Demokratische Republik Kongo

Am 7. Oktober wird die DDR gegründet. Rasch gelingt es der SED, ihre Macht auszubauen und Wirtschaft und Gesellschaft nach ihren Vorstellungen zu formen. Aufkeimende Widerstände werden im Geist des Stalinismus mit repressiven Mitteln bekämpft.

Während kriminelle Unternehmen profitierten, brach die sonstige Wirtschaft in der Kivu-Region fast vollständig zusammen. März britisches Englisch. Diese Seite wurde zuletzt am 8.

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Am 7. Oktober wird die DDR gegründet. Rasch gelingt es der SED, ihre Macht auszubauen und Wirtschaft und Gesellschaft nach ihren Vorstellungen zu formen. Aufkeimende Widerstände werden im Geist des Stalinismus mit repressiven Mitteln bekämpft.

Ein öffentliches Gesundheitssystem ist kaum vorhanden, viele der ohnehin kaum ausgebauten Einrichtungen wurden infolge des Krieges zerstört. Durch den dadurch hervorgerufenen Mangel an Hygiene treten häufig verschiedene Durchfallerkrankungen auf, ebenfalls weit verbreitet sind andere Infektionskrankheiten wie Typhus und Hepatitis A.

Weiterhin herrscht ganzjährig ein sehr hohes Malariarisiko im gesamten Land, während des Krieges soll allein diese Krankheit hunderttausende Tote pro Jahr gefordert haben, über ein Drittel davon Kinder unter fünf Jahren.

Sehr verbreitet ist auch die Schlafkrankheit , von der fast zwei Prozent der Bevölkerung betroffen waren. Eine weitere Ausbreitung konnte aber verhindert werden. Die Krankheit fordert jedes Jahr rund Formal ist zwar eine Grundbildung vorgeschrieben 6. Lebensjahr und staatlich garantiert, faktisch ist aber ein öffentliches Bildungssystem kaum existent.

Die meisten Schulen erhalten keine staatliche Unterstützung. Daher müssen die Eltern die Lehrer direkt bezahlen. Ein weiteres Problem ist der Mangel an Lehrpersonal. Es gab einige Ausbildungsstätten für Lehrer, für technische und medizinische Berufe, für Agrarwissenschaft und öffentliche Verwaltung sowie religiöse Seminare.

Diese führten jedoch nicht zu anerkannten Studienabschlüssen. Sie war eng verbunden mit der Katholischen Universität von Löwen in Belgien. Nach der Unabhängigkeit wurde eine Reihe von Fachhochschulen geschaffen. Die kongolesischen Universitäten gehörten einst zu den besten Afrikas. Heute ist die Unterrichtsqualität unzureichend. Es fehlt sowohl an Lehrmaterial als auch an qualifiziertem Lehrpersonal. Korruption ist auch hier anzutreffen. So werden Abschlüsse häufig durch Bestechung erworben.

Zum Zeitpunkt der Unabhängigkeit war ein Drittel der arbeitsfähigen Bevölkerung in einem festen Arbeitsverhältnis. Seitdem ist fast jeder gezwungen, zusätzliches Geld im informellen Sektor zu verdienen, bereits in den er Jahren war das reale Einkommen im Durchschnitt dreimal so hoch wie offiziell gezahltes Gehalt.

Die Verfassung von definiert den Kongo als einen säkularen, demokratischen Rechtsstaat mit einem semipräsidentiellen Regierungssystem. Der Präsident wird vom Volk in allgemeinen, freien und gleichen Wahlen für fünf Jahre direkt gewählt. Eine einmalige Wiederwahl ist möglich. Er ernennt den Premierminister und dessen Kabinett.

Die Mitglieder des Senats werden für fünf Jahre von den Provinzparlamenten gewählt, die Nationalversammlung mit Abgeordneten wird vom Volk gewählt. In der Praxis erfüllt der Staat, abgesehen von der erfolgreichen Wahl , in keiner Weise die Merkmale einer Demokratie und eines Rechtsstaates.

Eine Gewaltenteilung existiert nur in der Theorie, es gibt praktisch keine unabhängige Justiz, und Gesetze werden nicht durchgesetzt. Alle staatlichen Institutionen sind hochgradig korrupt und unzuverlässig und es ist seit Jahrzehnten allgemein üblich, dass Posten in staatlichen Institutionen und Betrieben zur persönlichen Bereicherung ausgenutzt werden.

Die territoriale Souveränität der Regierung ist insbesondere im Osten des Landes nicht mehr gegeben. Aufgrund ihrer Instabilität wird die Demokratische Republik Kongo als gescheiterter Staat bezeichnet, gleichwohl keine der zahlreichen Rebellengruppen, die seit der Unabhängigkeit existierten, je die Legitimität des Staates in Frage oder sezessionistische Forderungen stellten.

Mai beschloss das ernannte Übergangsparlament den Entwurf einer neuen Verfassung. Der Premierminister ist nun nicht mehr dem Präsidenten verantwortlich, sondern der Mehrheitsfraktion im Parlament. Oktober sollte das Volk über die neue Verfassung abstimmen. Februar trat die neue Verfassung in Kraft. Juli fanden die Wahlen für das Präsidentenamt und das Parlament statt. Es war die erste freie Wahl im Kongo seit Es gab 43 Bewerber für das Präsidentenamt, darunter zahlreiche frühere Rebellenführer, und über 60 Parteien für das Parlament.

Unterschiedliche Programme hatten die Kandidaten nicht zu bieten, es ging lediglich um die Frage, wer das Land zukünftig regieren durfte. Für den Fall, dass die ehemaligen Kriegsherren die Ergebnisse nicht anerkennen würden, wurden schwere Unruhen bis hin zu einem erneuten Ausbruch des Bürgerkriegs befürchtet.

Der Wahltag selbst verlief weitgehend friedlich. Die Ergebnisse der Parlamentswahl verhielten sich ähnlich: Die Ergebnisse waren wie schon bei dem Verfassungsreferendum sehr unterschiedlich verteilt, in den Ostprovinzen, die während des Krieges unter Rebellenkontrolle standen, erzielte Kabila sehr hohe Ergebnisse, während im Westen die Stimmen breiter verteilt waren.

Die befürchteten Unruhen blieben weitgehend aus, es kam lediglich zu begrenzten Gefechten zwischen den Truppen Bembas und Kabilas in Kinshasa. Da keiner der Kandidaten für das Präsidentenamt eine absolute Mehrheit erreicht hatte, fand am Die nächste Wahl fand am Im Vorfeld dieser Wahlen gab es Auseinandersetzungen um eine Verfassungsänderung, die nach Auffassung der Opposition die Wiederwahl Kabilas begünstigte.

Januar stimmte die Nationalversammlung und am folgenden Tag auch der Senat für eine Abschaffung der Stichwahl um das Präsidentenamt. Demnach reicht die einfache Mehrheit im ersten Wahlgang. Nach den Wahlen wurde am Dezember Antoine Gizenga , der alte Lumumbistenführer der er Jahre, zum Premierminister ernannt, am 7. Februar stand die neue, aus 60 Ministern und Vizeministern bestehende Regierung.

Erstmals seit Jahrzehnten gab es wieder eine Regierung, die eine gute Regierungsführung zumindest versuchte. September reichte Gizenga altersbedingt seinen Rücktritt ein, [J 22] Nachfolger wurde am Oktober Haushaltsminister Adolphe Muzito. Muzito trat am 7. Nachfolger als Premierminister wurde am April der bisherige Finanzminister Augustin Matata Ponyo. Er stellte am April sein neues Kabinett vor. Der Kongo ist eines der Länder, in denen die Menschenrechte wenig geachtet werden.

Dies trifft insbesondere auf die Kriegsgebiete zu, wo die Kriegsparteien kaum Rücksicht auf die Zivilbevölkerung nehmen. Vergewaltigung war und ist in der Demokratischen Republik Kongo eine Kriegswaffe. Die Organisation geht von der zehnfachen Zahl an Vergewaltigungen aus. In den meisten Hafteinrichtungen und Gefängnissen herrschten derart harte Bedingungen, dass sie grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung gleichkamen. Die LRA wird für den Tod von über 1.

Es wurden allerdings keine Hinrichtungen gemeldet — so Amnesty International. Sicherheitskräfte der Regierung und bewaffnete Gruppen überfielen und entführten Menschenrechtsverteidiger, schüchterten sie ein und bedrohten sie mit Mord. In Nord-Kivu mussten viele, die sich für die Menschenrechte einsetzten, untertauchen oder fliehen. Andere wurden zur Zielscheibe, weil sie an der Aufarbeitung politisch brisanter Menschenrechtsverletzungen beteiligt waren.

Im Jahr befanden sich Schätzungen zufolge immer noch bis Kinder in den Reihen bewaffneter Gruppen. Beide Seiten haben darüber hinaus Zivilisten bei Fluchtversuchen erschossen oder sie absichtlich in ihren Häusern verbrannt. Sie könnten nach Aussage des Berichts möglicherweise als Genozid bezeichnet werden. Die Demokratische Republik Kongo gehört einer Reihe von politischen und wirtschaftlichen Vereinigungen an: Bis waren aber erst etwa Dies ist vor allem im Osten des Landes, in den Kivuprovinzen der Fall, in der bis heute verschiedene lokale Milizen die Macht ausüben.

Bei Kämpfen im Kivu kam es immer wieder zu Massendesertationen tausender Soldaten. In der Demokratischen Republik Kongo herrscht traditionell eine streng zentralistische Verwaltung. Das Land war bis in zehn Provinzen und den Hauptstadtdistrikt gegliedert.

Die beschlossene Verfassung sah eine Dezentralisierung vor, bei der die 11 Gebietskörperschaften in 26 neue Provinzen mit eigenen Parlamenten aufgeteilt werden sollten. Diese Verwaltungsreform sollte erst komplett umgesetzt worden sein. Die folgende Tabelle gibt die derzeitigen Provinzen des Landes mit Fläche und ehemaliger Provinzzugehörigkeit an. Kinshasa wird offiziell nicht als Provinz, sondern als Hauptstadtdistrikt bezeichnet.

Von staatlicher Seite werden erst in jüngster Zeit Anstrengungen unternommen, den Zustand zu ändern. Seit Abschaffung einer Einheitsgewerkschaft besitzt das Land nun zwar mehrere unabhängige Gewerkschaften , welche aber kaum noch Einfluss auf die Unternehmen haben.

Die Wirtschaft des Landes erlebte in den vergangenen Jahrzehnten eine wechselvolle Entwicklung. In vorkolonialer Zeit war das heutige Staatsgebiet eine bedeutende Quelle für Sklavenhändler. Die von Sansibar aus operierenden islamischen Sklavenhändler , die von lokalen Herrschern und Milizen unterstützt wurden, beuteten das Land weit schwerwiegender aus als die Europäer im Westen des Landes.

Der Widerstand der Sklavenhändler wurde blutig niedergeschlagen. Der Bevölkerung wurde Zwangsarbeit auferlegt, um Elfenbein , Palmöl und vor allem Kautschuk zu exportieren. Mit der Gründung von Belgisch-Kongo rückte allmählich der Bergbau zum Hauptwirtschaftszweig auf, es wurden vor allem Kupfer und Diamanten abgebaut. Die Landbevölkerung wurde gezwungen, Exportprodukte wie Baumwolle und Palmöl zu produzieren.

Die Wirren nach der Unabhängigkeit und die Ausreise vieler Belgier hatten zunächst einen wirtschaftlichen Einbruch zur Folge, von dem sich das Land aber innerhalb weniger Jahre erholte. Es wurde erwartet, dass sich das Land innerhalb weniger Jahre zur Industrienation entwickeln würde. Als infolge der Ölkrise ab die Rohstoffpreise zu sinken begannen, begann auch der Niedergang der zairischen Wirtschaft. Die immer weiter ausufernde Korruption Mobutus und seiner Herrschaftsclique sorgte dafür, dass Exporteinnahmen nicht mehr reinvestiert wurden und die Wirtschaftsbetriebe verfielen.

Zwar stabilisierte sich die Lage kurzzeitig wieder, [J 14] [J 33] aber die Kriege ab führten zu einem weiteren Rückgang der Wirtschaftsleistung. Nach Kriegsende begann, getragen durch hohe Rohstoffpreise und internationale Investitionen im bedeutenden Bergbausektor, ein erneuter Aufschwung. Der Kongo zählt zu den rohstoffreichsten Ländern der Welt. Bergbauprodukte sind daher seit Jahrzehnten Hauptexportgut, wichtigster Devisenbringer des Landes und Haupteinnahmequelle des Staates. Der Reichtum an mineralischen Rohstoffen führte wiederholt zu politischen und bewaffneten Konflikten im Land.

Ein wichtiger Akteur ist dabei die südafrikanische IDC. US-Dollar , auf 9 Mrd. Als davon profitierende Sektoren wurden genannt: Besondere Bekanntheit hat seit Ende des Jahrhunderts der Abbau des Erzes Coltan erlangt. Es enthält die wirtschaftlich bedeutsamen Metalloxidminerale Columbit und Tantalit , aus denen Niob und Tantal gewonnen werden. Die noch in der Kolonialzeit und den ersten Jahren nach der Unabhängigkeit entstandenen Förderanlagen an einigen Orten sind heute mangels Instandhaltung weitgehend zerfallen, der Wiederaufbau kommt nur schleppend voran.

Diese Wirtschaftsform entzieht sich weitgehend staatlicher Kontrolle. Während des Krieges war der Verkauf von Bodenschätzen wichtigste Einnahmequelle sowohl für die Regierung als auch die Rebellen, auch die Nachbarstaaten und private Gesellschaften waren an der jahrelangen systematischen Ausplünderung des Landes beteiligt. Die Schürfer müssen ihre Erze zu Preisen, die weit unter Weltmarktpreisen liegen, an Exporthändler verkaufen, die von den lokalen Machthabern konzessioniert sind.

Dieses System beschert den Bewaffneten stetige Einnahmen und ermöglicht damit die Finanzierung des Krieges.

Um die Geldquellen der Profiteure dieser Geschäfte trockenzulegen, verhängte die Regierung am Während kriminelle Unternehmen profitierten, brach die sonstige Wirtschaft in der Kivu-Region fast vollständig zusammen.

Deshalb wurde das Bergbauverbot im März wieder aufgehoben. Die Erdölreserven im gesamten Staatsgebiet werden auf Millionen Barrel geschätzt, im Jahr wurden täglich rund Das Land besitzt Erdgasreserven von ,1 Millionen Kubikmetern, derzeit findet jedoch noch keine Förderung statt. Seit ging die landwirtschaftliche Produktion stetig zurück; besonders die Verstaatlichung ab , in der viele produktive Betriebe enteignet wurden, verursachte einen deutlichen Einbruch.

Seitdem wird die Landwirtschaft vor allem zugunsten des lukrativeren artisanalen Bergbaus vernachlässigt. Nur knapp drei Prozent der Landfläche wird landwirtschaftlich genutzt, dennoch macht die Landwirtschaft mehr als die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts aus und beschäftigt fast zwei Drittel der erwerbstätigen Bevölkerung.

Die Produktion von Nahrungsmitteln reicht für den Eigenbedarf nicht aus, das Land muss solche importieren. Ebenfalls besteht eine nennenswerte Holzwirtschaft. Der industrielle Sektor konzentriert sich heute auf die Verarbeitung der vorhandenen Bodenschätze.

Während des Wirtschaftsbooms um das Jahr wurde zwar mit dem Aufbau einer importsubstituierenden Industrie begonnen, diese war aber gegenüber Importen nicht konkurrenzfähig und verschwand bis in die er Jahre fast völlig. Die verarbeitende Industrie besteht heute aus Kleinbetrieben, die verschiedene Konsumgüter wie Textilien , Schuhe oder Zigaretten produzieren bzw. Lokale Handelsbilanzdefizite werden zumeist durch informellen Handel, der in den Statistiken nicht auftaucht, ausgeglichen.

Die bewaffneten Konflikte der näheren Vergangenheit haben dazu geführt, dass die Einrichtungen entweder direkt beschädigt oder ihr Erhalt vernachlässigt wurden. Somit ist mehr als die Hälfte der Anlagen dringend erneuerungsbedürftig. Unzureichende Wartung während der Herrschaft Mobutus sorgte dafür, dass in den er Jahren nur noch etwa Das ist ein Vielfaches dessen, was für öffentliche Investitionen in den letzten Jahren zur Verfügung gestanden ist.

In Deutschland waren es im selben Jahr 4,3 Tote. Insgesamt kamen damit über Die Rate an Verkehrstoten ist noch weitaus höher wenn man sie der niedrigen Motorisierungsrate des Landes gegenüberstellt.

In der Kolonialzeit wurde der Ausbau eines Eisenbahnnetzes vorangetrieben, vorrangig zur effizienteren Ausbeutung der Rohstoffe, die per Bahn schneller aus dem Landesinneren an die Küste gelangen konnten. Heute verfügt die Demokratische Republik Kongo auf dem Papier über rund Kilometer Gleis [11] in mehreren voneinander unabhängigen Netzen.

Diese eingleisige Strecke stammt in ihrer heutigen Streckenführung aus den er Jahren. Im Vergleich mit den Eisenbahnnetzen seiner Nachbarländer verkehren auf den Schienen des Kongo sehr wenige Züge, die Indikatoren für Effizienz und Zuverlässigkeit sind deutlich schlechter und die Preise für die Güter- wie Personenbeförderung deutlich höher. Er liegt nahe der Kongo-Mündung, hat jedoch den Nachteil, dass er aufgrund der geringen Tiefe des Flusses nur von kleinen Schiffen erreicht wird, womit er vom Umladen in Pointe-Noire abhängt.

Mombasa für den Nordosten, Daressalam und Durban für den Südosten. Dies gilt auch für die kleineren Häfen Boma und Banana. November die ersten Grenzübergänge geöffnet? Testen Sie Ihr Wissen! Beginnt ein autoritäres Jahrhundert? Zuflucht gesucht - Seeking Refuge Wahre Welle. Film-Highlights Bundestagswahlen Zahlen und Fakten: Der Kapitalismus Ohrenkuss Was ist das? Informationen zur politischen Bildung Nr. Ost-Berliner Aufständige und ein sowjetischer Panzer am Quellentext Einheitsliste für die Volkskammerwahl im Oktober Der Demokratische Block, die Einheitsfront der antifaschistisch-demokratischen Parteien, trat am Donnerstag, 6.

Oktober dieses Jahres Stellung zu nehmen. Für die Volkskammer wird an der im Artikel 52 der Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik festgesetzten Abgeordnetenzahl von Mitgliedern festgehalten.

Sie verteilen sich in dem vereinbarten gemeinsamen Wahlvorschlag prozentual wie folgt: Oktober zu einer wirkungsvollen und würdigen Manifestation der deutschen Einheit und zu einem leidenschaftlichen Bekenntnis zum Kampfe für den Frieden zu gestalten.

Juli Leidenschaftliches Bekenntnis für Einheit und Frieden. Einmütiger Beschluss des Demokratischen Blocks zur Oktoberwahl. Neues Deutschland vom 8. Quellentext "Schädlingsarbeit" Die anglo-amerikanischen Agenten und andere Verbrecher schrecken vor Diversionsakten, Brandstiftungen, Eisenbahnattentaten und Sabotageakten gegen unsere Volkswirtschaft nicht zurück.

Die Regierung unserer Republik beantwortete diese feindlichen Anschläge mit der Schaffung des Ministeriums für Staatssicherheit, das berufen ist, die Schädlinge, Saboteure und Attentäter, alle Feinde unserer Republik zu fassen und unschädlich zu machen.

Es versteht sich von selbst, dass die Vertreibung feindlicher Spione und parteifremder Elemente die Partei gefestigt hat. Durch sie wird versucht, die Partei vom richtigen marxistisch-leninistischen Wege abzubringen, ihr fremde Ansichten und Weltanschauungen aufzuzwingen. Juli auf dem III. Die Tasche stand bereit. Doch Jörn-Ulrich Brödel zögerte zu lange.

Sie kamen in Zivil, und sie kamen, um ihn abzuholen. Es war der März , ein Samstag. Ihr Angriff auf Stalin lag drei Monate zurück. Zu viert hatten sie einen Radiosender gebaut und damit die Festansprache zu Ehren des sowjetischen Machthabers gestört. An der Wand ein Stalin-Bild, neben und hinter ihm 14 weitere Angeklagte, darunter drei Frauen, allesamt mit kurz geschorenen Haaren. Allen wurden antisowjetische Verbrechen vorgeworfen, und die endlosen nächtlichen Verhöre hatten ihren Widerstand gebrochen.

Sie gestanden auch Taten, die sie nie begangen hatten. Der Geheimprozess vor dem sowjetischen Militärtribunal 48 dauerte sechs Tage.

Verteidiger sah die Willkürjustiz nicht vor. Brödel ist heute überzeugt: Auch er fürchtete den Tod. Doch die Richter [ Am Ende wurde die Haftstrafe auf 25 Jahre festgelegt. Sie wurden sofort abgeführt. Stalin hatte die Todesstrafe zwar abgeschafft, aber wieder eingeführt. Frankfurter Rundschau vom Das führt zu Entwurzelung der nationalen Kultur, zur Zerstörung des Nationalbewusstseins, fördert den Kosmopolitismus und bedeutet damit eine direkte Unterstützung der Kriegspolitik des amerikanischen Imperialismus.

Da die aktive Teilnahme der Künstler am politischen Leben und am demokratischen Neuaufbau, z. Auch die dortige Erdölförderung erregt durch die damit einhergehenden Schäden an Natur und Umwelt internationale Aufmerksamkeit.

Gegenwärtig ist der älteste Nationalpark Afrikas, der Virunga-Nationalpark, erneut von der Ölförderung bedroht. Besonders die dort lebenden und vom Aussterben bedrohten Berggorillas sind durch die geplante Ölsuche, welche seismische Messungen sowie mindestens zwei Bohrlöcher umfasst, der Status des Nationalparks gefährdet.

Lokale Politiker im Ostkongo hoffen, an den Ölfirmen zu verdienen und erklärten bereits, dass als Weltkulturerbe unvereinbar mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völker sei. Voraussetzung hierfür wäre ein internationaler solidarischer Ausgleichsbetrag. Auch für die geplante Ölförderung im Virunga-Nationalpark wäre ein solches Abkommen denkbar. Noch heute ist das Land einer der wichtigsten Goldproduzenten. Daneben werden inzwischen auch andere Rohstoffe wie beispielsweise Kupfer gefördert und seit kurzem ist Ghana auch ein erdölproduzierendes Land.

Erdöl in abbaubaren Mengen wurde vor der ghanaischen Küste entdeckt und bereits im Dezember lief die Rohölförderung an. Verglichen mit den Staaten der westafrikanischen Region ist die politische Situation in Ghana stabil.

Seit 20 Jahren gibt es freie demokratische Wahlen, Rechtssicherheit und die Korruption ist weit niedriger als in den Nachbarstaaten. Als weltweit zweitwichtigster Exporteur von Kakao und Gold ist auch die Wirtschaft Ghanas gut entwickelt.

Dennoch konnte die Bevölkerung Ghanas bisher nur wenig von den Rohstoffeinnahmen profitieren. Kaum eines der Produkte wird im Land selber weiterverarbeitet. Rund 30 Prozent der Bevölkerung leben nach wie vor unterhalb der Armutsgrenze. Daher ist die Entdeckung des Erdöls eine positive Nachricht für das Land.

Die Regierung hofft mit den zusätzlichen Einnahmen, die Millenniumsentwicklungsziele zu erreichen, und gleichzeitig die Wirtschaft weiter diversifizieren zu können. Die Voraussetzungen in Ghana scheinen gut dafür.

Trotzdem mischt sich auch hier die Hoffnung auf Verbesserungen durch die Ölförderung mit den Befürchtungen vor Preisanstiegen, Korruption und Profitgier. Es besteht die Gefahr, dass der Erdölboom Korruption und wirtschaftliche Fehlentwicklungen begünstigt. Man fragt sich, ob die Fehler anderer rohstoffreicher Länder wie Nigeria oder dem Tschad vermieden werden können, in denen Erdöleinnahmen Korruption befördert und autoritäre Machtstrukturen gefestigt haben und die Zivilbevölkerung kaum von den Rohstoffeinnahmen profitieren konnte.

Auch den Ausbau erneuerbarer Energien sieht das Gesetz vor. Da das Gesetz bei Beginn der Erdölförderung noch nicht verabschiedet war, hat sich in Ghana eine kritische Verfolgung des Prozesses seitens der Zivilgesellschaft entwickelt.

Die Herausforderung für Ghana besteht also in erster Linie darin, die Einnahmen aus den Erdölexporten adäquat für die eigene Wirtschaft zu nutzen und sie somit auch der Bevölkerung zu Gute kommen zu lassen. Neben Ghana ist Liberia Länder s. Im Einzelnen bedeutet dies, dass die Zahlungen der rohstofffördernden Unternehmen an den Staat und die Verwendung dieser Gelder transparent und öffentlich gemacht werden.

Durch diese Kontrollinstanz soll gewährleistet werden, dass die Gewinne aus dem Rohstoffhandel auch tatsächlich zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage, der Infrastruktur und der Lebensbedingungen der Bevölkerung in den rohstofffördernden Ländern beiträgt und nicht, wie so oft berichtet, in den Taschen einiger Weniger oder Projekten von geringer gesamtgesellschaftlicher Relevanz landen.