Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögenswerte des AV nach BilMoG

Definition und Identifikation immaterieller Vermögenswerte. Immaterielle Vermögenswerte stellen in der betrieblichen Praxis eine bedeutende Größe dar.

Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte 6. Ein Ansatzverbot liegt immer dann vor, wenn den in Abbildung 2 genannten Ansatzkriterien nicht entsprochen wird. Für immaterielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens galt dieses Aktivierungsverbot noch nie, ebenso nicht für entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens. Beim Erwerb eines immateriellen Vermögenswertes erfolgt der Ansatz zu Anschaf- fungs- und Herstellkosten. Weiterhin wer- de ich den Bilanzansatz näher erläutern und eine Unterscheidung zwischen selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten und erworbenen immateriel- len Vermögenswerten treffen.

Mögliche Grundformen

ten wie Maschinen oder Immobilien existieren nämlich für immaterielle Vermögenswerte wie Patente und Marken – trotz einer dynamischen Entwicklung in jüngerer Zeit – bisher kaum allgemein anerkannte Bewertungsverfahren oder Märkte auf denen IP flexibel handelbar ist.

Während die abstrakte Aktivierbarkeit die theoretischen Voraussetzungen für das Vorliegen eines Vermögenswerts bestimmt, stellt die konkrete Aktivierbarkeit fest ob Spezialnormen gelten und allgemeine Regeln brechen, z. Für die Frage der Aktivierbarkeit von immateriellen Werten finden sich spezielle Vorschriften in den Einzelstandards.

Die Identifizierbarkeit soll die Existenz des i. Patenturkunden oder Verträge weisen die rechtliche Existenz nach. Ansonsten ist zu prüfen, ob der wirtschaftliche Nutzen des Vermögensgegenstandes für sich verkauft, vermietet oder auf sonstige Weise genutzt werden kann. Die Beherrschung des i. Dieses Kriterium soll eine Aktivierung zukünftiger Ereignisse in Form von Absichtserklärungen verhindern.

Der künftige wirtschaftliche Nutzen beinhaltet, dass z. Erlössteigerungen durch den i. Für die konkrete Aktivierbarkeit gilt IAS Nach diesem Standard ist der i. Dort wird vom Unternehmen eine vernünftige und begründete Beurteilung der Wahrscheinlichkeit sowie eine bestmögliche Schätzung vom Management verlangt.

Die zuverlässige Bewertbarkeit ist für die meisten i. Dagegen ist die Bewertbarkeit von i. Insbesondere die Entscheidung über den Ansatz von selbst geschaffenen i. Die konkrete Aktivierbarkeit ist erfüllt, wenn kein Ansatzverbot vorliegt und keine Ansatzwahlrechte gegeben sind. Explizite Ansatzwahlrechte bestehen für i.

Ein Ansatzverbot liegt immer dann vor, wenn den in Abbildung 2 genannten Ansatzkriterien nicht entsprochen wird. Darüber hinaus existiert ein uneingeschränktes Ansatzverbot für selbst erstellte i. Grundsätzlich ist ein i. Durch die unterschiedlichen Zugangsarten kann es zu unterschiedlichen Zugangsbewertungen kommen. Zu berücksichtigen sind bei der Erstbewertung von gesondert erworbenen i.

Einem Unternehmen kann ein i. Diese Übertragungen oder Zuteilungen können sowohl kostenlos als auch zum Nominalwert der Gegenleistung erworben werden. Flughafenrechte, Lizenzen zum Betreiben von Rundfunk- und Fernsehanstalten, Importlizenzen oder -quoten sowie Zugangsrechte für sonstige begrenzt zugängliche Ressourcen. Sofern es sich um monetäre Vermögenswerte handelt, ist die Bewertung unproblematisch. Es erfolgt eine Bewertung in Höhe der Anschaffungskosten zum beizulegenden Zeitwert.

Handelt es sich jedoch um den Tausch von einem nicht monetären Vermögenswert gegen einen anderen und fehlt es dem Tauschgeschäft an wirtschaftlicher Substanz oder der beizulegende Zeitwert des erhaltenen Vermögenswertes noch der des hingegebenen Vermögenswertes ist verlässlich bewertbar, treten häufig Probleme auf.

Erfolgt hinsichtlich des erworbenen Vermögenswertes eine Nichtbewertung zum beizulegenden Zeitwert, so werden die Anschaffungskosten für diesen zum Buchwert des hingegebenen Vermögenswertes bewertet.

Aus dem beizulegenden Zeitwert werden die Markterwartungen über die Wahrscheinlichkeit widergespiegelt, welcher künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem i. Unabhängig davon, ob das erworbene Unternehmen den i. Nachträgliche Ausgaben für ein erworbenes laufendes Forschungs- und Entwicklungsprojekt werden genauso behandelt wie die selbst erstellten i.

Die verlässlichste Schutzgrundlage für den beizulegenden Zeitwert eines i. Es handelt sich damit nicht nur um rechtlich geschützte immaterielle Vermögenswerte, sondern um alle Formen von Know-how eines Unternehmens, für das ein Dritter bereit wäre, einen Preis zu bezahlen Kauf- oder Nutzungsüberlassung.

Es ist bereits jetzt vorhersehbar, dass es in der Praxis bei kleineren und mittleren Unternehmen zu Problemen bei der Identifizierung von immateriellen Vermögensgegenständen kommen wird. Marken, Drucktitel, Verlagsrechte, Kundenlisten und vergleichbare selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die nicht entgeltlich erworben worden sind, sind einer Aktivierung auch weiterhin nicht zugänglich, d.

Bei dieser Art von immateriellen Vermögenswerten bezweifelt der Gesetzgeber eine eindeutige Abgrenzung zu dem originären Firmenwert und ordnet daher ein Aktivierungsverbot an.

Der originäre Firmenwert erfüllt nicht den handelsrechtlichen Vermögensgegenstandsbegriff und ist daher schon immer keiner Aktivierung zugänglich. Zu diesem Zeitpunkt muss nur von der künftigen Vermögensgegenstandseigenschaft ausgegangen werden können. Zum Beginn der Entwicklung ist daher eine Zukunftsprognose über die künftige Vermögensgegenstandseigenschaft abzugeben.

Im Zeitpunkt der Aktivierung muss mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden können, dass ein einzeln verwertbarer immaterieller Vermögensgegenstand des Anlagevermögens zur Entstehung gelangt. Kann die Vermögensgegenstandseigenschaft nicht bejaht werden, kommt die Aktivierung der Entwicklungskosten nicht in Betracht.

Die Prognose der künftigen Vermögensgegenstandseigenschaft ohne konkrete Kriterien wird in der Praxis, insbesondere im Rahmen von Abschlussprüfungen zu Diskussionsbedarf führen. Bei diesen Diskussionen geht es dann im Wesentlichen um technische Fragestellungen, die den künftigen Vermögensgegenstand betreffen. Wie bei der Herstellung aller Vermögensgegenstände muss daher auch bei der Herstellung immaterieller Vermögenswerte eine Unterteilung in eine Forschungs- und Entwicklungsphase erfolgen.

Entwicklung ist die Anwendung von Forschungsergebnissen oder von anderem Wissen für die Neuentwicklung von Gütern oder Verfahren oder die Weiterentwicklung von Gütern oder Verfahren mittels wesentlicher Änderungen. Für die Aktivierung von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögenswerten müssen in der Praxis geeignete Vorkehrungen getroffen werden, um die Forschungs- und Entwicklungskosten gesondert zu ermitteln.

Diese Dokumentationspflichten ergeben sich aus der Einführung der Aktivierungspflicht und gelten für alle bilanzierenden Kaufleute. Wie alle anderen Vermögensgegenstände unterliegen auch die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände der Folgebewertung am Bilanzstichtag. Die Ermittlung der voraussichtlichen Nutzungsdauer wird in der Praxis zu Schwierigkeiten führen, da in der Regel keine hohe Anzahl vergleichbarer Sachverhalte vorliegt. Bei vorübergehender Wertminderung besteht ein Abschreibungsverbot.

Die Ansatzvoraussetzungen für immaterielle Vermögenswerte sind in den An- satz erworbener immaterieller Vermögenswerte und den Ansatz selbstgeschaf- fener immaterieller Vermögenswerte unterteilt.

Dabei sind externe Hinweise stärker zu gewichten, als Unternehmensinterne. Beim Erwerb eines immateriellen Vermögenswertes erfolgt der Ansatz zu Anschaf- fungs- und Herstellkosten.

Durch den Kauf eines immateriellen Vermögens- wertes erwartet ein Unternehmen einen zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen, selbst dann wenn Zeitpunkt und Höhe nicht sicher fest stehen. In diesem Fall ist eine nachträgliche Zurechnung möglich. Dies setzt allerdings voraus, dass er separierbar ist, oder aus vertraglichen Rechten resultiert. Er wird unter diesen Bedingungen stets getrennt vom Geschäfts- und Firmenwert angesetzt.

Falls im Rahmen des Unter- nehmenszusammenschlusses ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt er- worben wird, für das bis zu seiner Fertigstellung noch weitere Kosten anfallen, wird dieses wie ein selbsterstellter immaterieller Vermögenswert behandelt.

Weitere Entwicklungskosten können nur aktiviert werden, wenn sie für sich alleine auch aktivierungsfähig wären. Dies ist nur möglich, wenn die einzelnen Vermögenswerte eine ähnliche Nutzungs- dauer haben und einem gemeinsamen Zweck dienen. Tauschgeschäfte stellen beim Erstansatz eine Besonderheit da. Ein durch Tausch erlangter immaterieller Vermögenswert ist - sofern dies möglich ist - zum Zeitwert des hingegebenen Vermögenswertes zu bilanzieren.

Falls der Zeit- wert des erhaltenen Vermögenswertes genauer bestimmbar ist, wird dieser verwendet. Ist keiner der beiden Zeitwerte bestimmbar, wird der Vermögens- wert mit dem Buchwert des hingegebenen Vermögenswertes bilanziert.

IAS 38 unterscheidet zwischen Forschungsphase und Entwicklungsphase bei der Erstellung eines immateriellen Vermögenswertes. Dies beruht auf der er- höhten Komplexität der Identifikation des immateriellen Vermögenswertes an sich und der Ermittlung seiner Herstellkosten. In der Entwicklungsphase wird das Wissen aus der Forschungsphase für die Planung oder den Entwurf neuer kommerziell nutzba- rer Vermögenswerte eingesetzt. Ausgeschlossen von der Aktivierung sind selbsterstellte Markennamen, Drucktitel, Verlagsnahmen, Kundenlisten und ähnliche Vermögenswerte.