JAHRBUCH DES OBERAARGAUS 1982


Über die Anlage des Klosters hofft man durch weitere Grabungen anlässlich des Baus eines Kirchgemeindehauses nähere Auskünfte zu erhalten. Es gelang ihr rasch, Wladek durch die wenig verbleibenden Kleidungsstücke hindurch wieder zu erregen. Ihr achtjähriger Sohn Stuart, mit dem William zwei Wochen lang eifrig gespielt hatte, war ein unentbehrlicher älterer Freund für den kleinen Amerikaner geworden. Einzelzimmer im historischen Stadthaus. Ein Beamter trennte die beiden.

JA ZUM DEUTSCHEN REICH………. SICH ERHEBEN…IMMER UND IMMER WIEDER…..BIS AUS LÄMMERN LÖWEN WERDEN


Wie der Hof besteht auch die Siedlung nicht nur aus Gebäuden, sondern überdies aus dem zugehörigen Boden, der Siedlungsflur, welche die Hoffluren als Einheit zusammenfasst; zu beiden aber gehört der Mensch, der Siedler, als Höfler oder als Dörfler. Sein Werk und sein Wohn- und Tätigkeitsbereich besteht nicht nur in den von ihm geschaffenen oder erworbenen Bauten, sondern auch in der Siedlungslandschaft, welche ein Teil der Kulturlandschaft ist.

In der Auseinandersetzung zwischen Natur und Geist erhält die Siedlungslandschaft ihr kulturelles Gepräge, wird sie dem in ihm lebenden Menschen zur Heimat. Im Oberaargau als ländlichem Siedelungsraum haben wir uns mit dessen wichtigsten Siedelungstypen Dorf, Hof und ihrer Übergangsform, den Weilern, zu befassen.

Eine ältere Geschichtsforschung wollte den Siedelungstypus der Einzelhöfe von typisch germanischer, die Dörfer als romanischer Herkunft wissen. Wir halten uns dagegen an die geografisch ausgerichtete Betrachtungsweise, die die beiden Siedelungsarten vorwiegend auf Naturgegebenheiten wie Klima und Relief zurückführt. Wir haben dargelegt, dass der Molassehügelgrenze ein Regenanstieg entspricht Binggeli, , Der tiefere Oberaargau empfängt im allgemeinen geringere Regenhöhen als cm pro Jahr, während über der Molassehügelgrenze bald Werte über cm auftreten.

Das Dorfland befindet sich auf m ü. In leichter Verallgemeinerung lässt sich sagen: Die Dörfer liegen auf Moränenboden, die Höfe auf dem Sandstein.

Verbreitung und Dichte von Dörfern und Höfen. Kreisfläche entsprechend der Einwohnerzahl Gemeinde Höfe: Raster entsprechend der Hofdichte Erläuterung und Zahlen siehe Text. Gerade zwischen Napf und Jura lässt sich schon aufweisen, was Karte Abb. Dass sich einerseits die Höfe und Weiler an das höhere, klimatisch rauhere Gebiet halten, das ein stärkeres, kleinräumiges Relief aufweist, da es in der letzten Eiszeit unvergletschert blieb und die Flüsse ihr Zerschneidungswerk früher beginnen konnten als im tiefern Oberaargau.

Dort war andrerseits, im geräumigen Flachland der fluvioglazialen Schotterfelder wie im leicht gewellten Moränenhügelland, die Siedelungskonzentration in Dorfform gegeben. Der ehemalige Geografieprofessor an der Berner Universität, H.

Eine Zählung für Karte Abb. Im Oenz-Trockental und nordwestlich davon befindet sich über die Hälfte aller geschlossenen Siedelungen des Oberaargaus 32 Dörfer , die Hofdichte andrerseits beträgt bloss 1 bis 1,5 Anzahl Höfe pro km 2. In den Langete- und Buchsibergen aber liegt kein einziges eigentliches Dorf, die Hofdichte dagegen steigt auf 4,8.

Dieser hohe Wert ist bereits jenen des Napfberglandes an die Seite zu stellen, vergleichen wir mit Gutersohn , der für die Gemeinde Trub 5,2 angibt. Auf den Buchsibergen und den Anhöhen um Langete- und Rottal wurden gesamthaft Höfe gezählt, darunter auch jene der deutlichen Hofgruppen, die als Weiler gelten. Die Hügelregionen des Oberaargaus sind sogar weithin ausgesprochene Weilergebiete, während am Oberlauf der Langete bereits die kennzeichnende Einzelhof-Landschaft vom Napftypus vorherrscht.

Bezeichnend ist, dass die folgenden 9 Gemeinden des hügeligen höheren Oberaargaus kein Dorf aufweisen, sondern ausschliesslich kleinere Gruppensiedelungen, also Weiler und Höfe: Die 5 Napfrand- Flugbild Bützberg, Zeilen- oder Strassendorf. Riemenflur im Thunstetter Feld. Flughöhe m hier ca. Schliesslich wird aus der genannten Karte ebenso ersichtlich, dass insbesondere an den natürlichen Grenzen von Jurafuss, Molassehügeln und Napfrand die grössten Dörfer des Oberaargaus aufgereiht sind, darunter die Subregionszentren Langenthal, Herzogenbuchsee, Huttwil, Niederbipp und Wangen Dorfcharakter Der Oberaargau mit 56 Gemeinden weist wie erwähnt 47 Dörfer auf, mitgezählt die 3 Städtchen und gemäss unserer Grenzziehung die 5 Dörfer am Langete-Oberlauf des nordwestlichen Napfrandes.

Für die Dörfer als geschlossene Siedelungen ist allgemein charakteristisch die Lage im Flachland, zumindest wird von grössern Siedelungen eine deutliche Talsohle bevorzugt. Sie befinden sich mehrheitlich in der ausgesprochenen Ackerbauregion, die als Folge der einstigen Dreifelderwirtschaft zersplitterte Nutzflächen, eine sogenannte Riemenflur, zeigt Abb. Dies gilt insoweit, als nicht eine Güterzusammenlegung durchgeführt wurde.

Typisch sind hier zudem die grossen, geschlossenen Areale der Gemeinde- und Korporationswälder wie auch die ausgedehnten, einheitlichen Flächen der Wässermatten.

Befinden sich derartige Gebäude von zentraler Funktion in Weilern, so konnten sich diese nicht selten zu kleinen Fast-Dörfern oder Dorfteilen entwickeln. Was Dorfcharakter und Dorfgeist im besten Falle bedeuten können konnten? Dies wird im nächsten Kapitel zu zeigen sein, wo auch die statistische Dorf-Stadt Langenthal sowie die drei Landstädtchen Huttwil, Wangen und Wiedlisbach zur Darstellung kommen.

Schedler , wobei er deren Gasthöfe als Beispiel nahm. Beides dürfte für die Zeit vor mehr als einem halben Jahrhundert recht weithin zugetroffen haben und möge hier als schönes Leitmotiv für heute und die Zukunft stehen: Die Bipper sind Tieftalleute, die den schweren zähen Erdboden bebauen oder in den Eisenwerken der Klus harte, anstrengende Arbeiten verrichten.

Sie wohnen in geschlossenen Dörfern und was harte Arbeit an und in ihnen selber hart macht, wird gemildert durch die Notwendigkeit beim engen Zusammenleben mit den Nachbarn sich vertragen und verstehen zu lernen. Ähnlich verhält es sich mit den volks- und industriereichen Dörfern des Langeten- und Önztales. Der rege Verkehr mit anders gearteten und anders denkenden Menschen erweitert den geistigen Horizont, macht auch ein wenig abgeschliffen und anpassungsfähig.

Von den Lauben der Häuser grüssen die blühenden Geranien und Fuchsien und geben dem Dorfbild einen überaus freundlichen und anmutigen Charakter.

Eine Eigenart unserer Dörfer sind auch die stattlichen Landgasthöfe, die breit und behaglich am Wege stehen. Fast wie Edelsitze sehen sie aus, sauber und wohlgepflegt innen und aussen, und die Besitzer setzen ihre Ehre darein, dass es den Gästen wohl ist im Haus.

Trefflich und reichhaltig ist die Küche und unverfälscht und wohlgepflegt der Wein. Im Hof plätschert der Brunnen, in welchem der mit Forellen gefüllte Fischtrog ruht, und hinter den Stallungen krähen junge Hähne. Freundlich und artig ist die Bedienung, aber von der guten Art, die Vertraulichkeiten völlig ausschliesst. Ehrenfest und stolz erblickt der Besitzer des Gasthofes seine Aufgabe darin, den Fremden so zu bedienen, dass ergern wieder bei ihm zukehrt und die Ehre und den Ruf seines Hauses anerkennt.

Sie machen nicht viel Reklame, unsere Landgasthofwirte, ihre Geschäftsführung empfiehlt sich von selbst in der Ferne und Nähe. Wir nennen darum auch keine Namen, denn erstens müssten wir bei jedem Dorf uns wiederholen und zweitens sieht der Fremdling, der Unterkunft und Erfrischung sucht, schon am Äussern der stattlichen Gasthöfe, wo er zukehren soll, was für ein Sinn und Geist im Haus drin herrscht.

Gebiet südöstlich des Dorfes mit kleinflächiger Streifen- oder Riemenflur. Bisighöfe und Bisigmatte, am Talrand südwestlich des Dorfes. Hofcharakter Jeremias Gotthelf, bekanntlich als Beobachter so ausgezeichnet wie treffend als Darsteller, unterscheidet selten zwischen Emmental und Oberaargau.

Der Dichter nimmt mit diesen Begriffen bewusst eine Bezeichnung der beiden Landesteile vor. Die beiden Landschaften kannte er wohl: Dann erst wurde ihm das Emmental zur Lebenslandschaft. Die emmentalische Streusiedelung reicht sozusagen mit der bewegten Landschaft hinunter in die Hügelgebiete des Oberaargaus.

Unter bewegtem Gelände ist dessen starke Reliefierung zu verstehen, der hohe Grad an Zerschnittenheit durch kleine, enge Talrinnen von V- oder Kerbprofil, wodurch andrerseits die mannigfach geformten Erhebungen entstehen, die Eggen, Kuppen, Sporne, Hubel, Knubel, Bühle. Ein leider typisches Merkmal der ländlichen Gemeinden mit vorwiegend Hofsiedelungen ist ihre rückläufige Bevölkerungszahl. Von den 9 Gemeinden, die wir als ausschliesslich durch Höfe besiedelt erwähnten, verzeichnen 7 einen Bevölkerungsschwund sowohl wie Im Hof- und Weilergebiet des höheren Oberaargaus nimmt mit Meereshöhe und Niederschlag der Grasbau zu, der grössere Betriebsflächen erfordert.

In den obersten Lagen tritt vermehrt die extensive Nutzung der Weidewirtschaft auf. Andrerseits ist für die hofeigenen Waldareale eine starke Zersplitterung charakteristisch. Und so fremd kam es Stüdeli da oben vor, auch die Menschen, es konnte sich gar nicht auf sie verstehen.

Wenn ein Tadel kam,. Zeilensiedelung im Napfringtal, mit charakteristischer Flurparzellierung. Aus Früh , mit folgender Legende: Huttwil von Südwesten, aus m. Flugbild Ad Astra-Aero, ca so war er so gedreht, dass es nicht wusste, was es daraus machen sollte, ob es gehauen oder gestochen seie. Doch fiel selten einer. Die junge Frau weiss schliesslich nicht, ob sie unter die Stündeler und Pietisten geraten sei.

Stüdeli erlebt die selben Wesenszüge des adelichen schweigsam zurückhaltenden Hofbauern, wie sie bei Jakob Bosshart in der Steigerung bis zur tragischen Vereinsamung erscheinen.

Der laute und lustige Umgangston der Dörfler, wo man sich drängt und stösst, steht im Gegensatz zur familienhaften Intimität und Stille der Höfe, wo wenige Worte oder Blicke genügen zur Verständigung, wo man schweigt und sich doch versteht, wo das Fluchen, wenn nicht als Entladung so doch als Beeinflussung des andern seinen Sinn verliert. Das Fluchen ist ja charakteristischerweise besonders ausgebildet unter Verkehrsarbeitern, Schiffern, Fuhrleuten, Chauffeuren, solchen die sich Im engen Familienverband des Hofes braucht man diese Gassensprache, die in der Öffentlichkeit des Dorfes wirksam sein mag, nicht.

In der stolz zurückhaltenden und sparsamen Äusserung liegt zum guten Teil das Adeliche, mit welchem Gotthelf seine Emmentaler Hofbauern charakterisiert. Dem Mangel an geselliger Umgänglichkeit, der den Höfler vom Dörfler unterscheidet, kann als positiver Wert die Innerlichkeit entsprechen. In manchen Hofgebieten sucht das religiöse Bedürfnis Erfüllung in sektenhaften Gruppen, die sich da und dort in Stuben zusammenfinden, abseits von der Kirche, der die meisten Höfe auch räumlich fern sind.

Nicht zufällig zeichnen sich die Hofgebiete des Zürcher Oberlandes wie manche im Jura und im Emmental durch altherkömmliche und neuere Sektenbewegungen aus. Höfler sind oft Stündeler, vor allem dort, wo kärgliches Auskommen oder Not die Verinnerlichung befördern. Doch kann es auch sein, dass die soziale und seelische Abschliessung der Höfler zur schmerzhaften Verschlossenheit führt, oder zum hochmütig selbstgerechten Stolz, wie ihn Gotthelf Gestalt gewinnen liess in der rücksichtlosen Majestät Sime Sämelis Der Herr Esau.

Dessen Reich ist der Geldsäckel, d. Hofbäuerliche Souveränität und berechtigter Stolz auf eigene Leistung und Besitz wird hier zum absolut unsozialen Egoismus und zur verletzenden Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Nächsten, der Gemeinschaft und dem Staate. Das ganze Dasein in all seinen Äusserungen ist beherrscht von dem Gedanken der Erhaltung des Hofes für die Familie, was schliesslich auch in der erbrechtlichen Gewohnheit zum Ausdruck kommt. Der jüngste Sohn erbt den Hof, und die älteren Geschwister, soweit solche da sind, verzichten oft auch heute kommt das noch vor auf Familiengründung und persönliches Glück.

Um dem Hof nicht den Aderlass eines Auskaufes zuzumuten, bleiben sie als ledige Vettern auf dem Hof und arbeiten an der Seite des jüngeren Bruders, des Hof erben. Man mag zwar in der Hofidee etwas Allgemeinbäuerliches sehen, das nicht nur den auf Einzelhöfen wohnenden Bauern zukommt.

Doch ist zweifellos beim Höfler alles, was sich im Familienbereich vollzieht, und alles auch, was mit dem Hof als Familienbesitz zu tun hat, reiner und ausschliess Die den Dörfler bestimmende Dorfgemeinschaft mit allen ihren praktischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und seelischen Bindungen tritt zurück, nicht völlig zwar, denn es gibt auch auf den Höfen eine Geselligkeit ausserhalb des Hauses, eine gegenseitige Hilfe, eine Kirchgemeinde, eine Gemeindeorganisation und eine lokale Schicksalsgemeinschaft.

Robert Schedler, auch er einige Jahre Pfarrer im Oberaargau, beschrieb die Höfler sehr zutreffend, wenn auch über ihre religiöse Haltung die doch stets sehr vorsichtig und differenziert zu beurteilen ist gewisse pfarrherrliche Schulmeistertöne nicht zu überhören sind: Er wird in seinem Denken nicht gestört und beeinflusst durch alltäglich neue Eindrücke.

Er ist viel unabhängiger von seiner Umwelt. Was er produziert, genügt ihm fast völlig für seinen einfachen Lebensunterhalt. Dadurch wird sein Lebenshorizont, auch sein geistiger, etwas eng.

Er beurteilt alle und alles von dem Standpunkt seiner ziemlich einseitigen Erfahrung. Er hat Zeit zum Spintisieren. Er legt seinen engen Massstab an bei allem, was an ihn herantritt. Er ist in Notfällen, die Haus oder Stall treffen können, auf die Hilfe seiner nächsten Nachbarn angewiesen. Er weiss ganz gut, dass diese eben so eng und streng urteilen über ihn, wie er selbst über sie und doch darf er es nicht mit ihnen verderben. Er verkehrt freundlich mit ihnen und gibt doch gern einen wohlgezielten Worthieb, der harmlos klingt, aber einschlägt.

Bei allem, was zu ihm geredet wird, vermutet er darum auch irgend einen versteckten Sinn. Er wird verschlossen und misstrauisch, besonders auch gegen geistig überlegene Menschen und schliesst sich oft lieber an solche an, die ihm nicht überlegen sind, ihn nicht mit grösserer Welt- und Lebenserfahrung oder Bildung abtrump Das erklärt uns auch, dass er statt dem Pfarrer und Lehrer, sich lieber von Leuten berichten lässt, die mit der gleichen engen Brille die Welt und Ewigkeit beurteilen.

Er hört von der Aussenwelt durch Zeitungen und Bücher viel mehr vom Unerfreulichen und Bösen, das da draussen passiert, als vom Guten, das auch vorhanden ist. Er fühlt sich gern als besserer Mensch. In manchen Fällen wird dies zutreffen, in vielen aber auch gar nicht. Dieser moralische Eigendünkel führt zur Separation. Man sondert sich ab von der grossen Herde und findet in selbstgenügsamer Enge seine Befriedigung. Es ist kein Zufall, dass die Gemeinschaft der Perfektionisten, der Vollkommenen nirgends so weite Verbreitung hat, als in den Gräben und Krachen des Napfgebietes.

Das hier Gesagte soll kein Vorwurf sein, sondern eine wohlbegründete, psychologische Erklärung für diese in die Augen fallende Erscheinung. Es bleibt eben ewig wahr, dass jeder Mensch von seiner ganzen Umwelt tief beeinflusst ist, viel tiefer als er selbst spürt. Zwar hat die Dichterin in liebender Rückschau auf ihre Kindheit und Jugendzeit den Nachbarn Buchsis wohl einiges übersehen.

Aber das Menschenbild, das sie zeichnet, bauend auf Vertrauen und Ehrfurcht, wird immer wieder Anlass geben zu Besinnung über die Grundwerte von Leben und Denken. Auch ein Kirchtürmlein gibt es da, ein winzig kleines, auf dem mächtigen, silbrigschwarzen Schindeldach des grossen Holzhauses mitts unten im Tälchen zwischen den Hügeln.

Dies Haus ist alles in einem, die ganze Kultur an einem Klüngel: Schulhaus, Gemeindehaus, Post, Schulmeisterwohnung, Kirche und Abdankungskapelle; denn vor den Fenstern, hart neben dem Turnplatz der Schuljugend, liegt das Totenäckerchen.

Mehr als zweihundert Jahre alt ist die Schulstube, aber so heiter und stattlich mit der langen Fensterreihe und den schön geschnitzten Hartholzsäulen, dass man bald einmal merkt, die Leute da oben müssen schon immer helle Köpfe gehabt haben, dass sie früh schon der Schulstube soviel Ehre gaben. Höfe Schynen, Berg und Grauenstein. Landschaftsund Siedelungstyp sowie Flurparzellierung wie Plan Abb.

Hier sind es die Höfe, die die Höhe halten, und der Kirchhof liegt unten in der tiefsten Mulde. Genau wie ein Ameisenleu in seinem Trichter hockt er dort und wartet, bis einer droben sich nicht mehr halten kann. Daran mag man sich ein Zeichen nehmen, was diesen Leuten da oben mehr gilt, der Tod oder das Leben, und was obenan steht, ob die Ruhe oder das Werk. Mit dem Blick gehn die schönen Strassen von einem zum andern, niederwärts zum grossen Dorf, hinüber zur Stadt wie glänzt das Solothurn so verheisserisch am blauen Leberberg!

So sind auch die Leute da oben nicht eingeheckt: Augen auf und Mund zu! Gut aufpassen und sich seine Meinung im stillen machen. Das Weltwesen ist ihnen nicht unbekannt, nur dass sie dafür eher ein Lächeln haben als ein Staunen.

Ihr Leben führen sie auf eigene Weise, jeder nach seinem Kopf. Es gibt solche, die haben ihre eigene Zeit. Einer hatte die mitteleuropäische zwanzig Jahre vor uns andern. Als diese dann eingeführt wurde, gab er seinem Uhrzeiger noch einmal einen Mupf vorwärts.

Dem Fürsprech geben sie wenig zu verdienen. Wenn s Unfrieden gibt, findet sich schon einer, zu dem man das Zutrauen hat und der es versteht, derlei zu geschweigen. In den schweren Fällen aber lässt man einen Andern walten. Auch den Arzt ruft man nur, wenn s ernst gilt. Er kennt die Kräuter und weiss etwas von den bösen Säften, und er kennt sich auch aus in den Dingen, die weniger den Leib angehn als das Gemüt. Und wenn man auch ganz gern an den Sonntagen, wo der Pfarrer zum Predigen nicht heraufkommt, ins Dorf hinunter zur Kirche geht, man leistet sich doch noch seinen eigenen Gottesdienst, und auch einen besondern Glauben haben sie; ein Hansuli von da oben hat ihm den Namen gegeben.

Allein, man darf sich nicht einbilden, der eigene Kopf und der Stolz, das hange etwa nur am Besitz, obgleich es einem schon den Rücken steifen mag, wenn man so vors Haus hinaus treten kann und sagen: Was ich jetzt da zu sehen bekomme bis zum Wald hinüber, ist sauber alles mein.

Aber es gibt Die Siedelung zeigt eine typische Mündungslage am Jurasüdrand. Derart bildete sich auch hier die Form eines T-Dorfes aus, was im historischen Plan klarer hervortritt als in einer heutigen Darstellung.

Staatsarchiv Bern, AA V, Und weiter unten, wo die Schlucht ins Tal bricht, sogar ein paar armselige Hüttlein an den Felsen geklebt. Aber auch diese Leutchen haben ihren eigenen Kopf, ihren Stolz und ihre Werkader. Standortfaktoren und Siedelungslage Im folgenden sollen bloss Lagetypen geschlossener Siedelungen besprochen werden; für Weiler und Einzelhöfe gelten ähnliche, doch minder ausgeprägte Merkmale.

Sodann behandeln wir innerhalb der 47 Dörfer auch die Landstädtchen Huttwil, Wangen und Wiedlisbach nach den gleichen Bedingungen.

Naturgemäss treten kaum reine Lagetypen auf. Klima und Stärke der Reliefierung nehmen im Mittelland weitgehend mit der Meereshöhe im ungünstigen Sinne zu. Allerdings nimmt gegenseits die winterliche Nebelhäufigkeit ab, entsprechend die Sonnenscheindauer zu.

Als reliefmässig bevorzugte Siedelungslagen gelten Ebenen, Täler, Terrassen und Schuttkegel, wobei alle leicht über die Niederungen erhöhten Stellen dem Schutzbedürfnis entgegenkommen Hochwasser, Sumpfgebiete. Für landwirtschaftliche Räume wird die Bodenqualität ausschlaggebend; im Oberaargau ist die Fruchtbarkeit an die glazialen Schuttflächen gebunden.

Schliesslich sind als Standortfaktoren auch Wasserkraft und Verkehrslage zu erwähnen. Die letztere war ursprünglich für ländliche Gebiete nicht entscheidend, doch konnten später die häufigen Tallagen auch verkehrsmässig günstig genutzt werden.

Das Tal stellt den Hauptsiedelungsraum dar; von den 47 Dörfern weisen nur 5 keine Tallage im weiteren Sinne auf. Dabei verzeichnen 27 Dörfer eine Terrassenlage, so insbesondere jene an der Aare. Wangen wurde ein Terrassensporn ausgenützt, für Bannwil und Aarwangen eine übereinander gestufte Doppelterrasse.

Eine schöne Terrassenlage, über dem Napf- Trockental, ist ferner bei Dürrenroth zu demonstrieren. Eine Mündungslage weisen 26 der Taldörfer auf Ab. Zumeist handelt es sich um jene Stelle, wo das Haupttal ein kleineres Seitental aufnimmt, wobei auf dessen Schuttkegel, sei er auch noch so klein und niedrig, die ältere Siedelungsgruppe erbaut wurde.

Einerseits war damit ein Überschwemmungsschutz vor dem Haupttalflüsschen geboten, während man sich andrerseits vor dem üblicherweise friedlichen Seitenbach leicht schützen und ihn überdies zu Bewässerungszwecken nutzen konnte. Nach den Meliorationen und Korrektionen der letzten Jahre rückten die Siedelungen auch in die Gründe der Haupttäler vor, und damit an die Verkehrslinien. Spezielle Mündungsverhältnisse liegen in den Trockentälern vor, wo es zu eigentlichen Talkreuzungen kam Huttwil, Langenthal, Wynigen, Abb.

Hanglagen, jedoch meist kombiniert mit Terrassenlagen, finden wir einenteils an der Jurakette: Im Falle von Farnern Abb. Günstige Standortfaktoren boten die niedrigen, abgeflachten Moränenhügel im tieferen Oberaargau, vor allem die Jungmoränen, wie jene am Jurarand und zwischen Thunstetten und Seeberg. Eine besondere, im Oberaargau einmalige Lage auf dem schön sichelförmig gebogenen, weichen Rücken Hier wird deutlich, dass die im folgenden zur Diskussion kommenden Dorfformen Grundrisse oft durch die Dorflage mitbestimmt wurden.

Wie bei Inkwil der Hügelzug, so gaben auch die Talzüge oder schmale Terrassenleisten Anlass zu Zeilen- oder Strassensiedelungen, während sich Haufendörfer im Flachland oder in durch Mündung erweiterten Talbecken bildeten.

Schliesslich bleibt zu erwähnen, dass die besprochenen Lagemerkmale nicht nur für Dörfer, sondern weithin und sinngemäss auch für Weiler und Einzelhöfe gelten: Wie üblich in tal- und verkehrsreichen Gebieten, dominieren auch im Oberaargau die Haufen- und die Zeilendörfer.

Über die Hälfte der 47 Dorfsiedelungen weist vorwiegend Haufengrundriss auf Abb. Dabei handelt es sich zumeist um Dörfer in geräumiger Flachland-, Tal- oder insbesondere Mündungslage, die sich stark zu entwickeln vermochten. Sie zeigen unregelmässige Polygon-Grundform und darin ein mehrfach verzweigtes Strassennetz. Charakteristisch sind Kernpunkte, so bei Strassenkreuz oder -gabelung, wobei sich an diesen Stellen öfters der Dorfbrunnen oder ein Denkmal befindet.

Fast die Hälfte der Oberaargauer Dörfer ist von deutlich langgestrecktem Zeilen- oder Kettengrundriss. Solche Langdörfer sind entgegen einer bekannten Regel nicht selten recht alt, insbesondere wenn sie natürlichen Gegebenheiten angepasst sind, wie wir es für den Fall der Moräne von Inkwil zeigten. Entsprechende Bedingungen lagen in schmalen Tälern und oder in Verbindung damit an Bächen vor; als Tal- oder Bachdörfer sind sehr häufig Zeilensiedelungen entstanden, hier seien nur erwähnt die altern Teile von Riedtwil, Bleienbach, Bollodingen und der Jurafussdörfer.

Im Gegensatz zur Dorfsiedelung Bützberg im tiefen, flachen Gemeindeteil wurde die durch Moränenwälle reich gegliederte Anhöhe in Weiler-Form besiedelt.

Bützberg, Bannwil und die beiden Walliswil, bildeten sich häufig einfach entlang von Strassenzügen, was zur verallgemeinerten Bezeichnung Strassendorf führte. Auch die einfachen Strassendörfer, d. In Weiterentwicklung entstanden natürlicherweise in zahlreichen Fällen die verzweigten Strassendörfer Abb. Als ein aussergewöhnlicher Grundriss darf jener des benachbarten Altbüron im luzernischen Rottäli gelten, das als Ringdorf rund um den Kirchenhügel gezogen ist.

Eine Siedelungsspezialität stellen die T-Dörfer dar, die sich, zumindest im Oberaargau, deutlich an Mündungsstellen in den grossen Rinnen der glazifluvialen Trockentäler halten Abb. Nach Bachkorrektion und Entsumpfung des Haupttalbodens und zeitentsprechend in den neuern Epochen in Ausrichtung auf die Verkehrsnähe, kam es als jüngere Phase zur Ansiedlung des T-Querbalkens entlang der Strassen- So hat denn das Unterdorf zumeist industriell-neuzeitlichen Charakter, während im Oberdorf das ursprüngliche landwirtschaftliche Gesicht erhalten blieb.

Zwei grosse Haufendörfer haben sich mit Nachbarsiedelungen zu kleinern Agglomerationen entwickelt und bilden Polypen-Siedelungen. Langenthal hat vor fast einem Jahrhundert das Dorf Schoren eingemeindet und ist mit ihm völlig zusammengewachsen. Ähnlich verhält es sich trotz allgemein anerkannter gegenteiliger Planungsidee in neuer Zeit auch mit Lotzwil und Bützberg, sowie sozusagen mit Aarwangen, während wohl nur Wälder, Wässermatten und Moosgebiete das Zusammenwachsen mit Roggwil, Ober- und Untersteckholz, Bleienbach und Thunstetten verhindern konnten.

Zu einem schön-schlimmen Beispiel eines einseitigen Polyps, wenn auch noch in dörflich begrenztem, erträglichem Masse, hat sich Herzogenbuchsee entwickelt Abb.

Auch die benachbarten kleinen Dörfer Thörigen-Bettenhausen-Bollodingen sind bereits sozusagen zu einem Drilling verbunden. Eine letzte Hoffnung für die letzten schönen Reste unserer Dörfer ist mit den beschränkenden wie erhaltenden Massnahmen von Planung, Baugesetz und Ortsbildschutz erstanden Besiedelungszonen Während siedelungsgeografische Arbeiten über den Oberaargau fast vollständig fehlen, besteht eine recht ausgedehnte Literatur über dessen Besiede. Das Zeilendorf Inkwil auf dem letzteiszeitlichen Stirnmoränenwall, der dreiseitig in schönem Sichelbogen das früher ungleich grössere natürliche Staubecken umschliesst Moos!

Wir verweisen auf die neuern Arbeiten von Bieri , Flatt , , , Flükiger , Marti , Meyer l , Mühlethaler , Wyss Für die vorgermanischen Siedelungsplätze halten wir uns vorwiegend an Ausgrabungsbefunde, für die alemannischen an schrift liche Urkunden und die Ortsnamenkunde Namenschichten und Namenlandschaften.

Ferner sind die namenkundlichen Beiträge von Son der egger und Weibel im Atlas der Schweiz zu erwähnen. Vereinfachte Darstellungen nach Landeskarte Schweiz, ca. Dabei zeigte sich, dass bestimmten Räumen teilweise auch zeitliche Besiedelungsphasen entsprechen, so z. Andrerseits aber lassen sich besonders den frühen Siedelungsepochen kaum sinnvolle Gebiete und Grenzen zuordnen und im Gebiet zwischen Jura und Molassehügeln keine räumlichen Einheiten ausscheiden.

In der Aareniederung überschneiden und durchdringen sich die Fundorte der steinzeitlichen bis kelto-römischen und frühalemannischen Besiedelungsphasen Abb. Allen gemeinsam ist die Beschränkung auf den Raum des tieferen Oberaargaus; auch die erste ale Dass die Karte vorläufig mit Mängeln und Zufälligkeiten behaftet sein muss, leuchtet ein: Bodenfunde wie urkundliche Namenzeugnisse sind weder zeitlich noch räumlich gleichmässig erforscht oder belegt.

In der Karte werden landschaftlich begrenzbare Zonen vorgeschlagen, die aus heutiger Sicht einigermassen einheitliche Siedelungsräume darstellen und sich andrerseits teil- und stellenweise mit zeitlichen Besiedelungsphasen und -schüben verbinden lassen. Die drei Hauptzonen, die nachstehend erörtert werden, können im Sinne zunehmender Höhenlage und Reliefierung abgegrenzt werden: Hier bestand das insbesondere für die Gletscherzeit günstige Angebot von leicht erhöhter Lage und von natürlichen Höhlen im Karst des Kalkgebirges.

In den Schotterebenen und sanften Hügelwellen der Aareniederung mit ihren fruchtbaren Glazial- und Alluvialböden sind frühe Pfahlbauten an Aeschi- und Inkwilersee bezeugt Flatt, Für das Neolithikum darf bereits von einer sozusagen durchgehenden, wenn auch nur punktuellen Besiedelung des tieferen Oberaargaus gesprochen werden, was auch für die nachfolgenden Perioden gilt.

Das Gräberfeld von Bannwil Aarwangen Langenthal wird als eines der bedeutendsten der Schweiz betrachtet. In der Römerzeit, bis zum 5. Jahrhundert, kam es zu den typisch linearen, d. Dazu ist auch die durch Acum-Namen gekennzeichnete keltorömische Zone zu rechnen, die vom Seeland her dem Jura südfuss folgend einen Ausläufer bis Solothurn sendet.

Als letzte Besiedelungsphase, die sich wohl ausschliesslich auf die Flachlandzone beschränkt, erfolgte jene der frühen Alemanneneinwanderung. Hier kam es zur ersten flächenhaften Landnahme 5.

Darauf zurückgeführt werden die Ingen-Namen, die älteste alemannische Namenschicht, wobei die Bildung allerdings noch später lebendig gewesen zu sein scheint. Sie enthalten einen altgermanischen Personennamen und die Endung -ingen, -ing, -igen, -ig. In der Wanderungs- und Landnahmezeit wurden aus naheliegenden Gründen die Siedelungen noch nicht nach Stellen, sondern nach Insassen, vor allem wohl Sippenoberhäuptern, bezeichnet.

Wir verweisen auf Binggeli , insbesondere auf Karte und Namenliste S. Dazu nach freundlicher Mitteilung von Prof. Namenbuch I, f. Thörigen ist als jüngerer, unechter Ingenname zu betrachten, was die Form Toerinen um deutlich macht bei den Türen, Töri. Ingen-Dörfer mit wahrscheinlich echtem Ingen-Namen, d. Die Karte von enthält total 64 Ingen-Namen.

Es wird deutlich, dass die Ingen-Dörfer mit nur vier Ausnahmen unter der m-Höhenlinie liegen und heute zumeist grössere Siedelungen darstellen. Als offene Frage bleibt, warum der mittlere Oberaargau ein fast völliges Ingen-Loch darstellt: Bollodingen, erst relativ spät urkundlich bezeugt, ist heute ein kleines Strassen Die weitern liegen alle im Oeschgebiet, an der fliessenden Südwestgrenze des Oberaargaus.

Andrerseits häufen sich ebenso eigentümlich Ingen-Weiler und -Einzelhöfe im höhern Oberaargau und am Napfnordrand. Es dürfte sich um unechte Ingenformen einer späteren Besiedelungsphase handeln. Deutlich sticht hervor die vorn besprochene Rodungs-Landschaft zwischen Huttwil und der Wasserscheide Langete Grüne, wo sich die Siedelungen auf bis m Meereshöhe höchstens zu Weilern entwickelten.

Die Tälerzone des höhern Oberaargaus Die grösseren Talzüge, die ins Hügelland des höhern Oberaargaus eingetieft sind, boten ebenfalls noch recht günstige Siedelungsvoraussetzungen bezüg Es betrifft dies die einigermassen breiten Sohlentäler von Oesch, Oenz, Langete und Rot mit Schotterfüllungen eis- und nacheiszeitlicher Schmelzwasserflüsse.

In einer mittelalemannischen Besiedelungs- und Landanbauzeit scheint aus der Niederung der Aare und den Unterlaufgebieten ihrer Zuflüsse eine Ausbreitung in deren höhere Talteile erfolgt zu sein ca. Diese Tälerzone, wie der Oberaargau im allgemeinen, sind gekennzeichnet als Wil-Namenlandschaft. Auch die Wil-Namen bezeichnen heute zumeist stattliche Dorfsiedelungen, oft Kirchdörfer.

Echte Wil-Namen stellen wieder Zusammensetzungen mit altgermanischen Personennamen dar. Im Gegensatz zu den Ingen-Namen der Wanderzeit, worin noch die Siedler selbst zur späteren Ortsbezeichnung Anlass gaben, bezog sich in dieser Epoche der Sesshaftigkeit die Bezeichnung nun direkt auf die Siedelung: Die Zahl aller Wil-Namen im Oberaargau beträgt Davon dürfen 14 als ursprüngliche Wil-Orte bezeichnet werden, d.

Darunter besitzen die folgenden Dörfer oder Gemeinden kein frühes urkundliches Zeugnis: Karte der Besiedelungszonen im Oberaargau. Historische Grundlagen zu den voralemannischen Phasen nach Karl H. Flatt Briefliche Mitteilung vom Juli Urkundliche Altersstufen der Wil-Namen nach P. Vom Rest befinden sich die folgenden Wil-Weiler, und -Einzelhöfe in deutlich ungünstiger Lage der Hügelzone, stellen ev. Sie sollten es nicht bereuen. Wohl sind bereits steile, enge, schattige, feuchte Täler eingetieft, die an die Chräche des nahen Napfgebiets mahnen.

Doch auf den Hochflächen der Sandsteinplateaux findet die Landwirtschaft manch günstig geneigten Hang, ja sogar erstaunlich weite Ebenheiten. Die Böden gründen wenig tief, aber ein genügender glazialer Überzug aus der grossen Eiszeit enthält fruchtbare Lehmbestandteile. Die fettglänzenden Pflugschollen dieser Rissböden und später die starken, im Winde silbrig wehenden Fruchthalme zeigen, dass hier oben noch ein gut Teil Ackerbau neben der Graswirtschaft möglich ist.

Raum genug ist da oben für eine genügsame Bauernschaft, die sich in entsprechend weit gestreuten Weilern und einzelnen Höfen ansiedelte. Die höhere oberaargauische Hügelzone ist weitgehend eine eigentliche Weiler- Landschaft. Die zahlreichen typischen Namen der jüngeren Ingen-Generation wurde vorn besprochen; ebenso die paar Handvoll von Wil-Weilern. In dieser späten Besiedelungsepoche entstanden Namen vor allem nach Naturmerkmalen und dem menschlichen Wirken in Wald und Flur.

Eine ganze Reihe von -bach-bezeichnungen bezieht sich auf Dörfer, Gemeinden oder kleine Talschaften: Die grosse Mehrzahl gehört zu stattlichen Weilern: Wohl an dritte Stelle zu setzen sind die ungemein häufigen -hus-namen, deren Träger nun zur Hauptsache Einzelhöfe und auch Kleinbauernhäuser sind, was teils der Verkleinerungsform und den kuriosen Bezeichnungen zu entnehmen ist: Als typische Flurnamengruppe sei schliesslich jene der Rodung angeführt: Die flurbezogenen Bauernnamen kommen bis heute zur Anwendung, wo indessen jede Schichtung verloren gegangen ist, so dass sozusagen alle Bildungen möglich werden, von Ingen- und Wil-Namen bis hin zu Übernamen und modernen Stilblüten.

Mit der Bach-Berg-Hus-Zeit war im ausgehenden Mittelalter die Besiedelung des Oberaargaus weitgehend abgeschlossen und die heutige Siedelungsverteilung erreicht. Jahrhundert vorbehalten blieb einerseits die landschaftszerstörende Über- und Zersiedelung in den verkehrsgünstigen Tieflagen wie anderseits die siedlungszerstörende Landflucht in den abgelegenen Hügelgebieten.

Gründen doch in Haus und Dorf die hilfreichen Wurzeln des landverbundenen Menschen. Recht vielerorts überlebte ins mobile Zeitalter hinein die Wurzelkraft von Gemeinsinn und dörflicher Geborgenheit. Und sie kam im selben Sinne auch den Siedelungen zugut: Abseits der grossen Strassen blieb manchem Hof und manchem Dorfe sein ehrwürdiger Charakter und sein freundliches Gesicht erhalten.

Anmerkungen und Literatur Prof. Darin werden, über die nachstehende Zitierung hinaus, weitere Literaturangaben zu finden sein. Erdgeschichtliche und historische Objekte und Stellen in der Gemeinde Langenthal.

Begriff und Begrenzung der Landschaft Oberaargau, Jahrb. Hydrologische Studien im zentralen schweizerischen Alpenvorland, insbesondere im Gebiet der Langete. Geologie der Schweiz, Hydrologie Nr. Das obere Aaregebiet im Frühmittelalter I.

Die Errichtung der bernischen Landeshoheit über den Oberaargau. Das obere Aaregebiet im Frühmittelalter II. Steinzeitliche Landsiedlungen am Burgäschisee. Ortsnamen zwischen Aare und Saane. Sprache und Dichtung Bd. Bäuerliche Siedlungs- und Flurformen.

Atlas der Schweiz, Bern. Kantonaler Karten- und Plankatalog. Die ingen- und inghofen-orte des Oberaargaus. Die ur- und frühgeschichtlichen Funde von Wangen a.

Orts- und Flurnamen wandern in das Kartenwerk. Der Oberaargau in den Zeichnungen von C. Wanderbuch für Oberaargau und Unteremmental. Dörfer und Einzelhöfe zwischen Jura und Alpen. Häuser und Landschaften der Schweiz. Fürsteiner-Seeberg, eine spätjungpaläolithische Freilandstation. Strukturen und Schichten in den Siedlungs- und Flurnamen der deutschen Schweiz.

In diesen Baugruppen werden unterschiedliche Haustypen, die in diesen Regionen vorkommen, zusammengefasst. So kann man die Vielgestaltigkeit einer Hauslandschaft darstellen und durch entsprechende Gruppierung auch die dort vorhandene Siedlungsform zeigen. Am Berghang begegnet man im Schatten von Bäumen dem einfachen Haus des Taglöhners von Als weiterer Hof gesellt sich das Kleinbauernhaus von Madiswil mit einem Speicher und einem neu errichteten Sodhaus dazu.

In diesen Höfen unterscheiden sich die Haupthäuser, Wohn- und Wirtschaftsteil umfassend, nicht nur durch ihre Grösse, ihre Dachform und Bedachung, sondern auch durch ihre Konstruktion und Einteilung. Mit der geschickten Auswahl der aufgestellten Objekte können die verschiedenen Elemente, welche die Hausformen im Berner Mittelland kennzeichnen, fast vollständig im Museum gezeigt werden. Ausserdem vermittelt die Zusammenstellung in der Baugruppe Berner Mittelland neben dem ursprünglichen Siedlungscharakter der lockeren Hofsiedlung auch einen Einblick in die frühere soziale und wirtschaftliche Schichtung der Bevölkerung auf dem Lande.

Jede Schicht, die Vollbauern, die Kleinbauern und Taglöhner als die drei wichtigsten Schichten unterscheiden sich in verschiedener Hinsicht; dies zeigen auch die dazugehörigen Häuser durch ihre unterschiedliche Grösse, Einteilung und Ausstattung.

Es zeigt durch seine Einteilung als Doppelwohnhaus und den für die Mitte des Die beiden Ställe, für jeden Besitzer einen, erlaubten nur das Einstellen von wenig Vieh.

Später ergaben sich allerdings mannigfache Änderungen in den Besitzverhältnissen, doch blieb der Charakter des Hauses mit seiner zen tralen, von beiden Familien gemeinsam benützten Küche erhalten.

Bei der Übernahme durch das Museum waren kaum Veränderungen gegenüber dem Urzustand zu beobachten. Sogar die Rauchküche ohne Kamin funktionierte noch immer. Haus, Speicher, Hofstatt und Krautgarten Kauf: Kund und zu wissen sei hiermit, dass auf das unterm Wintermonat erfolgte seelige Absterben des weiland wohlachtbaren Johannes Bracher, des Weibels zu Madiswil, Amts Aarwangen, desselben hinterlassene Kinder, anstatt einer Theilung, folgenden Erbauskauf in bester Form abgeredet, getroffen und beschlossen haben.

Zu Folg dessen tun die Töchteren, so da mit Namen sind: Bruder, dem wohlehrsamen Johannes Bracher, Bannwart und Gerichtsäss zu Madiswil, als Erbauskäufer, von nun an eigentümlich abtreten und erbauskaufsweise überlassen, ihre An- und Erbteile von ihres Vaters sel.

Verlassenschaft, selbige bestehe in Haus, Hof, Matt- und Ackerland, Waldung samt zudienenden Rechten, item hausrechtlichen und anderen Effekten, Schiff und Geschirr, Lebwaar, Heu und Stroh, Gewächs, Summa von der ganzen Verlassenschaft, sie bestehe worin sie immer wolle, nichts ausgenommen noch vorbehalten, als allein was die Erbverkäuferinnen als Anteil an dem vorhandenen Gespünst und Bettzeug, so zwischen den Erben verglichen und verteilt worden, zu ihren Händen bezogen haben, und wird ihm, dem Auskäufer, die ganze Verlassenschaft seines Vaters sel.

Amt Aarwangen, Kontrakten-Manual S. Johannes Bracher tritt seinen vier Söhnen und drei Töchtern sein Heimwesen ab: Der alte Webstuhl in der Kammer des wieder aufgebauten Hauses. Bei dieser Teilung ist bemerkenswert, dass die Küche unterteilt werden sollte, damit die beiden Wohnteile getrennt würden. Bei der Übernahme durch das Freilichtmuseum liessen sich jedoch keine Spuren einer solchen Unterteilung feststellen. Vermutlich wurde schliesslich doch darauf verzichtet, den Einbau einer Wand vorzunehmen.

An Liegenschaften werden aufgeführt: Ein gewölbter Keller mit Dach 3. Die vordere Hälfte des Wohnhauses mit Scheuerwerk 5.

Hausplatz und Hofstatt 4,28 a 6. Ein Speicher, von Holz erbaut, mit Schindeln gedeckt 7. Der Speicherplatz 1,98 a Ursprünglicher Zustand, Blick gegen den First und den Unterfirst, getragen von zwei Hochstüden, schräg verlaufende Streben. Im Oberaargau hatte im Jahrhundert die Leinenweberei für die Taglöhner und Kleinbauern eine grosse Bedeutung.

Der Ertrag aus diesem Gewerbe, an welchem oftmals die ganze Familie mit Frau und Kindern teilnahm, half vielen Familien mit wenig oder gar keinem Grundbesitz beim Überleben. Die Zählung von der eidpflichtigen Männer ergab, dass in Madiswil neben Bauern weitere Männer im Textilgewerbe tätig waren. Von der grossen Wichtigkeit dieses Gewerbes als Ergänzung einer kleinen Landwirtschaft können wir uns heute nur schwer eine richtige Vorstellung machen.

Um diesen Zusammenhang aufzuzeigen, wurde in einer Kammer des Hauses ein Webstuhl aufgestellt, dessen älteste Teile auf das Ende des Der Webstuhl ist wohl aufgezettelt, damit man die Funktion deutlich sieht, aber es wird nicht mehr auf dem Webstuhl gewoben. Das grosse Haupthaus ist ein vollständig aus Holz errichteter Ständerbau, dessen Balkenwerk durch Holznägel zusammengehalten wird.

Auf einem eichenen Schwellenkranz stehen an den Ecken und in bestimmten Abstän- Blick in den Scheunenraum des wieder aufgebauten Hauses. Hochstüde beidseits des Tenns, eine davon mit Leiterbaum. Querschnitt durch die Tenne. Das grosse Walmdach war ursprünglich sicher mit Stroh bedeckt gewesen; zur Zeit der Übernahme durch das Museum trug es Schindeln.

In diesem Haus sind Wohn- und Wirtschaftsteil zu einer Einheit vereinigt. Man spricht daher von einem Vielzweckbau. Er enthält an der südlichen Schmalseite zwei Wohnteile, von denen der westliche etwas kleiner ist als der östliche.

Zwischen den Wohnteilen liegt die grosse, durch zwei Geschosse durchgehende Küche, die von beiden Haushaltungen gemeinsam benützt wurde. Jede Familie hatte jedoch eine eigene Feuerstelle. Die östliche Herdanlage bestand aus einem zweilöcherigen Sandsteinherd. Querschnitt durch den Wohnteil liche Herdstelle weist einen kleinen eisernen Kochherd auf, wie er im Der Rauch beider Feuerstellen zieht durch die Feuerwände, tritt durch Rauchöffnungen wieder heraus und steigt in den oberen Küchenraum, wo sich die Räucherstangen mit dem Rauchfleisch befinden.

Es handelt sich demnach um ein Haus mit Rauchküche. Neben den Herdstellen sehen wir die Heizöffnungen für die Stubenöfen. Es wurde uns erzählt, dass nur die Dienstboten den Seiteneingang benützten, der Bauer hingegen betrat die Küche durch den Eingang auf der Giebelseite. In der westlichen Stube konnte das alte, ursprünglich aus diesem Haus stammende Buffet aufgestellt werden, das vor einigen Jahrzehnten verkauft worden war.

Der Zugang erfolgt auf der Giebelseite durch Aussentreppen und eine kleine Vorlaube. Im anschliessenden Wirtschaftsteil durchquert ein Tenn Dreschraum mit gestampftem Lehmboden das Haus. Die beiden Ställe, zwischen denen ein Futtergang liegt, verlaufen entgegen der üblichen Anordnung in der Längsrichtung des Hauses. Durch Futterlöcher wird aus dem Futtergang den Tieren das Heu vorgelegt.

Seitlich unter dem Rafendach befinden sich die Schweineställe ausserhalb des Hauses. Das Haus ist umgeben von einem hübsch angelegten Kopfsteinpflaster. Vor der südlichen Giebelseite wurde ein typischer Bauerngarten angelegt. Grosse Herdanlage in der zentralen Küche. Gschwend und Architekt G. Abschluss eines Übernahmevertrages zwischen dem Eigentümer E.

September Anträge an die wissenschaftlich-technische Kommission. Reparatur des Daches Am 3. Februar wird der Abbau beschlossen. Am Beginn des Abbaus durch A. Am wurden die Vorarbeiten für den Wiederaufbau im Freilichtmuseum begonnen. August Aufrichte Einrichtung des Leinenwebstuhls beschlossen am Fachmännische Beratung durch Herrn Schütz, Wasen.

Sammlung geleitet durch P. Duppenthaler- Beer, Melchnau; E. Wyss, Langenthal, sowie verschiedene weitere Donatoren. Hausecke mit durchgesteckten Schwellen, Fensterbank mit Friesen, Aufnahme am ursprünglichen Standort. Zentrale Küche mit zwei Feuerstellen, eine als Sandsteinherd Stallteil originalgetreu mit neuem Holz errichtet, da Restaurierung nicht mehr in Frage kommt Rafen am Fussende mit Eisenklammern abgesichert, zum Schutz bei Föhnstürmen Kopfsteinpflaster und Steinplattenbelag in ursprünglichem Charakter Es wird nur der Keller unter der Stube erstellt Der Wirtschaftsteil war in so schlechtem Zustand, dass der Wiederaufbau massstabgetreu und mit denselben Schmuckformen, aber mit neuem Holz erfolgte.

Bewusst wurde darauf verzichtet, das neue Holz zu behandeln und farblich an das alte Holz anzugleichen. Da es sich um grosse Flächen handelt, ist die Verwendung von hellem, neuem Holz auch für die Besucher nicht störend. Zudem wird das Holz auf natürlichem Weg in den kommenden Jahren nachdunkeln. Da die Ställe nicht dauernd benützt werden, konnte man auf das Errichten einer Jauchegrube verzichten.

Die Schweineställe wurden unter dem heruntergezogenen Dach der Ostseite des Hauses aus neuem Holz erstellt. Es söll uf en erscht Novämber chönne bezoge wärde; d Gmeinsverwaltig und d Post chöme dri. Ds alte Schuelhuus äs isch anno boue worde het men im Ougschte abbroche.

Das het mir der Stupf gää, i der Schuelgschicht vo Ursebach z blettere. Derbii han ig i der Armeguetsrächnig vo bis e Schuelhuusbourächnig gfunge. Und wil settig Rächnigen us äir Zit rächt sälte sige, söll vo ihre de ou d Reed sii. Mi het ds Gält halt gnoo, wo nes äben isch gsi. Vom Dorffescht Mit em Dorffescht vom 9. Juli isch z Ursebach ds nöie Schuelhuus iigweit worde. Es steit uf em früechere Pfrundland, noch bim Fridhof, vom Verchehr äwägg. Der Ernst Morgen Wo me du ds Dorffest vom Höimonet vorbereitet het, het mi der Hans Will er isch denn Gmeinspresidänt gsi gfrogt, ob ig nid es Theaterstück us der Gschicht vo Ursebach chönnti schriibe.

Das hingäge het mi du scho ne chlii i Verlägeheit broocht. Aber schliesslig han ig gseit, ig wöll probiere; es chönn sech aber numen um enes paar Bilder handle, wo von enangeren unabhängig sige. Und do isch mir du d Bouabrächnig vom Schuelhuus vo kumod choo, wil si guet zu der Schuelhuusiweiig passt het. Uf em Turnplatz bim alte Schuelhuus isch e grossi Feschthütte mit ere Büni ufgstellt worde.

Si isch am Samschtigzoobe bis uf e letscht Platz gfüllt gsi. Ächt wil es grägnet het, und verschideni Waldfescht i ds Wasser gfalle sii?

Ort vo der Handlig isch d Wirtshuusstube z Ursebach; d Grichtsstube. En Aasager het das Spil igleitet. D Rächnigsablag ghört nid zu dene Traktande von ere Gmeindsversammlig, wo men am liebste derbi isch. Und doch möchte mir öich zeige, wi nes so a nere Rächnigsablag vor Johren öppe chönnti gange si. Losit guet, was denn alls zu mene Schuelhuus ghört het, und wi hoch der Staatsbitrag denn isch gsi.

So, das wär der erst Teil gsi vo üser Armeguetsrächnig. Der Herr Landvogt isch gäng no nid choo; sötte mir ächt no chli warte, bevor mir witerfahre? Ig hät ghulfe witerfahre! Dä Herr söll sech ou a d Zit ha; z Wangen usse ischt är nöimen alben exakt! Und het är nid verwiche gseit, mi söll albe numen afoo, wenn är zur Zit nid do sig?

Der Herr Landvogt ischt dänk uf em Hiiritt versuumt worde. Är het öppe scho gseit, är sigi mängisch fast ds Läbes nid sicher, wenn är Ig hätti no chli gwartet, mir wärde mit üser Rächnung immer no fertig. Und ig ha s mit em Hannes; ig hät witergfahre. Es macht d Gattig, mi wöll nid uf e Herr Landvogt warte, also, de fahre mir dänk zue. Ausgaben was Schulhaus Kösten sind: Kronen Batzen Kreuzer Den Mertz sind die Ehrenden Vorgesezten zusammen gsin wegen dess neüen Schulhauss; haben 3 Zimmermannen bschickt, ist damahl bim Wihrt verthan worden 2 5 Johannes: Äbe, so lang isch es scho, 7 Johr, jo eigetli no vil lenger, dass me z Ursebach vo mene nöie Schuelhuus gredt het.

Bis es nume so wit isch gsi und me di 3 Zimmermanne het lo choo. Was weit Dir, gut Ding will Weile haben! Ig lise witer i der Rächnig. Winrermonar haben die Ehrenden Vorgesetzten das alt Schulhaus wollen versteigeren; hat damals nichts draus geben; bim Wihrt verzehrt Den Dä het no schön Taglöhn ufgmacht! Weder äbe, mi wird dänk müesse jo und amen säge derzue. Was wei mir angers! Hingäge hät es mit minger ou too.

Fast 50 Chrone isch jo scho chli vil Gält numme für d Zimmerarbeite. Vom Schuelhuus chunnt jo nüt vorume! Es isch doch für öii Chind! Ig finde, das Gält sigi nid schlächt aagleit. Der Schuelmeister lehrt sen emel läsen und schriibe; o d Fragen us em Chatechismus und d Psalme trüllet är ne rächt guet i. Es isch e Fröid, wie di junge Lütli Bscheid wüsse. We der Schuelmeister nume nid gäng tät tubaken i der Schuelstube, wenn är zwüschen ichen öppis schnäflet.

Es chöme jetz es paar chliner Pösten i der Rächnig. Denjenigen, so haben holfen aufrichten, für ihre Äbe, Laden und Negel hät me denn sölle ha! Es ganzes Huus brucht halt immer no Rustig! Mir fahre däich witer; der Herr Landvogt wird chuum meh wölle arücke. Still, ghört me do nid Ross? Doch, doch, das wird der Herr Landvogt sii!

Do muess ig dänk no go Wii reiche? Jo, bring no ne Moss! Aber dää Chehr de vom hingere Fass! Ig bi z Thörige versuumt worde; sit Dir öppe scho bald fertig? Sigit Gottwilche bin is, gnädige Herr Landvogt! Dörfe mir Euch es Glas Wii ischänke? Der Wirt het Uftrag gha, vom Bessere z bringe! Ig nime ganz gärn en Schluck, für e Stoub abe z schwänke! Vo wäge der Margge, han ig z Ursebach immer no nen guete Tropfen überchoo, und z Wange wird ohnihin nume rächti Waar gländtet!

Gsundheit gnädige Herr Landvogt! Jetz Weibel Leüenbärger, fahrit nume witer. Mir hei de besser Teel uf der Site. Mir hei halt du einfach müessen afoo und zuefahre.

Scho rächt, ig ha de am Schluss no öppis z säge. Bim Schulhaus das Schweinssteeli zu machen; ihren 3 ein Wuchen, für den Zimmermeister 1 8 Für die andern zwen 2 5 Landvogt: Luegt der Schuelmeister o guet zu sine Söili? O gwüss no, letschte Winter han ig ihm ömel e Bravi gmetzget. Dem Schmid für Pschlecht an Kucheschaft ins Schuelhuus zahlt 20 Bis jetz han ig no nüüt vo Fänster, Tischen und Stüehl ghört! Der Hans Wirth, üse Tischler, wird doch nid öppe vergässe ha, si Rächnung iizreiche?

Dem Hans Wirth, dass er ein Schupladen gemacht under den Cantzel in der Schulstuben und die Schultischen vest gemacht, darnach den Cantzel undersetzt; kost lauth Conten zusammen 22 2 Im Christmonat 59 dem Tischmacher geben, dass er in der Wand in der Schulstuben ein Pfänster gemacht 7 Dem Sigerist noch Stüehl in die Schulstuben zahlt 12 Dem Glaser für Pfänster ins Schulhaus 7 20 Im Christmonat 60 im Schulhaus 4 Scheiben lassen einenmachen 2 2 So, dermit hätti mir s, ig bi ungeruus.

Weibel, wiviil chostet jetz eigentlich öies nöie Schuelhuus? Jo waas, ischt e Biitrag bewilliget worde? Do z Ursebach weis me no nüüt dervo. Dir chönnit s no gar nid wüsse. Die 40 Chrone si erst chürzlich gsproche worde. Der Zedel isch mit der gestrige Post choo und lit no uf der Landschriberei. Ig hät bald gseit, das sig jetz afen es Milchzeiche! O, üsi Gnädige Herre hei sich üs gägenüber immer fründtlich und huldvoll zeigt!

Dänkit numen a Biitrag, wo mir a d Wystägestraass überchoo hei, und wo der Zins dervo üsem Armeguet gar grüüselig wohltuet. Jo, es isch eigetlig wohr. Mir wärde das Gält guet wüsse z bruuche. Ig schliesse mi em Dank vom Weibel Leüenbärger a und stelle mir vor, dass mir der Dank de no schriftlich wärden abstatte. Das chönnti villicht nüd schade. Der Biitrag vo 40 Chrone entspricht am ene Durchschnitt, wo hütt Bruuch ischt.

Und jetz hätti mir s dänk, wenn niemer meh öppis vorzbringe het. Jo, Gnädige Herr Landvogt. I däm Zämehang isch no z säge, dass me i Hans Friedlis Armeguetsrächnig vo bis cha läse: Längst wird in anderen Billiglohnländern produziert, wie etwa in Vietnam, Bangladesch und Kambodscha. Doch in diesen Ländern können bislang nur wenige Branchen billig produzieren, darunter der Textilsektor.

Die Folge sind steigende Arbeitskosten. In Myanmar verdienen manche Näherinnen schon heute mehr Geld als Lehrer. Eine lange Periode steigender Preise könnte die Konsequenz sein.

Zumal der Geldwertstabilität eine weitere akute Gefahr droht. Die Liquiditätsflutung durch die Notenbanken machte sich bislang nur deshalb nicht in den offiziellen Statistiken bemerkbar, weil die Riesensummen innerhalb des Bankensystems zirkulierten. Allmählich erkennen die europäischen Politiker jedoch die gesellschaftliche Brisanz ihres so genannten Krisenmanagements in den Pleitestaaten. Diese türmen nicht nur weiterhin Schuldenberge auf, vielmehr droht die hohe Jugend- Arbeitslosigkeit zu einem gefährlichen Pulverfass zu werden.

Bevor es den Verantwortlichen um die Ohren fliegt, will die Politik die Situation mit neuen Konjunkturprogrammen entschärfen. Um die Menschen schleichend zu enteignen, bedarf es im Übrigen keiner Inflationsraten wie sie in der ersten Hälfte der er Jahre gang und gäbe waren.

Damals lag die jährliche Geldentwertung in den Industriestaaten bei durchschnittlich neun Prozent. Schon die offizielle Inflationsrate von 1,5 Prozent nagt am Einkommen und an den Ersparnissen der Deutschen. Sie reichte zum Beispiel aus, um im ersten Quartal die nominalen Gehaltssteigerungen der Arbeitnehmer von 1,4 Prozent komplett aufzuzehren. Noch härter trifft es die Sparer.

Doch bei einer Inflationsrate von 1,8 Prozent entspräche das Guthaben nach heutigen Preisen dann gerade Euro. Verdoppelt sich die Inflationsrate auf 3,6 Prozent — was im langjährigen Vergleich immer noch relativ gering wäre —, dann halbiert sich der Anlagebetrag schon nach 22 Jahren und sieben Monaten.

Die globalen Machteliten haben die Finanzkrise nur benutzt, ja vielleicht sogar geplant, um einen europäischen Superstaat zu errichten? Weil Angst und Not immer noch die besten Verkäufer sind? Insbesondere von neuen Regimen? Oder vielleicht doch nicht? Schlecker steht nur als Beispiel. Es geht nicht um Privatwirtschaft und Freie Marktwirtschaft…..

Soll das ein Witz sein?? Zur selben Zeit werden im Bundestag Milliarden! Euro Bürgschaftsgelder bereitgestellt, um Griechenland und andere Defizitstaaten und die Banken dahinter! Griechenland ist im Euro-Markt noch viel weniger zu halten als Schlecker am deutschen Markt. Perspektive für Griechenland gibt es nur, wenn sich das Land nicht nur aus dem Euro, sondern auch aus dem Gemeinamen Markt Maastrichter Verträge herauszieht und die eigene Produktion hinter Zollmauern vor der Konkurrenz schützt.

Aber ich will hier keine VWL-Vorlesung halten. Ich will meinen Zorn loswerden! Da wünsch ich mir glatt die Diktatur des Proletariats-. Joachim Starbatty einer der Kläger vor dem Bundesverfassungsgericht.

Die Deutschen Mittelstands Nachrichten haben mit Prof. Nun wird daraus ein zwischenstaatlicher Vertrag. Wie bewerten Sie den geplanten Vertrag? Das ist ein völkerrechtlicher Vertrag, der EU-Recht nicht brechen kann. Und wenn ein Staat aufgrund des völkerrechtlichen Vertrages verklagt wird, kann sich der Beklagte auf den Lissabon-Vertrag stützen und wird wahrscheinlich auch vom Europäischen Gerichtshof Recht bekommen, denn wesentlich ist der Lissabon-Vertrag und das ganze europäische Vertragswerk.

Also ist der zukünftige Vertrag nicht wirklich viel wert…. Ja, so ist es. So sieht es ja auch die Kommission, die sagte, es war keine glückliche Lösung, dass man einen zwischenstaatlichen Vertrag gemacht hat.

Ist das ein verfassungsrechtliches Versteckspiel? Es ist ja jetzt vorgesehen, dass ein Land, das auf der Anklagebank sitzt, selbst eine Mehrheit organisieren muss, um das abzuwenden. Aber, ob das so tatsächlich nach den bisherigen Erfahrungen geschieht, ist höchst fraglich.

Der Stabilitäts- und Wachstumspakt hatte ja Ähnliches vorgesehen und ist nie aktiviert worden und die No-Bailout-Klausel ist mit einem Federstrich beiseite gefegt worden. Also mir fehlt der Glaube, der kindliche Glaube, dass das Beschreiben von Papier politisches Verhalten ändert. Ist die Haushaltsüberwachung, auch wenn die Länder ihre Budgetpläne nur vorlegen müssen, nicht wieder ein Eingriff in die Souveränität, also beispielsweise in die Deutschlands verfassungsrechtlich gesehen?

Ja, natürlich ist das ganz kritisch und Bundestagspräsident Norbert Lammert hat auch gesagt, dass das noch geprüft werden muss. Das Verfassungsgericht wird sich bestimmt dieser Sache annehmen. Aber es hängt davon ab, wie ernst dieser völkerrechtliche Vertrag genommen wird. Aber die entscheidende Frage ist natürlich, wenn das in ein oder zwei Jahren wirklich spruchreif sein sollte, ob die Eurozone bis dahin überhaupt noch überleben kann, ohne dass es zu massiven Eingriffen über andere Instrumente kommt.

Nicht nur der Schuldenberg ist erdrückend, es tickte in der Volkswirtschaft des Landes auch eine geldpolitische Zeitbombe: Weil die Regierung hemmungslos Geld gedruckt hatte. Die Inflation allerdings beschleunigte sich weiter. Um die steigenden Preise bezahlen zu können, erstritten die Arbeiter höhere Löhne, das machte die Produktion für die Firmen teurer. Sie erhöhten die Preise — so setzte sich eine fatale Spirale in Gang.

Die Hyperinflation begann, und die Wirtschaft geriet aus den Fugen. Unternehmen bekamen keine Kredite mehr von den Banken, die fürchteten, mit entwertetem Geld bezahlt zu werden. Also sprang die Regierung ein und lieh den Firmen Geld — abermals aus der Druckerpresse. In den folgenden sechs Monaten stiegen die Schulden des Staates um ein Drittel, und die Inflation raste: Egal ob Briefmarken, Brot, Theaterkarten: Preise werden nur noch in Milliarden gemessen.

Neue Scheine verteilte die Notenbank körbeweise. Das Land kehrte zur Naturalwirtschaft zurück: Ärzte behandelten gegen Würste, Theaterbesucher zahlten mit Kohlebriketts, Händler verlangten Antiquitäten — wenn überhaupt noch etwas verkauft wurde, denn überall entstanden versteckte Lager.

Verzweifelte Bürger plünderten Metzgereien und Gemüsehändler, die Polizei auf dem Land bewachte nachts die Felder und schoss auf Stadtkinder, die dort nach Kartoffeln gruben. In den Städten verprassten derweil die Menschen ihr Geld.

Sie tranken, tanzten und hurten. Der Euro war angeblich durch Grund und Boden gedeckt — eine Lüge, die aber niemand hinterfragte. Die Mittelschicht verlor ihr Erspartes, und Rentner wurden mittellos. Profitiert hatten dagegen alle, die auf Pump Häuser, Äcker oder Unternehmen gekauft hatten.

Feinde Deutschlands Geschichts- und Berichtsfälschung: Deutsche Opfer und alliierte Kriegsverbrechen….