelaufen denn wir wussten was kommt. Er hat uns eingeholt unsere Köpfe gepackt und uns wie zwei Kokosnüsse zusammengehauen.

Ich weiss das ich richtig benommen war und Sterne gesehen hab. Mein Bruder meint sowas wäre öfter vorgekommen ich hab keine Erinnerungen an die Zeit. Was ich sehe sind die Konsequenzen für mein heutiges Leben. Wie die Angst vor Gewalt mich immernoch beherscht. Auch verdränge und bagatelisiete ich die Situation. Ich glaube icj habe noch heute Angst vor meinem Vater. Der Witz ist mein Vater nennt mich Schwuchtel und hält mich für ein Weichei obwohl er es ist der sich an Schwächeren vergangen hat.

Ich merke wie die Angst mein Leben beherscht noch heute. Auch ich möchte mich für den Blog bedanken. Es ist so unglaublich hilfreich zu lesen, dass Andere das Gleiche erlebt haben.

Wir sind fünf Kinder — mittlerweile denke ich, dass unsere Eltern deshalb einfach überfordert waren — und wurden sehr oft von meinem Vater geschlagen.

Die Kleinen nicht so sehr aber ich als Älteste mehrmals pro Woche. Er war wahnsinnig ungeduldig und jähzornig. Damals konnte ich sehr schnell laufen. Mendozas Bericht kommt mir auch sehr bekannt vor. Die schlimmste Zeit war, als ich als Erste aus dem gemeinsamen Kinderzimmer in ein eigenes Zimmer ziehen sollte. Nachts wachte ich mit Alpträumen auf, suchte Zuflucht im Bett meiner Eltern und wurde von meinem Vater dafür mit Schlägen gezwungen allein in mein Zimmer zurückzugehen.

Auch ich habe übrigens jahrelang bettgenässt. Einmal hat sich mein Vater eingebildet, dass es die Aufgabe von guten Eltern sei, einen Rohrstock sichtbar neben der Tür hängen zu haben, damit die Kinder immer gewarnt sind. Ich sehe jetzt noch den ungläubigen Blick meiner Freundin, die zu uns zu Besuch kam und den Stock da hängen sah. Ich habe mich so unglaublich geschämt. Scham dafür, so schwach zu sein, dass man sich von einer anderen Person schlagen lässt.

Und Hass, Wut und Selbstverachtung. Ich war ziemlich oft wütend. Und ich habe mich selber mitschuldig gemacht. Manchmal musste ich ganz alleine auf meine vier jüngeren Geschwister aufpassen und habe völlig überfordert und ohne es besser zu wissen, auch zugeschlagen wenn sie nicht folgten. Mein Vater war auf einem katholischen Klosterinternat, wo er selber über Jahre hinweg misshandelt wurde. Wenn er davon erzählt, fühle ich kein Mitleid, sondern Verachtung und Ekel.

Welches Recht hat er denn, sich zu beklagen, der uns doch selber so brutal behandelt hat? Das Ganze hat für mich vielleicht zehn Jahre gedauert, von sechs Jahren bis sechzehn, da bin ich ausgezogen. Mein Abitur habe ich in km Entfernung zu meinen Eltern gemacht.

Ich war frei aber ich fühlte mich schuldig, die Kleinen so alleine zu lassen. Ich habe immer alles alleine geschafft, aber ich glaube ich muss mich demnächst trotzdem nach einer Therapie umsehen. Mein Bruder hat eine Psychose und war jahrelang bei verschiedenen Psychologen und Schamanen um seine Traumata aufzuarbeiten.

Ich fand das alles übertrieben und wollte damals nichts davon hören aber seit drei oder vier Jahren holt mich alles immer öfter ein. Manchmal bin ich depressiv, dann habe ich Versagensängste und alles kommt mir so mühsam vor. Ich möchte meiner Mutter gerne mehr helfen — sie hat so viel zu tun, weil sie vollzeit arbeitet und mein Vater bettlägerig ist aber ich kann immer noch schlecht mit seiner Anwesenheit umgehen. Für mich ist es diese innere Zerrissenheit, die mich ganz krank macht.

Kinder sind wie Hunde, sie brauchen einfach Liebe und kommen immer wieder zu der Hand gekrochen, die sie schlägt. Und genau diese Schwäche kann ich mir nicht verzeihen. Der Bericht trifft fast ins Schwarze. Denn nicht nur Eltern, sondern auch Ältere Geschwister schlagen ihre Geschwister. In meinem Fall weil die Eltern es vorgelebt haben, weil ein Klaps auf den Po früher als normal gilt.

Ich habe mich in diesen Zeilen sofort wiedergefunden. Sie wehrt sich und fühlt sich noch gut. Jetzt hat sie sogar mit meinem Sohn, der keine Schläge bekommen hatte, einen fingierten Polizeieinsatz ins Leben gerufen um mich ins schlechte Licht rückte. Vielen Dank für diesen Beitrag. Ich habe ebenfalls mit dem Thema der Verdrängung zu kämpfen.

Der Ablauf der Kindheit entspricht Ihrem Blog. Die Mutter gewalttätig der Vater nie da. Prügel und Erniedrigungen mit allem was zur Hand war. Ich habe Geschwister und heute mit unterschiedlichen Gefühlen zu kämpfen. Von Schuldgefühlen die Anderen nicht beschützt zu haben über Zweifel am eigenen Wert. Vieles wie das Thema Konfliktbewältigung konnte ich später lernen. Der Kontakt besteht seit 20 Jahren nicht mehr. Liebe empfinde ich seit Teenagerzeiten nicht mehr für sie nur eine sehr sehr tiefe Verachtung.

So kontrovers es mir selbst scheint ich empfinde auch Schamgefühl dafür dass ich misshandelt wurde und auch Sorge dass jemand sagt, Du wirst es schon verdient haben. Ihr Blog macht mir Mut und Stärkt mich in der Einsicht, dass es nicht richtig war was mir passiert ist und es nicht meine Schuld war. Die Folgen meiner Erziehung spüre ich heute nur zu gut. Mit 18 Jahren bin ich ausgezogen. Mit 45 ereilte mich die erste Depression und im Rahmen einer Therapie kam ich wieder auf die Beine.

Mein Vater versucht heute noch, Unfrieden zwischen seinen Kindern zu säen. Ich gehe ihm aus dem Weg und habe die Kontakte minimiert. Einfach nur krass, was hier geschildert wird. Da wirkt bei mir dagegen das, was ich erlebt habe gar nicht mehr so schlimm. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich mich bisher nicht an die Öffentlichkeit gewagt habe.

Wir wurden als Kinder immer verhauen, wenn wir nachts nicht schlafen konnten. Dann flog die Tür auf und es gab so richtig Haue. Hier begann der Psychische Terror. Sowohl meine Geschwister als auch meine Mutter machten keinen Hehl draus, dass ich nachts einnässte. Mittlerweile glaube ich, dass da sogar ein System hinter war, da ich damals als Kind noch anderen davon erzählte, dass es daheim Haue gab.

Tja, lange Rede, kurzer Sinn — aus uns sind alle nur Versager geworden. Die meisten sind hochverschuldet und haben keinen Job. Diesbezüglich halte ich mich immerhin mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser und habe auch keine Schulden. Durchsetzen kann ich mir solala, aber sobald ich gerade nen guten Lauf habe, überfällt mich Angst davor glücklich zu sein, da ich befürchte, vom Leben wieder saftig aufs Maul zu bekommen.

Ohja, und noch ein Tipp: Ich habe es bei meinem Elternteil getan. Zuerst wurde es verhement abgestritten, dann, als ich konkrete Situationen benennen konnte, hat sich mein Elternteil als Opfer dargestellt und gesagt: Ihr wart hyperaktiv, ihr wart nicht wie normale Kinder, ihr wahrt asozial und böse und ich musste so handeln, weil ihr eben nicht normal wart.

Klingt doch supi, oder? Das hilft dem ohnehin schon kaputten Ego doch enorm weiter. Mittlerweile bin ich in Therapie — allerdings nicht tiefenpsychologisch fundiert. Nur nachts schaffe ich es noch nicht. Immer holen mich die negativen Gedanken ein und manchmal schrecke ich noch hoch, wenn sich mitten in der Nacht eine Tür laut öffnet. Es hat fast schon etwas tragisch komisches an sich. Ja, Kinder wollen immer mit den Eltern kooperieren.

Manchmal sogar noch als Erwachsene, vor allem, wenn sie mit den Eltern noch identifiziert sind anstatt sich angemessen abgelöst zu haben.

Sehr interessanter Beitrag,der mein Denken über Menschen die zuschlagen können sehr bestätigt. Kann es auch sein das diese Menschen ihre Eltern verteidigen wenn man versucht mit Ihnen gemeinsam herauszufinden warum sie so aggressiv reagieren.

Ist man dann noch nicht an dem Punkt zu erkennen das man nicht richtig handelt und verteidigt deshalb immer noch sein Elternhaus? Welches ja nach aussen eine Vorzeigefamilie ist, aber wenn ich so hinter die Kulissen schaue wahrscheinlich eher gar nicht. Kann mir vielleicht jemand mit einem Rat helfen?

Meine Eltern haben mich immer wie Dreck behandelt, körperlich und seelisch. Hinzu kommt, dass sie mich bestehlen, wo es nur geht. Bei jedem Kontakt wird alles geleugnet und sich hervorgetan, was man alles für mich gemacht hätte. Lügen über Lügen, dreist bis zum GehtNichtMehr. Ziehe ich mich zurück wird gestalked und erpresst. Ich will den Kontakt abbrechen und untertauchen. Man hat mich allerdings gewarnt, dass das nicht so leicht möglich ist, besonders bei Eltern.

Man würde immer wieder gefunden. Wie kann ich vorgehen? Wie Cornelia kann ich Ihren Beitrag auch bestätigen. Meine Mutter war mit mir über fordert. Sie hat mich mit 17 J. Vater war Alkoholiker…soll jetzt keine Entschuldigung sein. Ich leidete an Verhaltensauffälligkeiten wie Bettnässen, Leistungsabfall in der Schule, Sprachstörungen, geringes Selbstwertgefühl… ,Heute als Erwachsener kann ich sagen, die Kindheit begleitet einen das ganze Leben lang.

Hatte in der Vergangenheit Depressionen und holte mir Hilfe, amb. Tagespflege in der Psychiatrie. Lernte mit Konflikten bzw. Bin jetzt stark und habe mein Leben wieder in den Griff bekommen. Ist es Angst, seine Meinung zu sagen oder nicht aktzepiert zu werden? Oder nur einem Streit aus dem Weg zu gehen? Es fällt mir immer noch schwer meine eigene Meinung zu vertreten.

Das sind alles die Spätfolgen einer gescheiterten Kindheit. Aber man kann an sich arbeiten und positiv in die Zukunft schauen. Auch ist es wichtig durch professionelle Hilfe die Kindheit aufzuarbeiten. Zu meiner Mutter habe ich ein gestörtes Verhältnis. Habe ihr verziehen, aber vergessen kann ich das nicht. Ihre Aussagen kann ich 65, w nur bestätigen! Meine Mutter hat nicht nur geschlagen, sondern teilweise aus Wut regelrecht geprügelt.

Das fand zwischen 5 und 12 Jahren statt. Ich hatte nie mehr Vertrauen zu meiner Mutter Liebe habe ich für sie keine empfinden können; Sie tut mir heute nur noch leid. Dir sofort Hilfe holen. Bei einer psychosozialen Beratungsstelle von der Stadt, Caritas o. Was soll ich tun..? Danke für den tollen Artikel. Warum schlägt man dann sein Kind? Hi habe irgendwie diese seite gefunden und möchte was loswerden was mich sehr bedrückt und ich auch nicht vestehe.

Bin 43 ,es begann so haben sie mir erzählt als baby wegen zuviel schreien wurde ich einfach aufs bett geschmissen ,tür zu bis es aufhörte. Irgendwann weiss nicht genau wann ging es los mit der lockeren hand. Es steigerte sich aufs keller einsperren und licht aus. Es war ihm wohl nicht genug ,denn er benutzte dann ein gürtel zuerst die glatte seite und dann die schnalle. Wie ihr euch vorstellen könnt war nichts mit sport mitmachen denn wer möchte schon sein rücken und beine zur schau stellen und erklären wie es passiert ist.

Der nächste schritt für ihn ein stock. Ich begann ins bett zu nässen Sein genialer plan damit es aufhört , eine heisse herd platte zur abschreckung.

Wie oft hab ich auf dem boden gelegen hab geweint und geschrien vor schmerzen und niemand ist gekommen um mir zu helfen. Es war als ob es selbstvertändlich ist ,so über mich herzufallen. In der schule ging es bergab alle mitschüler erzählten wie toll ihre eltern waren , Ende vom lied ich habe alle gehasst hab auf sie eingeprügelt bis ich von der schule geflogen bin,es hat bis heute gehalten.

Ich möchte nur normall leben , kein hass verspüren , mich für andere menschen freuen. Aber es geht nicht.

Das mit den Bücher Empfehlungen ist so eine Sache, weil es nämlich meine persönliche Subjektive Meinung darstellen würde. Das was ich dir empfehlen könnte, wäre vielleicht für dich nicht ausreichend, da letztendlich jeder von uns seine eigenen Landkarten, sprich seine ganz eigene persönliche Wahrnehmung der Welt hat.

Und deine Wahrnehmung wiederum beeinflusst deine Realität. Aber gut hier meine persönlichen Empfehlungen, auch auf die Gefahr, das manche Bücher nicht dein Interesse wecken könnte. Die Bücher von Jiddu Krishnamurti kann ich dir sehr empfehlen. Wichtig ist das du diese Bücher wirklich langsam lesen solltest, und das Gelesene, dir darüber Gedanken machen. Am besten mit Papier und Stift. Schreib einfach was in dem Moment oder die nächsten Tage durch den Kopf geht.

Krishnamurti ist ein Indischer Philosoph und Spiritueller Lehrer, einer der einflussreichsten Persönlichkeiten überhaupt. Hier wirst du die Möglichkeit bekommen, sehr viel über Glaubenssätze und Identitäten zu lernen, wie sie entstehen, was sie anrichten, und wie man lernt sich von innen neu zu Programmieren. Neid, zu Amerikanisch geschrieben usw. Egal, der Inhalt seiner Bücher sind Gold Wert. Du musst nicht alles auf einmal umsetzen, mach einfach das was du kannst.

Der Pfad des Friedvollen Kriegers, kann ich dir auch sehr empfehlen. Das Buch ist ein Super Buch für menschen die wirklich bestrebt sind auf der Suche nach sich selbst. Die 7 Wege zur Effektivität, kann ich dir auch nur Wärmstens empfehlen, eines der besten Bücher über persönliche Meisterung.

Trotzdem fanden wir eine Anzahl von Berichten über räuberische Übergriffe. Jahrhundert aus Frankreich, Estland und Norditalien, wo Historiker systematisch nach entsprechenden Niederschriften suchten. Historischen Dokumenten zufolge kamen im Zeitraum von bis über Menschen ums Leben. Es scheint, dass in diesen drei Regionen zwischen und mehrere hundert Personen getötet wurden. Weitere Berichte grundloser Angriffe bis Ende des Jahrhunderts kommen aus Schweden, Finnland und Norwegen.

Ein einziges Dokument wurde in Norwegen entdeckt — ein sechsjähriges Mädchen wurde im Jahr getötet. Diese letzten Fälle Gysinge-Fälle werden einem einzelnen Wolf zugeschrieben, der in Gefangenschaft aufgewachsen und entkommen war.

In Finnland und Karelien kam es im Jahrhundert zu einer Reihe von tödlichen Übergriffen. Die Ereignisse geschahen in 5 Cluster: Räuberische Übergriffe sind im Berichten zufolge starben in Polen fünf Kinder und 4 in Spanien Angeblich wurden in der Region Kirov Russland, — 36 Kinder getötet. Obwohl die entsprechenden Berichte umstritten und die Vorfälle unbestätigt sind, sind sie aufgrund der Details dennoch glaubwürdig.

Es gibt keine dokumentierten Fälle räuberischer Übergriffe mit tödlichem Ausgang in Nordamerika während des Allerdings gibt es acht gut dokumentierte Übergriffe aus den letzten 20 Jahren, in denen nicht-tollwütige Wölfe, meistens in Schutzgebieten, Menschen verletzten. Jahrhundert kommen Berichte über getötete Personen aus Indien. In diesen Regionen kam es zu einer Vielzahl von Situationen, in denen man von mindestens von Wölfen getöteten Kindern ausgeht.

Es sind Tendenzen erkennbar: Tollwut-basierte Übergriffe häufen sich im Winter und Frühling, während die räuberischen Attacken häufig im Spätsommer stattfinden. Wir konnten vier Faktoren identifizieren, die mit Wolfsangriffen auf Menschen assoziiert werden können:. Wenn Wölfe ihre Zurückhaltung Menschen gegenüber verlieren, z. Darunter fallen Situationen wie der Versuch, einen gefangenen oder in die Ecke getriebenen Wolf zu töten oder das Eindringen in besetzte Wurfhöhlen.

Die Mehrheit räuberischer Übergriffe vor dem Jahrhundert in Europa und heutigem Indien geschah in sehr "künstlichen" Lebensräumen, in denen mehrere Faktoren verändert wurden: Wenig bis keine Beute, die Wölfe nutzten vorwiegend Müllhalden und Haustiere als Nahrung; unbeaufsichtigte Kinder, die u.

Wir glauben nicht, dass so wenig Beute vorhanden war, dass die Wölfe gezwungen waren, Kinder als Nahrung zu nutzen, es gehört einfach zur Ökologie der Wölfe, dass sie Menschen in solchen Situationen näher kommen, was wiederum zu den seltenen räuberischen Angriffen führte. Sobald Wölfe sich von Menschen ernährten, taten sie es, bis sie selbst getötet wurden. Zusätzlich, so glauben wir, führte die intensive Verfolgung dazu, dass aggressive und wenig scheue Wölfe heraus selektiert wurden.

Zusammenfassend glauben wir, handfeste Beweise dafür zu haben, dass in den letzten Jahrhunderten Menschen von sowohl gesunden als auch erkrankten Wölfen getötet wurden. Es hat den Anschein, dass die Zahl der Übergriffe im Jahrhundert dramatisch zurückgegangen ist. Eine faire Zusammenfassung unserer Ergebnisse wäre diese: Räuberische Attacken galten in erster Linie Kindern.

Übergriffe generell gesehen sind ungewöhnlich, aber dann gehäuft, und Menschen fallen nicht in das Spektrum ihrer normalen Beute. Basierend auf den Fakten, dass Wölfe eine Gefahr für Menschen darstellten, ist es leicht zu verstehen, warum wir eine "kulturelle Angst" vor Wölfen haben, die durch Mythen und Geschichten noch bestärkt wird.

Aktuellen Schätzungen zufolge leben Trotz dieser hohen Zahlen konnten wir Berichte über lediglich vier Personen in Europa, vier in Russland und keine Personen in Nordamerika finden, die in den letzten 50 Jahren durch nicht-tollwütige Wölfe getötet wurden.

Die entsprechenden Zahlen für Tollwut-basierte Übergriffe liegen bei fünf, mehr als vier, und null. Es wird deutlich, dass das Risiko, von einem Wolf angegriffen zu werden, unter den aktuellen Umständen sowohl in ganz Europa als auch in Nordamerika sehr, sehr gering ist. Die niedrige Angriffs-Rate ist wahrscheinlich damit zu erklären, dass die meisten Faktoren, die mit Wolfsübergriffen in Verbindung gebracht werden, nur noch sporadisch zu finden sind. Trotz des geringen Risikos, von Wölfen angegriffen zu werden, haben wir eine Reihe von Management-Empfehlungen, die helfen sollten, das Risiko von Wolfsangriffen weiter zu senken.

Jeder Wolf, der seine Scheu vor dem Menschen verliert und auf aggressive Art und Weise agiert, sollte der Population entnommen werden. Streng regulierte Jagd kann in manchen Situationen nützlich sein, die Scheu der Wölfe zu erhalten, und wird gleichzeitig ein Gefühl lokaler Ermächtigung und Kontrolle über die Wolfsituation auslösen. Das für Wölfe verfügbare Beutevorkommen kann in den meisten Regionen Europas als sehr gut bezeichnet werden.

Es wird für Ranger und Förster im Original "game manager", Anm. Wildtier-Management-Büros sollten Aktionspläne erstellen, wie mit Wölfen umzugehen ist, die sich aggressiv verhalten oder ihre Scheu verlieren.

Diese Pläne sollten mit denen für Braunbären koordiniert werden. In anderen Regionen wird an diesem Ziel gearbeitet. Obwohl die Mehrheit der Wölfe wahrscheinlich nie aggressives Verhalten dem Menschen gegenüber zeigen wird, ist es wichtig, Managementpläne zu entwickeln, die alle Wölfe abdecken, auch die tollwütigen, kranken, scheulosen, die Hybriden und anderweitig untypischen.

Weitere Konflikte wegen empfundener oder möglicherweise auch realer Konkurrenz zwischen Jägern und Beutegreifern in Bezug auf die Huftiere existieren schon seit Jahrzehnten. Allerdings verschob sich die Forschung in den späten er Jahren weg von der Ökologie der Beutegreifer und ihrer Beute hin zu den sozialen Aspekten in Bezug auf menschliche Einstellungen und Verhalten. Die sozialen Fragen um Konflikte mit Beutegreifern sind komplex und reichen von den fundamentalen Aspekten der Wertsysteme und Menschenrechte über den Kontrollverlust bis hin zum eigentlichen Kern der Konflikte: Die Gewichtung dieser Angst wurde umso deutlicher, je stärker sich die Wolfspopulation in Skandinavien erholte.

Angst vor Wölfen war durch die Geschichte Europas hindurch weit verbreitet. Trotz der Neigung der Öffentlichkeit, dem Wolf das Existenzrecht zuzusprechen, scheint es noch viele Menschen zu geben, die den Wolf fürchten.

Die Existenz dieser Furcht hat sichergestellt, dass öffentliche Debatten über Wolfsmanagement und Schutz immer hochemotional geführt werden. Obwohl Bären Ursus spec. Zu diesem Zeitpunkt ist keine Übersicht über Wolfsangriffe auf Menschen verfügbar. Mit der Abwesenheit von Wissen gelang es Interessensgemeinschaften, dieses Vakuum auf der einen Seite mit dem Bild eines harmlosen gottgleichen Tieres und auf der anderen Seite mit dem einer grausamen Bestie zu füllen.

In einem Klima von Verleugnung und Vorwürfen ist wenig Raum für eine sachkundige Debatte, die notwendig ist, um ein rationales Wolfsmanagement durch demokratische Institutionen zu erstellen Schlickeisen Diese Untersuchung zielt drauf ab, das vorhandene Wissen über Wolfsattacken in Nordamerika und Eurasien zusammenzufassen, und zwar sowohl aus der Neuzeit als auch aus den letzten Jahrhunderten. Auch ist keine Form von Statistik in der Datensammlung verwendet worden.

Diese Aufgabe wäre unmöglich zu bewältigen. Die Daten entspringen aus potentiell befangenen Berichten unterschiedlichster Qualität. Hier heraus können wir nur vage Muster zeigen.

Unsere spezifischen Forschungsfragen waren:. Mündliche Überlieferungen und niedergeschriebene Volksmärchen Eurasiens und Nordamerikas berichten von vielen Wolfsattacken mit tödlichem Ausgang. Einige der Geschichten reichen zurück bis Aristoteles. Allerdings ist die Zuverlässigkeit dieser Erzählungen sehr fragwürdig.

Zum Beispiel existiert "Rotkäppchen" seit in schriftlicher Form und hat ein asiatisches Pendant, in dem ein Tiger die Rolle des Wolfes übernimmt Dundes Keiner glaubt heutzutage, dass die Geschichte mit einem sprechenden Wolf sich so zugetragen haben kann.

Jedoch klingen viele andere Erzählungen nicht so fantastisch. Der Erzählung nach wurde er am Heiligabend von einem Wolf angegriffen, den er mit seinem Schwert erschlug.

Als das Rudel den Kadaver aufgefressen hatte, verfolgte es den inzwischen weitergewanderten Soldaten und umkreiste ihn. Als er versuchte, sein Schwert zu ziehen, war es durch das Blut des ersten Wolfes in der Scheide festgefroren. Der norwegische Zoologe Sigurd Johnson hielt diese Geschichte für eine sehr glaubhafte Darstellung eines Wolfsübergriffs.

Diesem Ereignis wurden sogar ein Denkmal und ein Gedicht gewidmet. Allerdings gibt es unterschiedliche Versionen der Schilderung in den verschiedensten Regionen Norwegens, Finnlands und Schwedens Melin , Snerte Eine andere häufig wiederkehrende Geschichte in Skandinavien, Finnland und Russland handelt von einer Familie, deren Pferdeschlitten von Wölfen verfolgt wird.

Die Tatsache, dass jede fantastische Erzählung detailgetreu in den unterschiedlichsten Gegenden immer wieder erzählt wird, macht es unwahrscheinlich, dass alle der Wahrheit entsprechen, auch wenn wahre Begebenheiten als Grundlage nicht ausgeschlossen werden können. Deren Berichte handelten oft von dem Erzähler, wie er oder auch sein Bekannter von blutrünstigen Wölfen verfolgt und angegriffen wurde. In den meisten Fällen war der Held glücklicherweise im Besitz einer Schusswaffe, mit der er sich aus der Situation befreien konnte.

Auch im Internet kursieren viele solcher Berichte. Wir untersuchten die Wolfsübergriffe nicht vor Ort, und viele Berichte kommen aus Zeiten, in denen standardisierte forensische Methoden und einheitliche Dokumentationsformen noch nicht existierten. Auch konnten wir keine originalen historischen Aufzeichnungen bekommen, so dass viele Berichte durch Wiederholung und Interpretation verfälscht waren. Daher ist bei den hier präsentierten Fällen auch immer ein gewisser Grad an Ungewissheit dabei, insbesondere bei den Fällen aus dem Dennoch haben wir für diesen Zeitraum jene Fälle genommen, für die es zeitgenössische schriftliche Dokumentationen gab.

In einigen Fällen haben wir auch ohne Schriftstücke gearbeitet, weil entweder die interviewte Person sich mit der Materie gut auskannte oder ein Autor entsprechende Ereignisse als glaubhaft einstufte.

Da die Daten von so unterschiedlicher Qualität sind, ist es schwierig, sie in eine Art Glaubwürdigkeits-Index einzuordnen. Als effektivsten Indikator für die Glaubwürdigkeit eines Berichts betrachten wir die Quellen der Informationen.

Jede Quelle hat die ihr eigenen Vor- und Nachteile. Für jeden Fall ist es wichtig, folgende Fragen zu beantworten: Die wichtigsten Quellen, die wir untersuchten, beinhalteten:. Diese Fälle wurden von professionellen Ökologen, Medizinern und Tiermedizinern aufgeschrieben und haben in unseren Augen die höchste Glaubwürdigkeit. Die Daten stammen in erster Linie aus dem In dieser Kategorie fassen wir veröffentlichte Fälle, Fälle in offiziellen Aufzeichnungen sowie die Fälle aus persönlicher Kommunikation zusammen.

Todesursachen werden meistens in Kirchenbüchern die bis mindestens ins Jahrhundert zurückreichen sowie anderen administrativen Büchern aufgeschrieben. Die Kirchenbücher in Europa entpuppten sich als besonders reichhaltige Quelle für Fälle, in denen "Wolfsangriff" als Todesursache notiert wurde. Da es eine eher ungewöhnliche Todesursache ist, vom Wolf getötet zu werden, kann man davon ausgehen, dass dies wohl nicht notiert wurde, um andere Ursachen wie z.

In anderen Worten hatten Priester und Beamte nur wenig zu gewinnen, wenn sie behaupteten, dass jemand von einem Wolf getötet wurde, obwohl das nicht stimmte. Diese Datenquelle wird als relativ zuverlässig eingestuft. Das einzige Problem ist, dass in einigen Fällen Autoren Zusammenfassungen offizieller Dokumente präsentieren, die zum Teil mehrere Jahrhunderte abdecken.

Das macht es schwer, die einzelnen Ereignisse zu bewerten. Einige Informationen stammen lediglich aus Zeitungsberichten und aus Interviews oder persönlichen Gesprächen. Einige müssen mit Vorsicht behandelt werden, denn bei vielen Fällen, für die wir Beweise suchten, konnten keine gefunden werden. Andere Vorkommnisse wurden von unabhängigen Informanten so ausführlich beschrieben, dass sie zuverlässig erscheinen.

Nur Daten aus den ersten beiden Quellen sollten als relativ sicher betrachtet werden. Diese Fälle sind die drastischsten und sollten irgendeine Form von physischen Beweisen oder Dokumenten hinterlassen haben.

Das Kriterium "Kontakt" macht die Interpretationen von Opfern und Beobachtern weniger voreingenommen. Enger Sichtkontakt oder eine Begegnung mit einem Wolf kann auf viele Weisen wahrgenommen werden aggressiv oder freundlich , abhängig von der Persönlichkeit des Beobachters und seinen Erfahrungen mit Wölfen. In jeder Studie, die darauf basiert, historische Dokumente, Zeitungs- und Zeitschriftenartikel, traditionelle Literatur etc.

Diese Fehler entstehen durch Übersetzungsfehler, Fehler in den Aufzeichnungen, Übertreibung "dichterische Freiheit" , Ignoranz, oder absichtliche Verzerrung der Wahrheit, um sie zu verschleiern. Deutlich wird das Problem an diesen Beispielen:. Gerade bei mündlichen Berichten schleichen sich durch die Wiederholung oft Fehler ein:. Es stellte sich heraus, dass der besagte Briefträger gesund und munter war und lediglich einmal gesehen hatte, dass zwei Wölfe ihn verfolgten.

In Schottland wurde um herum ein Bericht geschrieben, laut dem zwei Kinder von einem Wolf getötet worden waren. Eles untersuchte zwei Fälle aus Südschweden, in denen Berichten zufolge Wölfe im Jahrhundert Kinder getötet haben sollen. In Polen wurde in den ern berichtet, dass eine junge Lehrerin von Wölfen gefressen worden wäre.

Ihr Freund hatte es damals geschafft, sie nach Schweden zu schmuggeln, und sie nutzten den Trick, um ihre Familie vor einer möglichen Bestrafung durch die Regierung zu schützen. In Britisch Kolumbien, Kanada, gab es vor kurzem einen Fall, in dem man zuerst glaubte, dass das Opfer von einem Puma angefallen worden war Corbett pers. Aufgrund dieser Annahme wurde der Tatort nicht wie ein solcher behandelt, und die Jäger und ihre Hunde zerstörten auf der Jagd nach einem nicht-existierenden Berglöwen mögliche Spuren und Beweise am Tatort.

Erst die Autopsie zeigte, dass das Opfer in Wahrheit mit einem Messer erstochen worden war. Solche Fälle sind aufgrund der Seltenheit von Wolfsübergriffen natürlich nur dann möglich, wenn es gerade zu entsprechenden Übergriffen in der Region kommt. Bei unserer schriftlichen Umfrage in Rumänien konnten von Fragebögen gleich aussortiert werden, weil sie sich auf Hundebisse bezogen.

Im Iran untersuchte ein Wissenschaftler einen Fall, in dem ein Schäfer "von einem Wolf getötet" worden war. Genauere Nachforschungen brachten ans Licht, dass Wölfe zwar die Herde angegriffen hatten, die Schäfer und ihre Hunde den Angriff aber abwehren konnten, ohne dass einer von ihnen verletzt worden wäre.

Direkt nach dem Vorfall setzte sich ein älterer Schäfer hin und starb, vielleicht an einem Herzinfarkt. Dieser Vorfall wurde als "Tötung durch einen Wolf" aufgeschrieben, obwohl kein Wolf den Schäfer berührt hatte Joslin Es ist nicht ungewöhnlich, dass Personen, die geringfügige Hundebisse erlitten haben, plötzlich an schweren medizinischen Komplikationen leiden, die durchaus tödlich enden können, z.

Es ist zu vermuten, dass solche Komplikationen auch mit Wolfsbissen einhergehen. Daher ist es schwer, einzuschätzen, ob die Todesursache "Tod durch Wölfe" meint, dass der Wolf eine Person direkt getötet hat oder die Person durch die Folgen einer eher geringfügigen Verletzung aus dem Übergriff ums Leben kam.

In vielen Fällen wurden die Leichen von Personen, die sich in den Wäldern verlaufen hatten, später oft stark verwest und teilweise gefressen aufgefunden. Natürlich könnten sich Wölfe an den Kadavern gütlich getan haben, aber es gibt viele andere Aasfresser. Obwohl es selten echte Beweise gab, dass die betroffene Person von einem Wolf getötet wurde, schob man dem Wolf für die Presse die Schuld zu. Solche Geschichten findet man in vielen Ländern zB.

Rumänien, Griechenland, Russland und tauchen besonders häufig zu Kriegszeiten auf. Ein klassisches Beispiel kommt aus Alaska: Seine Freunde machten sich auf die Suche und fanden seinen halbverspeisten Körper und Kleidungsfetzen etwa 15m von seiner Hütte entfernt.

Im Schnee waren Wolfsspuren zu finden. In solchen Fällen ist es unmöglich zu bestimmen, ob die Wölfe ihn töteten oder ob sie die einfache Nahrungsquelle nutzten, nach dem er beim Wasserholen an Herzversagen oder vielleicht auch Schlaganfall starb. In sehr alten historischen Aufzeichnungen besteht das Risiko, dass der Begriff "Tod durch Wolf" genutzt wurde, um andere Todesursachen zu beschönigen.

Im Germanischen und Angelsächsischen z. Ähnlich war es in Schweden, wo der Begriff "varg", der für alles genutzt wurde, was falsch war, insbesondere Kriminelle, das originale Wort "ulv" ersetzte. Für die mittleren Jahrhunderte des letzten Jahrtausends ist es wichtig zu beachten, dass die damaligen Menschen an die Existenz von Werwölfen glaubten, und viele Morde wurden vermutlich dem Wolf oder seiner dem Aberglauben entsprungenen Reinkarnation angelastet.

Zusätzlich wurden im Mittelalter viele Tiere, auch Wölfe, von religiösen Gerichten verurteilt und für ihre Taten mit dem Tode bestraft. Es besteht die Möglichkeit, dass viele dem Wolf zugeschriebene Attacken eigentlich von Haushunden oder ihren verwilderten Artgenossen, Wolf-Hund-Hybriden oder ähnlichen Arten wie dem Schakal Canis aureus oder Kojoten Canis latrans ausgeführt wurden. Die menschliche Fähigkeit, das attackierende Tier im Schock und Stress der Attacke korrekt zu identifizieren, ist eher gering.

Übergriffe von Haushunden tollwütig und nicht-tollwütig kommen wesentlich häufiger vor als Wolfsangriffe. In Norwegen in , Finnland er und Frankreich in erschienen in den Medien einige Personen, die behaupteten, von einem "Wolf" gebissen worden zu sein. In allen Fällen kam es zu vielen Widersprüchen, so dass die wahrscheinlichste Erklärung der Hundebiss war. In vielen Fällen wurden Personen gegen Tollwut geimpft, nachdem sie dem Virus durch den Kontakt mit einem tollwütigen Wolf ausgesetzt waren.

Allerdings befanden sich unter diesen Personen etliche, die geimpft wurden, weil sie den toten Wolf berührt hatten, und nicht nur jene, die von dem Wolf angegriffen oder gebissen wurden. Wenn man also die Zahl der Menschen betrachtet, die wölfischer Tollwut ausgesetzt waren, ist die Zahl nicht automatisch identisch mit der Anzahl der wirklich attackierten Personen.

Um überhaupt Daten für diese Studie zu bekommen, waren wir stark auf das Kontakt-Netzwerk unserer Autoren angewiesen. Zusätzlich kontaktierten wir unzählige Professionelle Wissenschaftler, Ranger etc. Diese Professionellen wiederum standen in Kontakt mit etlichen Jägern, Förstern und anderen Personen in den Wolfsgebieten.

Als Ergänzung zu diesem riesigen Netzwerk haben wir eine Vielzahl an Organisationen bzgl. Schutz, Jagd, Historik, etc. Durch dieses enggestrickte Netzwerk ist es sehr wahrscheinlich, dass auch Wolfsangriffe ohne Aufzeichnungen erwähnt worden wären.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass unsere Datensammlung für die letzten 20 bis 40 Jahre — wenigstens für Europa und Nordamerika - vollständig ist. Dabei legten wir einen besonderen Schwerpunkt auf europäische Länder, in denen Wölfe relativ häufig vorkommen - Italien, Spanien, die drei baltischen Staaten, Polen und Rumänien.

In Rumänien schickten wir Studenten eines Wildtiermanagement-Kurses mit Fragebögen in ihre Heimatorte, um noch Informationen über möglicherweise ungemeldete Wolfsangriffe zu bekommen. Es ist durchaus möglich, dass wir einige Fälle von Wolfsangriffen übersehen haben — entweder gab es keine Aufzeichnungen, oder wir haben einfach keine gefunden.

Die beschriebenen Ereignisse hier sind somit lediglich Beispiele von Wolfsübergriffen, die wir finden konnten, und die wir für glaubwürdig halten. Allerdings glauben wir nicht, dass wir viele aus den letzten Jahren übersehen haben können — aus folgenden Gründen:. Das englische Wort für Tollwut "rabies" kommt aus dem Sanskrit: Tollwut ist eine virale Infektion des Zentralen Nervensystems. Der häufigste Infektionsweg ist der Tierbiss, manche infizieren sich durch den Speichel eines betroffenen Tieres, der mit Schleimhäuten eines anderen in Kontakt kommt.

Obwohl Tollwut hochansteckend ist, führt nicht automatisch jeder Biss zu einer Neuinfektion, wahrscheinlich weil entweder nicht genug Viren übertragen wurden oder der Biss zu schwach war. Ein Biss führt zu einer lokalen Infektion mit geringer viraler Replikation, gefolgt von einer langsamen Ausbreitung durch das periphere Nervensystem in das zentrale Nervensystem.

Die Inkubationszeit liegt zwischen zwei Wochen und mehreren Monaten. Während der klinischen Phase der Krankheit entwickeln viele Patienten die "Wutphase", die sich zusammensetzt aus Phasen der Übererregbarkeit wechselnd mit Phasen, bei denen der Patient bei klarem Verstand ist.

Klassische Symptome sind exzessives Speicheln und Hydrophobie. Opfer fallen typischerweise später ins Koma und sterben an multiplem Organversagen. Wird der Patient unmittelbar nach der Ansteckung behandelt, kann der Ausbruch der Tollwut in den meisten Fällen verhindert werden. Die Behandlung nach der Ansteckung wurde von Pasteur Ende des Jahrhunderts entwickelt und im Das Ergebnis dieser Behandlungsentwicklung ist, dass die Krankheit, die vor dem Jahrhundert immer tödlich verlief, nun meistens gut behandelbar ist.

Trotz der Entwicklung einer effektiven Behandlungsmethode sterben weltweit geschätzt Die Hauptquelle für Tollwutinfektionen beim Menschen ist und bleibt der Haushund, obwohl in einigen Regionen auch noch Reservoire in Wildtieren existieren. Die Hauptspezies, die als Überträger dient, variiert von Region zu Region. Allerdings wurde die Tollwut in Westeuropa und Nordamerika bei Haushunden durch Impfungen und strenge Kontrollen ausgerottet.

Die Fälle von angesteckten Menschen gehen seitdem entsprechend gen Null. In diesen Gebieten steigt die Wichtigkeit wilder Reservoirs. Wölfe scheinen in Europa und Asien bei der Übertragung von Tollwut auf Menschen eine entscheidende Rolle zu spielen, die frühesten Berichte stammen hier aus dem In den meisten Gebieten ist es unwahrscheinlich, dass Wölfe der Krankheit als Reservoire oder primäre Überträger dienen.

Fälle erschienen eher isoliert: Zumindest in Nordamerika scheint es bei Polarfüchsen periodisch wiederkehrende Tollwutwellen zu geben, und während des Höhepunkts der Krankheitswelle treten häufig die Fälle mit tollwütigen Wölfen auf. Im Osten der Mittelmeerregion, im Mittleren Osten und zentralasiatischen Regionen speziell Iran ist Tollwut bei Wölfen wesentlich häufiger als woanders und spiegelt sich wider in den hohen Zahlen diagnostizierter Tollwut, resultierend aus vielen gebissenen Patienten.

Der genaue Grund für die hohe regionale Verbreitung ist unklar, kann aber an der regionalen Schakalpopulation liegen. Zumindest gelten in Afrika, wo tollwütige Schakale genauer untersucht wurden, Schakale als Hauptüberträger der Krankheit Linhart et al. Zusätzlich ist Tollwut bei afrikanischen Haushunden in den einschlägigen Schakalgebieten sehr stark vertreten. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Tollwut bei Wölfen in Europa früher wesentlich häufiger vorkam, bevor die Tollwut bei Haushunden im Jahrhundert in Europa ausgerottet wurde, und weil Wölfe in der Vergangenheit stärker vertreten waren.

Wölfe scheinen nach Ansteckung ungewöhnlich häufig eine heftige "Wutphase" zu entwickeln Beran Daher werden oft viele Menschen und Haustiere während einer Attacke gebissen, zumal der Wolf in dieser kurzen Phase der Krankheit lange Strecken zurücklegen kann.

Herrero unterteilte Bärenattacken auf Menschen in zwei Kategorien. In der ersten und häufigsten Kategorie wurde der Bär überrascht, oder er fühlte sich bedroht und griff zu seiner Verteidigung an. Die zweite Kategorie umfasst die räuberischen Übergriffe, bei denen der Bär sein Opfer als Beute ansieht. Die Unterscheidung dieser zwei Angriffsformen bildet noch heute die Basis für die entsprechenden angemessenen Reaktionen, die von den nordamerikanischen Parks und Ministerien empfohlen werden.

Im Fall der wilden Wölfe ist es wichtig, drei Kategorien zu unterscheiden: Trotz allem ist es nicht immer möglich, einen Fall einer bestimmten Kategorie zuzuordnen, besonders, wenn es sich um sehr alte Aufzeichnungen handelt. Heutzutage ist die Zuordnung einfacher, weil ein Wolf später auf Tollwut getestet werden kann. Obwohl wir in Kapitel 9 kurz darauf eingehen, liegt unser Fokus auf den freilebenden Wölfen. Entsprechende Berichte ziehen sich durch Jahre niedergeschriebener Geschichte.

Das folgende Beispiel vom 3. Februar aus dem indischen Distrikt Aurangabad ist typisch. Die drei Opfer, die in den Kopf oder Hals gebissen wurden, starben an Tollwut, obwohl zwei von ihnen behandelt wurden. Die anderen Opfer wurden ebenfalls entsprechend behandelt und überlebten. Eines der Schweine starb direkt an den Folgen seiner Verletzungen, das andere 28 Tage später an Tollwut.

Zwei der drei gebissenen Bullen starben ebenso an der Krankheit. Das Muster tollwütiger Wolfsübergriffe ist bemerkenswert beständig: Einige Opfer erleiden lediglich kleine Verletzungen an Händen und Armen, während der Wolf bei anderen Attacken ausdauernder ist und das Opfer sofort tötet. Ein wichtiger Aspekt ist, dass die Opfer nicht angefressen werden und die Attacken nur an einem einzigen Tag erfolgen, maximal an zwei.

In anderen Aufzeichnungen wird von Jägern berichtet, die Wolfswelpen aus ihren Höhlen ausgruben und von einem adulten Tier - im Versuch, die Welpen zu verteidigen - gebissen wurden. Diese Übergriffe können als defensives Vorgehen eines verängstigten oder in die Enge getriebenen Tieres interpretiert werden.

Sie bestehen normalerweise aus einem einzelnen Biss, normalerweise in eine Extremität, und der Wolf attackiert daraufhin nicht weiter, sondern flieht, wenn möglich. In Nordamerika existiert eine gewisse Anzahl von Fällen, in denen Wölfe keine Scheu vor Menschen zeigten sei es durch Naivität oder Habituation und diese entweder bissen oder sich näherten. In einigen Fällen besteht der Verdacht, dass die Wölfe die Menschen als potentielle Beute untersuchten, was dazu führen konnte, dass der Wolf sich der Person stark näherte oder die Person sogar umwarf bzw.

In anderen Fällen schienen die Wölfe sich Objekte greifen zu wollen in zwei Begebenheiten handelte es sich um Schlafsäcke, in denen die Opfer schliefen und gerieten in Panik, als die Opfer aufwachten oder den Wolf überraschten. Diese Panik drückt sich oft in einer Serie schneller Bisse aus.

Auch hier - wie in defensiven Angriffen - versucht der Wolf nach den ersten Zubissen nicht, weiterzumachen, sondern ist leicht zu vertreiben. Räuberische Angriffe involvieren normalerweise einen einzelnen Wolf - oder ein einzelnes Rudel — der gelernt hat, Menschen als Beute zu betrachten. Bei diesen Fällen wurden die Opfer anhaltend direkt am Hals oder Kopf attackiert.

Die Körper wurden meistens weggeschleppt und konsumiert, es sei denn, der Wolf wurde gestört. Obwohl es immer wieder Einzelfälle gab, finden diese Attacken normalerweise räumlich und zeitlich begrenzt statt und enden mit der Tötung des Wolfes.

Seit frühester Zeit schienen die Menschen das Ziel gehabt zu haben, den Wolf auszulöschen. Aufzeichnungen von königlichen Erlässen und Prämien, um die Jagd reizvoll zu machen, reichen zurück bis in die Zeit vor dem Mittelalter. Die Anstrengungen waren in Nord- und Westeuropa am erfolgreichsten.

Intensiver Jagddruck plus die indirekten Effekte durch Zerstörung des Lebensraumes und der Nahrungsgrundlage durch Jagd hat die Population stark dezimiert. Jahrhundert aus, Irland folgte dem Beispiel im Der Druck hielt bis in die er an und resultierte entweder in der Ausrottung oder in einem historischen Tief der Populationsdichte- und Verbreitung Boitani , ; Yalden ; Linnell et al.

In den letzten 30 — 40 Jahren, in denen sich die menschliche Einstellung Wölfen gegenüber langsam wandelte, stoppte der Rückgang, in einigen Ländern wuchs die Population sogar wieder. So haben sich z. Tabelle 3 fasst die ungefähren Veränderungen der Wolfspopulationen der letzten Jahrhunderte in Europa zusammen. Zentral- und Nordeuropa löschten ihre Wolfspopulationen im Im Gegensatz dazu waren Wölfe in Ost- und Südeuropa immer existent, obwohl die dortigen Populationen immer wieder für kürzere oder längere Zeiträume dezimiert wurden Blanco et al.

Ein wiederkehrendes Ereignis war das Aufblühen der Populationen zu Kriegszeiten oder anderen Zeiträumen mit sozialem Unfrieden, wenn die Kontrollversuche vorübergehend aufgegeben wurden. Es ist wichtig zu beachten, dass die lokale Reduktion oder gar Auslöschung von Beutetierpopulationen wie Reh, Rothirsch, Elch oder Wildschwein immer einem Rückgang der Wolfspopulation vorangegangen war.

Nicht regulierte Jagd auf Huftiere durch die wachsende menschliche Bevölkerung, Waldrodungen für Ackerland und Siedlungen, Abgrasen der Flächen durch domestizierte Huftiere und die stetig wachsende Verfügbarkeit von Schuss- Waffen dezimierte das Vorkommen der wilden Huftiere im Jahrhundert auf ein Minimum Wotschikowski ; Breitenmoser ; Yalden Nachdem die wilde Beute verschwunden war, konnten die Wölfe sich anscheinend über längere Zeiträume von Nutztieren und Müll ernähren — wie sie es heutzutage in einigen Regionen immer noch tun Meriggi et al.

Es gibt zwei unbestätigte Berichte über Wölfe, die sich im zweiten Weltkrieg von Leichen ernährten, obwohl nicht klar ist, ob die Wölfe diese Menschen töteten oder die Personen verhungerten oder erfroren, bevor die Wölfe sie fanden. Im Frühsommer kursierte in den Zeitungen die Geschichte einer alten Frau und eines Schäfers, die beide von einem anscheinend tollwütigen Wolf gebissen wurden.

Es war unmöglich, herauszufinden, ob diese Geschichte der Wahrheit entspricht Elena Tsingarska pers. Aus der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg gibt es keine belegten Berichte über nicht-tollwütige Wolfsattacken Djuro Huber pers. Der European Wolf Newsletter brachte die Nachricht, dass am April ein Landwirt von einem tollwütigen Wolf gebissen wurde, als er versuchte, das Tier mit einem Knüppel zu töten.

Seit gab es einige Berichte über tollwütige Wölfe, in einem Fall starb eine alte Frau an ihren Verletzungen, einige Menschen benötigten die Tollwut-Nachbehandlung Kaal Abgesehen davon gibt es keine weiteren Aufzeichnungen aus den letzten Jahrzehnten.

Allerdings stammen aus demselben Zeitraum sechs Berichte von Bärenangriffen auf Menschen. In der Geschichte Estlands finden sich einige Aufzeichnungen über Wolfsattacken, besonders im Rootsie untersuchte Kirchenbücher und andere offizielle Dokumente, Briefe und historische Aufzeichnungen aus dem Estland des In diesen Unterlagen fand er Hinweise auf 82 Personen, die von tollwütigen Wölfen gebissen wurden und Fälle räuberischer Übergriffe. Die Tollwutfälle ereigneten sich in weiten Teilen Estlands.

Die Zusammenfassung befindet sich im Anhang 3. Es wird vermutet, dass eine Kombination aus Wolfshybriden wilde und auch aus menschlicher Obhut und zahmen Wölfen, aus menschlicher Obhut entkommen, für die Angriffe verantwortlich war.

In mindestens zwei Fällen trugen die Wölfe, die für die Tötung von Kindern verantwortlich waren und erschossen wurden, Halsbänder.

Offenbar war es damals üblich, wilde Wölfe als exotische Haustiere zu halten und Hybriden zu züchten, die als Jagdhunde dienten. Weil die Mehrheit dieser Übergriffe in den späten Sommermonaten stattfand, vermutete Rootsie , dass Fähen versuchten, ihre Welpen zu ernähren und somit für eine Vielzahl der Fälle verantwortlich waren. Allerdings könnte der Grund auch darin liegen, dass in jener Jahreszeit üblicherweise Kinder zum Hüten der Nutztiere eingesetzt wurden und deshalb leicht verfügbar waren.

Seit die Wölfe in den späten ern nach Frankreich nach fast Jahren Abwesenheit zurückkehrten, gibt es keine dokumentierten Angriffe auf Menschen. Allerdings wurde die historische Ökologie des Wolfes in Frankreich gut erforscht, und die Aufzeichnungen des Jahrhunderts beinhalten zahlreiche Hinweise darauf, dass Wölfe Menschen attackierten und töteten. Die Aufzeichnungen umfassen sowohl tollwütige Angriffe und jene räuberischer Natur.

Von den Toten waren 98 teilweise gefressen worden. Die Autoren untersuchten unzählige Dokumente aus unterschiedlichsten Quellen, darunter auch Kirchenbücher, Sterbeurkunden, offizielle Gutachten und private Briefe. Clarke fasste die Ergebnisse auf Englisch zusammen. Hieraus resultiert einer der am besten dokumentierten historischen Fälle von räuberischem Verhalten der Wölfe dem Menschen gegenüber.

Offenbar war es die lokale Bevölkerung gewohnt, dass immer wieder tollwütige Wölfe Menschen angriffen, aber schon kurz nach Beginn der Übergriff-Serie wurde deutlich, dass die Wölfe nicht tollwütig sein konnten, weil die Übergriffe immer über einen längeren Zeitraum gingen und die Opfer teilweise konsumiert wurden.

Hinzu kommen die vielen Opfer, die den Wolf vertreiben konnten und später trotz ihrer Verletzungen nicht an Tollwut starben, was unausweichlich gewesen wäre, hätte das angreifende Tier an dieser Krankheit gelitten.

Es wurden enorme Anstrengungen unternommen, die Wölfe zu töten — die Armee, mehrere adelige und königliche Jäger waren beteiligt. Zusätzlich wurden weite Teile der Bevölkerung zu Treibjagden mit herangezogen. Viele Wölfe fanden den Tod, aber erst als ein Wolf im Herbst getötet wurde, stoppten die Angriffe. Allerdings begannen die Angriffe nach kurzer Pause erneut, bis im Juni ein besonders riesiger Wolf erlegt werden konnte, in dessen Magen man menschliche Überreste fand.

Keiner der Übergriffe wurde dem Rudel nachgesagt. Die Angriffe ereigneten sich in einem Gebiet von etwa 90 x 80 km. Die Identität der Bestie wurde und wird kontrovers diskutiert, insbesondere, ob es überhaupt Wölfe waren, die für all die Toten verantwortlich waren. Alternative Hypothesen beinhalten Serienmörder oder andere Tiere, vielleicht eine Hyäne, die aus einem Zoo entkommen war. Juni bis Lorges Forst, Frankreich, In den folgenden zwei Monaten wurden 14 Tote durch Tollwut bestätigt, allerdings werden aufgrund der hohen Ansteckungsrate und dem fatalen Ausgang der Krankheit alle Toten dieses Übergriffs darauf zurückzuführen sein.

Dieses Ereignis wurde dokumentiert vom Bürgermeister der Stadt Pleisdy, vom regionalen Hospital, in einem Polizeibericht und in einem Brief eines Ministers de Beaufort In den folgenden drei Monaten starben Aufzeichnungen zufolge mindestens 6 der Opfer an der Tollwut. Allerdings warnte er sie vorher und starb in diesem Zustand ohne Möglichkeit der Heilung.

Marie Anne Boudou war rasend, auch sie hasste Wasser. Im Anhang 3 fassen wir weitere räuberische Übergriffe auf begrenztem Gebiet auf mehr als eine Person zusammen. De Beaufort hat zusätzlich viele weitere isolierte Fälle gefunden, in denen Wölfe Menschen töteten — bis in die Jahre um Tabelle 4. Allerdings besteht kein Zweifel, dass auch nicht-tollwütige Wölfe für eine Vielzahl an Todesfällen in Frankreich verantwortlich sind. Die zwei aktuellsten Fälle stammen aus den Jahren bzw.