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Informationen, Tipps und Empfehlungen zu Nachhaltigkeit im Tourismus. Für faire Begegnungen mit Menschen aus anderen Kulturen.

Beide Gruppen gehören zu den Ärmsten der Armen.

Widerlegung des »Rechts auf Arbeit« von 1848

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Publikationen im Shop bestellen. Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Dass es lebensgefährlich ist? Nehmen die Menschen hier hin. Was sind die Alternativen? Badku ist sieben Jahre alt, als die Mine, in der er gerade arbeitete, einstürzt:. Laut Gesetz dürfen in Indien Jugendliche unter 14 Jahren nicht arbeiten, schon gar nicht in gefährlichen Jobs wie der Arbeit im Bergbau.

Die Behörden wollen deshalb mit dem illegalen Glimmer-Geschäft aufräumen. Die Polizei beschlagnahmt zwar ab und zu Lastwagen, die mit Glimmer aus einem der Dörfer in die Städte fahren. Doch von den Lizenzen, die seit Beginn des Jahres vergeben werden sollten, wurde bislang nicht eine erteilt. Stattdessen hat die Ankündigung der Behörden, mit harter Hand gegen den illegalen Glimmer-Markt vorzugehen, die bisherige Grauzone weiter verdunkelt. Auf der Suche nach Glimmer-Resten klettern sie in verlassene Stollen, die teils vor Jahrzehnten aufgegeben wurden.

Unfälle werden noch seltener gemeldet, seit die Menschen Angst vor Strafverfolgung haben. Unterdessen läuft das Geschäft weiter - noch unübersichtlicher und noch gefährlicher. Von wo kaufen die Händler ihren Glimmer?

Und an wen verkaufen sie? Schaut euch um, in den Läden arbeiten nur alte Männer. Die Händler reden durcheinander, machen sich wichtig. Doch vor der Kamera will nur einer reden. Sandeep Jain nimmt uns beiseite und setzt sich in seinen Laden. Es wird ein unruhiges Interview, die Stimmung ist angespannt. Die anderen Händler stehen im Halbkreis in unserem Rücken.

Sie tuscheln, unterbrechen ihren Kollegen, wenn er etwas erzählt, das ihnen nicht gefällt:. Heute oft Ausgeschlossene im eigenen Land. Oder Dalits, die sogenannten Unberührbaren, gefangen in der niedersten Stufe des hinduistischen Kasten-Wesens.

Beide Gruppen gehören zu den Ärmsten der Armen. Nur wenige von ihnen besitzen das Land, auf dem sie arbeiten. Deshalb müssen sie oft sogar noch Pacht oder Schürfrechte zahlen. Doch wovon sollen sie sonst leben? Er ernährt sie und lässt sie ihre Kinder zur Schule schicken. Zumindest, wenn sie nicht in den Minen arbeiten müssen. Gibt es einen Ausweg? Dabei gibt es den indischen Behörden nach gar keine legalen Glimmer-Minen in der Region.

Weil auf die Behörden wenig Verlass sei, habe Merck selbst bereits vor zehn Jahren die Initiative ergriffen: Man habe inzwischen verantwortungsvolle Lieferanten gefunden, die Arbeitsschutzstandards einhalten. In deren Minen arbeiteten keine Kinder. Bis soll Schluss sein mit Kinderarbeit in den Glimmer-Minen, die Unternehmen wollen dann nur noch Glimmer aus legalen Quellen kaufen. Aber sind die Lieferanten tatsächlich kontrollierbar? Die Recherche ergibt viele solcher Widersprüche, die sich nicht auflösen lassen.