Globalisierung


Die öffentliche Meinung bezüglich ökonomischer und kultureller Globalisierung wurde in mehreren Studien untersucht. Dieses Schlagwort solle kritisch hinterfragt werden, da es latente Konflikte unterstreiche und Möglichkeiten einer friedlichen Lösung utopisch erscheinen lasse, unabhängig von der Toleranz unterschiedlicher Kulturen untereinander sowie interkultureller Kompetenz der Verhandlungspartner. Das Problem der Deutung und Messung von Indikatoren ist ein sehr weitläufiges. An der Schwelle zum autoritären Jahrhundert.

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Im Jahr wurden weltweit 1,32 Milliarden Passagiere auf Auslandsflügen befördert. Im Durchschnitt flogen die Passagiere dabei 2. Die grenzüberschreitend beförderte Luftfrachtmenge lag im Jahr bei 32,8 Millionen Tonnen Da die Fracht im Jahr im Durchschnitt 5.

Auch der Umfang der zu See transportierten Güter ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen. Das Seefrachtaufkommen hat sich allein zwischen und von Die Zahl der Telefonanschlüsse am weltweiten Telefonnetz hat sich seit verzehnfacht. Internetbasierende Telefonie ermöglicht eine global vernetzte Zusammenarbeit durch eine kostengünstige permanente Kommunikationsverbindung in hoher Qualität. Vor allem über das Internet haben sich die grenzüberschreitenden Kommunikationsprozesse vervielfacht und die Zahl der Internetanschlüsse steigt weiter exponentiell, allerdings über den Globus sehr ungleich verteilt und in totalitär regierten Ländern streng überwacht.

Während zu Beginn der 90er Jahre gerade einmal ein paar Tausend Rechner miteinander verbunden waren, sind es heute alleine in Deutschland schon weit über 30 Millionen. Während das Internet im Jahr im Bereich der privaten Nutzung noch keine bedeutende Rolle spielte, lag die Zahl der Internetnutzer im Jahr bereits bei Millionen. Erst seit Beginn dieses Jahrtausends sind alle Staaten mit dem Internet verbunden.

Die Globalisierung der Politik ergibt sich aus den Folgen der wirtschaftlichen und kulturellen Globalisierung. Es entstehen neue Probleme, die aufgrund der begrenzten nationalen Möglichkeiten nicht ohne eine globale Kooperation gelöst werden können.

Dazu zählen folgende Problemfelder:. Es werden zwei mögliche Lösungsansätze diskutiert: Zum einen kann man versuchen, die Globalisierung zurückdrehen, um diesen Problemen aus dem Weg zu gehen. Zum Anderen kann man versuchen, globalpolitische Strukturen und Regelwerke zu installieren, um künftige Probleme und Problemfelder lösen zu können. Solange die globale Verflechtung zunimmt, wird auch der Druck wachsen, globalpolitische Regelungen zu finden.

Eine häufige Forderung ist dabei, vom Unilateralismus abzukommen und multilaterale Prinzipien zu etablieren. Weltinnenpolitik, Weltordnungspolitik, Globale Ordnungs- und Strukturpolitik. Ein Aspekt der politischen Globalisierung ist der internationale Rechtsverkehr.

Neben einer Vielzahl von völkerrechtlichen Verträgen ist die im Jahre beschlossene Haager Konvention Nummer 12 zur Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der Beglaubigung oder Legalisation die wichtigste Rechtsnorm.

Die darin vorgesehene Entbürokratisierung und Vereinfachung des Rechtsverkehrs zwischen den Staaten hat eine Globalisierung, wie sie sich heute darstellt, erst ermöglicht. Sie ermöglicht wegen des hohen Mitgliederstandes einen beinahe weltumspannenden Rechtsverkehr, ohne dass die diplomatischen Dienste in Anspruch genommen werden müssen siehe auch Apostille und Legalisation.

Die Zunahme der Verflechtungen zwischen den Gesellschaften stellt neue Ansprüche an die Zusammenarbeit zwischen Staaten. Verschiedene internationale Organisationen sind Ausdruck der Globalisierung und prägen ihre Gestalt. Ihre Ziele können sich widersprechen, auch sind sie sehr unterschiedlich mit Macht zur Durchsetzung ihrer Standards ausgestattet.

Die wichtigsten Aufgaben der Vereinten Nationen sind die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts , der Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit. Die Internationale Atomenergie-Organisation ist eine autonome wissenschaftlich-technische Organisation innerhalb der Vereinten Nationen. Die Mitgliedsstaaten sind durch Repräsentanten von Regierungen sowie von Arbeitnehmern und Arbeitgebern vertreten. Schwerpunkte der Arbeit der IAO sind die Formulierung und Durchsetzung internationaler Arbeits- und Sozialnormen, die soziale und faire Gestaltung der Globalisierung sowie die Schaffung von menschenwürdiger Arbeit als einer zentralen Voraussetzung für die Armutsbekämpfung.

Es arbeitet dafür mit verschiedenen Partnern zusammen, darunter anderen UN-Organisationen und anderen internationalen Organisationen, Regierungen, nichtstaatlichen Organisationen, Unternehmen und der Zivilgesellschaft. Die in Washington, D. Heute hat sie die Aufgabe, die wirtschaftliche Entwicklung von weniger entwickelten Mitgliedsländern durch finanzielle Hilfen, durch Beratung und technische Hilfe zu fördern.

Der Internationale Währungsfonds spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulierung der Weltfinanzen und beim Management der internationalen Schuldenkrise.

Ziele sind vor allem: Ziel der Welthandelsorganisation ist die Liberalisierung des internationalen Handels wie auch die Stabilisierung der Weltwirtschaft. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist eine Organisation der westlichen Industrieländer und hat das Ziel, deren internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit und deren Entwicklungshilfe zu fördern.

Sie ist hauptsächlich in den Bereichen Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik, Energie Internationale Energieagentur , Bildung und Forschung sowie in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit tätig. Neben den staatlichen spielen auch die internationalen Nichtregierungsorganisationen eine zunehmende Rolle.

Ihre Zahl steigt kontinuierlich; [33] sie sind häufig stark auf die Bearbeitung einzelner Themen spezialisiert. Ihr Verhältnis zu den staatlichen Organisationen ist uneinheitlich und im Wandel begriffen; es kann je nach den beteiligten Akteuren die Form von Protesten, Lobbypolitik oder auch Zusammenarbeit annehmen.

Die Kulturen werden entgrenzt zu einer Hyperkultur. Dabei charakterisiere das Nebeneinander und die Gleichzeitigkeit des Verschiedenen die Hyperkultur. Im Vergleich zu Kulturen der Innerlichkeit stellt die Hyperkultur, so Han, eine offene und somit ent -innerlichte Kultur dar. Befürworter einer Globalisierung der Kultur sehen darin eine Entwicklung zur weltweiten Verfügbarkeit von Elementen aller Kulturen beispielsweise Restaurants deutscher Tradition in Afrika, afrikanische Musik in Deutschland, das in Indien erfundene Chicken Tikka in England, die Inbesitznahme der englischen Sprache durch ehemalige Kolonien.

Die Verdrängung der einheimischen Kulturen spiele sich häufig nur auf einer oberflächlichen Ebene ab. Einflüsse würden lokal modifiziert und in die eigenen kulturellen Wertvorstellungen eingebunden.

Menschengruppen durch den Kontakt mit der westlichen Kultur zum Beispiel durch eine erhöhte Gleichberechtigung der Frau. Das Konzept der Hyperkulturalität verweist auf die kulturelle Dynamik der Globalisierung, die über die Inter-, Multi- oder Transkulturalität hinausgeht. Tyler Cowen glaubt, dass kulturelle Homogenisierung und Heterogenisierung keine Alternativen seien.

Vielmehr tendierten sie dazu, gleichzeitig aufzutreten. Ein verstärkter kultureller Austausch könne die zwischengesellschaftliche Vielfalt vermindern und gleichzeitig die innergesellschaftliche Vielfalt und die individuellen Wahlmöglichkeiten erhöhen. Zwar ändere und beschädige der interkulturelle Austausch jede Gesellschaft, die er berührt, aber letztlich fördere er die Innovation sowie die Kreativität des Menschen.

Unter Globalisierung der Kultur verstehen vor allem die Kritiker z. Eine massive Verbreitung westlicher Werte findet vor allem über das Fernsehen , [35] das Internet [36] und das Kino statt. Aber auch Musik [37] , Mode [38] wie zum Beispiel die Krawatte und Wohnkultur [39] würden weltweit vom Westen beeinflusst. Dieses Schlagwort solle kritisch hinterfragt werden, da es latente Konflikte unterstreiche und Möglichkeiten einer friedlichen Lösung utopisch erscheinen lasse, unabhängig von der Toleranz unterschiedlicher Kulturen untereinander sowie interkultureller Kompetenz der Verhandlungspartner.

Globalisierung bedeute nicht unbedingt und nicht nur das Verschmelzen von Kulturen, sondern auch eine Stärkung von lokalen und traditionellen Aspekten. Beispielsweise wurde in China in neuester Zeit trotz vielfältiger Adaptionen im technischen und wirtschaftlichen Bereich mit aufwendigen Mitteln das alte Kaisergrab des ersten Kaisers von China restauriert. Die aus dem Ausland einströmenden Ideen führten zu der Suche nach Werten, die der chinesischen Nation eigen und unverwechselbar sind.

Auf kultureller Ebene bildeten gerade Unterschiedlichkeit und Vielfalt Teilergebnisse der Globalisierung. Diese kulturelle Diversifikation werde auch von Konzernen mit globalem Absatzmarkt unterstützt, da sie in der Konkurrenz mit anderen Anbietern gezwungen sind, den Geschmack lokaler Kunden zu treffen. Weltweit dominiert die Wirtschaftssprache Englisch , deren Gebrauch sich stetig weiter ausbreitet.

Damit einher geht aber auch ein häufiger Gebrauch englischer Begriffe für neu erfundene Gerätschaften, Sportarten, Moden. Parallel entwickeln sich in vielen Sprachen auch Mischwörter, die in ihrer Gesamtheit im Deutschen als Denglisch bezeichnet werden.

International ist auch das Verschwinden von Exonymen zu beobachten. Diversifizierungstendenzen zeichnen sich auch hier ab, wenn beispielsweise US-amerikanische Oberschichtseltern ihre Kinder von eigens eingeflogenen chinesischen Kindermädchen erziehen lassen, damit sie die Sprache einer immer wichtigeren Weltmacht von klein auf lernen. Die Globalisierung hat die Wahrnehmung der global auftretenden Schäden verbessert.

Die Umweltstandards in Industrieländern sind höher als in Schwellenländern und Entwicklungsländern. Im Zuge der Globalisierung werden die höheren Umweltstandards der Industrieländer zunehmend auf die Schwellenländer und Entwicklungsländer übertragen.

So müssen beispielsweise Länder, die der Europäischen Union beitreten wollen, die strengeren Umweltgesetze der EU übernehmen. Effizientere Produktionsweisen führen zu Ressourceneinsparungen und Kostenvorteilen für die Unternehmen, so dass auch in den Schwellenländern langfristig eine Anpassung der Produktionsweisen stattfindet. In der Folge werden die globalen Umweltprobleme zunehmend von Regierungen und lokal, regional und international agierenden nichtstaatlichen Organisationen aufgrund eines erhöhten globalen Bewusstseins zum Thema gemacht.

Das internationale politische System reagiert darauf mit neuen Spezialorganisationen zum Beispiel UNEP , die Umweltbehörde der UNO und Umweltregelungen und -verträgen, die, allerdings nach Meinung von Kritikern viel zu langsam, auch die Vorgehensweise der traditionellen internationalen Institutionen beeinflussen. Insbesondere Historiker kritisieren die Gegenwartszentriertheit der wissenschaftlichen und erst recht der öffentlichen Diskussion über Globalisierung.

Diese trage zu einem falschen Bild des Phänomens bei und damit zu fragwürdigen Prognosen. Mit der Ergänzung durch die Perspektive der Historiker lasse sich ein viel genaueres Bild der Globalisierung und ihrer Ursachen zeichnen und damit auch plausiblere prognostische Schlüsse ziehen. Er schlägt ein Modell vor, das mehrere Globalisierungswellen vorsieht, also historische Phasen der Zunahme der internationalen Verflechtung, die immer gefolgt waren von Phasen der Verflechtungsabnahme.

In dieser Zeit seien die Handelsverflechtung, die kommunikationstechnische Verflechtung, der Kapitalverkehr und die Migration enorm angestiegen und haben relative Zahlen erreicht, die meist erst in den er Jahren wieder erreicht wurden, im Bereich Migration bis heute nicht.

Mit dem Ersten Weltkrieg hörte das Wachstum der Verflechtung auf, und mit der Weltwirtschaftskrise ab nahm die Verflechtung wieder ab. Als Ursachen der Verflechtungszunahme sieht Borchardt.

Schon lange vor der Globalisierungswelle des Jahrhunderts sind verschiedene Phasen der Zu- und Abnahme der wirtschaftlichen und kulturellen Verflechtung zu beobachten, worauf die wirtschaftshistorische und die generell historische Forschung seit mindestens den er Jahren hinweisen. Diskutiert werden die ganz Eurasien umfassenden Fernhandelsverbindungen in der Antike , die Handelsverbindungen der Hochkulturen Ägyptens , Chinas , Mesopotamiens , und der Induskultur sowie die Verflechtung Europas im Mittelalter ,.

Auch wenn die Transportzeit von 18 Monaten heute lang erscheint und der Handel über mehrere Transporteure verschiedener Länder verlief, so war dieser Handel doch fest etabliert und alles andere als eine Einzelerscheinung.

In der Hochzeit der Hanse zu Beginn des Städte konnten dem Verbund beitreten und wieder austreten, bei Verletzung der Regeln drohte der Ausschluss aus der Hanse. Die Hanse hatte nach Philippe Dollinger keine der charakteristischen Züge eines Staates, aber die Macht eines solchen.

Der Schritt zu einer staatlichen Organisation wurde von der Hanse niemals vollzogen. Mit dem Erstarken der Nationalstaaten endete der freie Warenverkehr über die Landesgrenzen und damit auch eine wesentliche Grundlage für den Erfolg der Hanse. Mit dem letzten Hansetag im Jahr endete die Hanse. Die wachsende weltweite Verflechtung war den Menschen des Sie wurde intensiv öffentlich diskutiert.

Schon zur Mitte des Jahrhunderts findet man im ersten Kapitel des Kommunistischen Manifests eine Beschreibung des grenzenlosen Ausdehnungsstrebens des Weltmarktes im Zuge des Konkurrenz -Mechanismus des Kapitalismus. Die uralten nationalen Industrien […] werden verdrängt durch neue Industrien, deren Einführung eine Lebensfrage für alle zivilisierten Nationen wird, durch Industrien, die nicht mehr einheimische Rohstoffe, sondern den entlegensten Zonen angehörige Rohstoffe verarbeiten und deren Fabrikate nicht nur im Lande selbst, sondern in allen Weltteilen zugleich verbraucht werden.

Und wie in der materiellen, so auch in der geistigen Produktion. Die geistigen Erzeugnisse der einzelnen Nationen werden Gemeingut […] und aus den vielen nationalen und lokalen Literaturen bildet sich eine Weltliteratur. Seit Ende der er Jahre kam es durch den Einsatz von schnellen Dampfschiffen mit Schiffsschraube , durch die Eröffnung des Suezkanals und der First Transcontinental Railroad in den USA, durch die Verlegung der ersten Transatlantikkabel und die Gründung des Weltpostvereins — der zweitältesten globalen Organisation überhaupt, die der Regelung des internationalen Brief-, Paket- und Geldversendungsverkehr diente — zu einer erheblichen Beschleunigung des Waren- und Informationsaustauschs, und zwar unter verstärkter Einbeziehung der sich ausweitenden kolonisierten oder halbkolonisierten Regionen in Afrika und Asien und vor dem Hintergrund eines sich weltweit durchsetzenden Freihandelsideologie.

Schon die Anfang des Die amerikanische Ueberspekulation und Ueberfinanzierung hat auch in den letzten Tagen wieder ihren Wellenschlag nach den europäischen Gestaden getrieben. Doch blieben die Finanzmärkte, d. Auch Kapitalverkehrskontrollen fielen weitgehend weg, wodurch die internationalen Kapitalströme stark anschwollen.

Der von Ulrich Beck postulierte Zustand der Globalität , der Weltgesellschaft, in der nationale Grenzen keine Rolle mehr spielen, ist noch längst nicht erreicht. Seit der Finanzkrise ab sind verstärkt Abschottungstendenzen und ökonomische, politische und kulturelle Gegenbewegungen gegen die Globalisierung zu verzeichnen. So haben als Reaktion auf sich verändernde Vorlieben der Verbraucher das Onshoring zugenommen und der Trend zur weltweiten Konvergenz der Produkte McDonaldisierung eher abgenommen.

Viele Firmen verlagern ihre Produktion nicht mehr in Niedriglohnländer, sondern näher zu den Märkten, auf denen die Produkte verkauft werden. Dafür ziehen mehr Arbeitskräfte in die Staaten und Metropolen mit der höchsten Kapitalisierung.

In Europa stieg die Zahl der Zuwanderer von bis um 35 Prozent. So wird von rechtspopulistischen Globalisierungsgegnern in Europa oder Nordamerika heute weder in ersten Linie der internationale Handel noch der Kapitalismus , sondern der Zustrom von Migranten abgelehnt. Die vielen kurzen Interaktionen durch den Massentourismus haben wenig zum Abbau von Fremdenfeindlichkeit und kultureller Distanz beigetragen.

Seit den Terroranschlägen vom September steht zudem das Problem des Staatszerfalls auf der politischen Agenda, das möglicherweise auch eine Folge der Globalisierung ist. Diese ermöglicht es informellen Netzwerken der Eliten und Warlords zwar, auch ohne staatliche Organisation dauerhafte Renten aus permanenter Kriegswirtschaft und Rohstoff monopolen zu beziehen.

Das kann zu einem Verharren oder einem Rückfall der nicht an der Macht Beteiligten in die Schatten- oder lokale Subsistenzwirtschaft führen, wenn sie nicht sogar emigrieren müssen. Die Auswirkungen der Globalisierung werden sehr kontrovers diskutiert. Ergänzend ist zu den bereits genannten Aspekten sind noch weitere Vor- und Nachteile zu nennen. Besonders wird erwartet, dass durch mehr Handel und eine verstärkte Arbeitsteilung die Armut bekämpft werden kann.

Die Politik der Importsubstitution , mit der in den ern und ern vor allem Länder Lateinamerikas und Afrikas, aber auch beispielsweise Indien versuchte, durch hohe Zölle auf Importe der eigenen Industrie den heimischen Markt zu sichern und so Wirtschaftswachstum auszulösen, wird als gescheitert betrachtet.

Eine Verstärkung der Ungleichheit, die in Industrieländern in der Vergangenheit in Form von sinkenden Löhnen für weite Bevölkerungsschichten zu beobachten war, betrachten viele Experten als weniger durch die Globalisierung, sondern vielmehr durch den technischen Wandel induziert. Die häufig vorgebrachte Kritik, die Globalisierung untergrabe die politische Gestaltungsfähigkeit, wird zurückgewiesen. Einer empirischen Untersuchung zufolge hat die wirtschaftliche Globalisierung einen robusten positiven Effekt auf die Lebenserwartung auch in armen Ländern , die politische und soziale nicht.

Eine grundlegende Ursache für Konflikte, die sich aus Globalisierungsprozessen prinzipiell ergeben, ist die Unterschiedlichkeit der Geschwindigkeit und der Intensität dieser Prozesse in den unterschiedlichen Kategorien, die für die Lebensbedingungen der Menschen relevant sind. Weit überwiegend richten sich Globalisierungskritiker u. Gemeint ist vor allem die Öffnung der Märkte und die Schaffung von Freihandelszonen.

Kritisiert wird, dass sich die Globalisierung auf Märkte und Geschäftsbeziehungen konzentriert, die Globalisierung von Menschenrechten , Arbeitnehmerrechten , ökologischen Standards oder Demokratie aber unberücksichtigt bleiben würde. Vielfach wird die Einführung weltweiter sozialer und ökologischer Mindeststandards gefordert. Die moderne Globalisierung hat nach Meinung von Kritikern die in sie gesetzten Hoffnungen nicht erfüllt. Das von liberalen Wirtschaftswissenschaftlern erwartete beschleunigte Wirtschaftswachstum sei bisher nicht eingetreten.

Von bis hätte sich die weltweite wirtschaftliche und soziale Entwicklung von Ländern in sämtlichen Entwicklungsstadien im Vergleich zu den vorangegangenen beiden Jahrzehnten vielmehr verlangsamt. Globalisierungskritiker behaupten ferner, dass es durch die liberale Globalisierung zu einer Zunahme der weltweiten sozialen Ungleichheit sowohl zwischen als auch innerhalb einzelner Länder vgl.: Begründet liegt dies vor allem in der schlechten Entwicklung Lateinamerikas und Afrikas, die nicht mit dem schnellen Wirtschaftswachstum der Industrieländer mithalten konnten.

Dann sinkt der Gini-Koeffizient seit Mitte der 50er Jahre, was wiederum vor allem auf die positive Entwicklung in China und Indien zurückzuführen ist, während vor allem afrikanische und lateinamerikanische Länder zurückfallen.

Heiner Flassbeck und Paul Steinhardt gehen davon aus, dass das Globalisierungsprojekt aufgrund der steigenden gesellschaftlichen Ungleichheit und der politischen Verwerfungen nach der Wahl Donald Trumps und aufgrund des Brexit gescheitert ist, dass es aber weder tragfähige Konzepte für eine neue internationale Kooperation noch für Staatseingriffe gebe und dass staatliche Politik weitgehend durch Machtmissbrauch diskreditiert sei.

Der derzeitige marktökonomische Diskurs sei jedoch keine wissenschaftliche Diskussion mehr, sondern durchdrungen vom Interessenlobbyismus. Allein der demokratische Nationalstaat mit seinen Grenzen sei eine funktionierende Form für demokratische Verhältnisse. Darüber hinausgehende Kräfte würden sich der demokratischen Kontrolle entziehen. Ein weiterer Punkt in der Analyse und Diskussion von Globalisierung ist deren Verschränkung mit und Auswirkung auf Geschlechterverhältnisse.

Dabei wird Globalisierung in der geschlechtersensiblen Forschung ambivalent beschrieben: Gleichzeitig werden flexible und prekäre Arbeitsverhältnisse, die früher weiblich besetzt waren, in alle Gesellschaften und alle Schichten ausgedehnt siehe: Hier wird auch von einer 'Feminisierung des Arbeitsmarktes' gesprochen.

Andererseits eröffnet die Globalisierung Frauen auch neue Möglichkeiten zur internationalen Kooperation und Vernetzung aufgrund neuer Medien der Kommunikation und der Bedeutungszunahme internationaler Organisationen. Die öffentliche Meinung bezüglich ökonomischer und kultureller Globalisierung wurde in mehreren Studien untersucht. Scheve und Slaughter fassen die wichtigsten Erkenntnisse aus der öffentlichen Meinungsforschung zur Globalisierung in vielen Industrie- und Entwicklungsländern in folgenden Punkten zusammen: Eine verbreitete Herangehensweise an die Analyse der öffentlichen Meinung leitet sich aus Standardmodellen der Handelstheorie ab.

Das Theorem impliziert, dass Arbeitnehmer in Industriezweigen mit Nutzung von nicht-knappen Produktionsfaktoren vom Freihandel profitieren und diesen daher unterstützen würden Sektorenhypothese. Hochqualifizierte können zudem stärker von der wirtschaftlichen Integration profitieren als Niedrigqualifizierte und seien daher auch Einwanderung gegenüber aufgeschlossener Qualifikationsshypothese. Damals waren die Marktteilnehmer für diese Güter eher eine vermögende, politische und unternehmerisch einflussreiche Elite.

Mit der Industrialisierung wuchs die Anzahl der Lohnarbeiter sprunghaft an, welche die Möglichkeit und das Bedürfnis hatten, Geld zu sparen. Zu dieser Zeit nahm die Bedeutung der Zentralbanken und organisierten Börsen zu, auch wegen der Internationalisierung.

Einen ersten Höhepunkt gab es vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Diese Zeit — auch die Zeit der milliardenschweren Geschäftsleute englisch robber Barrons , beispielsweise Rockefeller , Morgan , Vanderbilt , Andrew Carnegie , Edward Henry Harriman in den Vereinigten Staaten — zeichnete sich durch eine kaum existente Marktregulierung des Kapitalmarktes aus.

Nach einer Regulierungswelle der er Jahre und nach dem Zweiten Weltkrieg sind diese Märkte heute sehr dynamisch und liberal organisiert. Heute werden die Geld- und Kapitalmärkte neben dem Devisenmarkt als Finanzmärkte zusammengefasst. Entsprechend stellt sich in den Arbeiten von Steffen Roth die Frage, wie ein allgemeiner Marktbegriff bestellt sein muss, auf dessen Grundlage sich Märkte in Zeitaltern und Weltregionen beobachten lassen, in denen funktionale Differenzierung nicht die Hauptrolle spielt e.

Aus dem ortsbezogenen Marktbegriff hat sich im Laufe der Zeit ein auf die Verkaufsform bezogener Marktbegriff abgeleitet. Heute unterscheidet man eine ganze Reihe unterschiedlicher Märkte. Werden auf einem Markt gebrauchte Waren wie beispielsweise benutzte Haushaltsgegenstände oder Kleidung aus zweiter Hand angeboten, spricht man von Flohmarkt oder Trödelmarkt. Neben solchen allgemeinen Marktveranstaltungen hat sich im Lauf der Geschichte eine ganze Reihe spezieller Veranstaltungen in Marktform entwickelt; hierzu zählen beispielsweise spezielle Obstmärkte , Fischmärkte und ähnliche Produktgruppenmärkte, wie auch Viehmärkte zu denen es historisch in Städten auch jeweils spezielle Plätze gab , neuer auch Bauernmärkte Märkte der Direktvermarktung , aber auch Kunst- Handwerksmärkte , Weihnachtsmärkte und Fach- und Spezial messen.

Hervorgegangen aus den auf Tauschhandel basierenden Märkten der frühen Geschichte oder indigener Kulturen existieren heute vor allem in den Entwicklungsländern lokale Märkte für die Produkte traditionellen Wirtschaftens , bei denen die Erzeuger direkt ihre Waren verkaufen oder gegen andere Güter eintauschen.

Das entscheidende Merkmal solcher Märkte ist die reine Versorgungsorientierung; Gewinnerwirtschaftung und Profit spielen hier keine Rolle. Ein Supermarkt ist ein Laden, der verschiedene Waren des täglichen Bedarfs anbietet. Die moderne Markthalle nimmt mit ihren meist festen Ständen eine Zwischenstellung zwischen Markt und Supermarkt ein. Nach der Art des Handels lassen sie sich unterteilen in Börsensegmente genannte Teilmärkte wie geregelter Markt , amtlicher Markt und Freiverkehr.

Der Begriff Markt bezeichnet in der Wirtschaft ganz allgemein den realen oder virtuellen Ort des Zusammentreffens von Angebot und Nachfrage von und nach einem Gut.

Wenn das Angebot kleiner ist als die Nachfrage, handelt es sich um einen Verkäufermarkt. Stimmen Angebot und Nachfrage bei einem Gut überein, so spricht man vom Marktgleichgewicht. Es ist gekennzeichnet durch den Gleichgewichtspreis auch Marktpreis und die durch ihn bestimmte gleichgewichtige Menge.

Unter bestimmten Bedingungen erreicht eine Ökonomie, in der alle Güter auf Märkten frei getauscht werden, eine pareto-effiziente Ressourcenallokation Erster Hauptsatz der Wohlfahrtsökonomik. Diese Aussage bildet das theoretische Fundament für das in vielen Ländern vorherrschende Wirtschaftssystem der Marktwirtschaft.

Sind die Annahmen des Ersten Hauptsatzes der Wohlfahrtsökonomik verletzt, so ist die Güterallokation über Märkte im Allgemeinen ineffizient sog. Ein Markt besteht aus allen tatsächlichen und potenziellen Abnehmern mit einem spezifischen Bedürfnis, welches die Unternehmung mit ihrem Produkt zu befriedigen versucht.

Paul Samuelson und William Nordhaus definieren den Markt wie folgt: Die Volkswirtschaftslehre unterscheidet zwei Marktarten, die Faktormärkte und die Gütermärkte:. Aus unternehmerischer Sicht bezeichnet man als Markt ein Absatzgebiet.

Der relevante Gesamtmarkt lässt sich dabei in Marktsegmente unterteilen. Bedürfniscluster zugeordnet werden können und kombiniert dieses mit Produkten und Serviceleistungen der Anbieter. Auf dem Markt treffen also Bedürfnisse und Lösungen zusammen. Erst wenn Bedürfnisse und Lösungen kombiniert werden, ergibt sich ein Markt vgl. Märkte haben im Zusammenhang mit Marketing allgemein eine doppelte Funktion, denn sie sind Bezugsobjekte und Zielobjekte des Marketing zugleich. In der Tat stellen Märkte als Bezugsobjekte des Marketings die Rahmenbedingungen für das Marketing eines Unternehmens, da das Marketing auf den Märkten stattfindet und dementsprechend stark von den Marktakteuren geprägt wird.

Gleichzeitig streben Unternehmen mit ihren Marketingaktivitäten jedoch auch eine Gestaltung bzw. Beeinflussung der Märkte und Marktakteure an, wodurch die Märkte zu Zielobjekten des Marketings werden. Dabei sollte die Marktgestaltung bzw. Die Betriebswirtschaftslehre des Handels hat ein eigenständiges Märktegenerierungskonzept entwickelt.

Danach generieren und organisieren Handelsunternehmen, und zwar schon jedes einzelne Unternehmen, komplette Märkte als spezifische tertiäre Güter: Absatzmärkte für Lieferanten und gleichzeitig Beschaffungsmärkte für Kunden. Hinzu kommt die Tatsache, dass Handelsunternehmen durch ihre freie Sortiments- und Preisbildung originären Wettbewerb Produktwettbewerb schaffen. Jeder Handelsbetrieb unterläuft damit wohl weitgehend unbewusst den Hang eines jeden Herstellers zur Monopolisierung, die 'propensity to monopolize' nach Joan Robinson.