Abzinsung / Diskontierung


Auf die Berücksichtigung des Solidaritätszuschlages wurde wiederum aus Vereinfachungsgründen verzichtet.

Free Cash Flow to the Firm


Dieser betrug zuletzt rund 13 Millionen Euro. Setzt man diesem eine fiktive Aktie entgegen, die mit 99 Prozent Wahrscheinlichkeit, also nahezu sicher, einen Gewinn von 30 Euro verspricht und lediglich die geringe Verlustgefahr von 1 Prozent für die Einlage in Höhe von 20 Euro bereithält, dann ergibt sich folgende Berechnung:.

Natürlich habe ich bewusst eine fiktive Aktie erschaffen, deren Erwartungswert sehr gut ist. Dennoch liegt er noch weit unter dem, was Menschen beim Anblick des aktuellen Lotto Jackpots empfinden. Daher erscheint ihnen, auch wenn dies mathematisch betrachtet eigentlich kompletter Humbug ist, der nahezu sichere Verlust im Lotto attraktiver, als der nahezu sichere Gewinn aus der Aktie. Da solche Werte in der Realität von keiner Aktie je erreicht werden dürften kann sich jeder selbst ausmalen, wie weit die Wahrnehmungen in der Realität auseinanderklaffen.

Es scheint an der zahlengestützten Theorie der Verhaltensforschung durchaus etwas dran zu sein. Und immerhin sind es nicht nur Privatmenschen, die auf ihre eigene Wahrnehmung hereinfallen. Auch Banken verkalkulierten sich in der Vergangenheit. Es wurde lieber in hochriskante Geschäfte mit hohem unwahrscheinlichen Gewinn investiert, als in sichere Gewinnbringer bei minimalem Risiko.

Tatsächlich lässt sich dies auch genauso auf Sportwetten übertragen. So sind Kombiwetten , beispielsweise bei Wetten auf die Bundesliga , weitaus gefragter als Einzelwetten. Zwar wird bei Kombiwetten im Vergleich zu Einzelwetten der Gewinn immer unwahrscheinlicher, er wird aber auch höher. Sind beide Parteien etwa gleichstark kann der Buchmacher beide Tipps mit einer Quote von 1,40 ausgeben, wobei die Einsätze natürlich nicht komplett wieder ausgeschüttet werden, Auch er möchte Gewinn machen.

Setzt man hier 10 Euro auf eine Einzelwette, dann bestehen je etwa 50 Prozent Chance diese entweder zu verlieren, oder 14 Euro Gewinn zu erhalten. Sucht man sich eine zweite Wette mit ähnlichen Werten, dann steigt der mögliche Gewinn dadurch, dass die Quoten sich in der Kombination multiplizieren , erheblich an.

Immerhin nimmt man als Spieler auch wahr, dass die Wahrscheinlichkeit richtig getippt zu haben etwas sinkt. Dass es sich mathematisch betrachtet um eine Halbierung der Wahrscheinlichkeit handelt nimmt man als Spieler aber bei einer oberflächlichen Einschätzung ohne fortgeschrittene Mathematische Kenntnisse nicht wahr. Der Erwartungswert richtet sich bei vielen noch immer an der Und dann ist dieser Erwartungswert höher.

Denn bei gleichem Einsatz wächst der Gewinn erheblich an. Die Gefahr eines Verlustes bleibt die Selbe. Hier steigen die Quoten. Für die Wahrnehmung zählen die beiden Möglichkeiten auf die man tippen kann daher annährend wie eine Und selbst wenn man diese im Geiste intuitiv noch auf Hier ergibt sich ein wenig der Effekt, den Forscher auch bei Anlagen und Lotto nachgewiesen haben.

Der Gegner hingegen wird Traumquoten bieten. Die Lektion für Sportwetten ist demnach die, dass man sich beim Spiel nicht von der Möglichkeit blenden lassen sollte, wenn hohe aber unwahrscheinliche Gewinne locken. Fremdkapitalquote auf Basis von Marktwerten dar. Die Bestimmung des Fremdkapitalzinssatzes r FK ist relativ unproblematisch; man orientiert sich meist an bestehenden bzw.

Der Einsatz von Fremdkapital hat für das Unternehmen einen Steuer mindernden Effekt, da Zinszahlungen zumindest grundsätzlich steuerlich abzugsfähigen Aufwand darstellen und damit das zu versteuernde Einkommen reduziert wird. Im Gegensatz zum vorigen Fall gibt es keine ausdrückliche Abmachung mit den Eigentümern, eine bestimmte Rendite zu bezahlen. Dennoch muss diese Rendite hoch genug sein, damit sie potenzielle Investoren dazu veranlasst, Anteilscheine des Unternehmens zu erwerben bzw.

Der hier verwendete Begriff Risiko bezeichnet sowohl positive als auch negative Abweichungen vom erwarteten Cash Flow des Unternehmens; er impliziert also auch Chancen.

Die Theorie unterscheidet hierbei in systematisches und unsystematisches Risiko. Das systematische Risiko wird auch als allgemeines Marktrisiko bezeichnet. Hat das Unternehmen Fremdkapital aufgenommen, so setzt sich das systematische Risiko aus zwei Komponenten zusammen: Neben dem Risiko des operativen Geschäfts muss explizit auch das Risiko der Kapitalstruktur berücksichtigt werden, d.

Das unsystematische Risiko kennzeichnet alle Faktoren, die für ein Unternehmen spezifisch sind, z. Ein Investor, der sein Kapital breit am Markt streut, kann das unsystematische Risiko im kapitalmarkttheoretischen Idealfall vollständig eliminieren.

Im Vergleich zur risikofreien Anlage unterliegt ein solches Marktportfolio jedoch immer noch dem systematischen Risiko, daher erhält der Investor die Marktrisikoprämie.

Da auch die erwartete Rendite des Aktienmarktes nicht verfügbar ist, dienen historische Werte als Näherung. Das Marktportfolio selbst besitzt ein Beta von 1, da die Kovarianz des Marktportfolios mit sich selbst der Varianz des Marktportfolios entspricht.

Das Papier hat eine überdurchschnittliche Volatilität. Je höher der Beta-Faktor also die Schwankungsbreite , desto höher das Risiko bzw. Ist der Beta-Faktor kleiner als 1 , reagiert die Aktie weniger stark als der Markt geringe Volatilität. Beta-Faktoren werden täglich in der Presse z. Handelsblatt und auf diversen Internetplattformen z. Nachteile dieser kostenfreien Publikationen sind meist unabhängig vom jeweiligen Einzelfall festgelegte Zeitintervalle.

Die Ermittlung eines Beta-Faktors für abweichende Zeitintervalle muss zumeist durch aufwändige eigene Rechenoperationen erfolgen. Wesentlich einfacher zu ermitteln und aussagekräftiger im Einzelfall sind die kostenpflichtigen Auskünfte professioneller Finanzdienstleister z. Bloomberg , da die Güte der ermittelten Beta-Faktoren besser nachvollzogen und wesentliche Ermittlungskriterien individuell festgelegt werden können.

Da sich Beta-Faktoren im Zeitablauf wie bereits erwähnt erheblich ändern können, ist die unreflektierte Extrapolation der Historie kritisch. Es muss daher untersucht werden, inwieweit die in der Vergangenheit gültigen Risikofaktoren auch zukünftig von Bedeutung sind. Die historischen Betas werden durch lineare Regression des Aktienkurses mit einem Aktienkursindex ermittelt.

Bei der Durchführung der Regression sind mehrere Aspekte erwähnenswert. In der Praxis werden in Abhängigkeit vom Einzelfall sehr unterschiedliche Zeitintervalle zu Grunde gelegt, die Spanne reicht i.

Zur Steigerung der Stabilität und damit Aussagefähigkeit der Betas werden meistens lange Zeiträume verwandt, i. Dem Vorteil der höheren Stabilität steht dabei der Nachteil gegenüber, dass der Wert auch durch die weiter zurückliegende Vergangenheit beeinflusst wird, der für die Zukunftsbetrachtung u. Im gewählten Zeitintervall sollte ein liquider Handel der betrachteten Aktie, sowie ein hinreichendes tatsächliches Handelsvolumen gegeben sein. In der Praxis werden um Verzerrungen zu vermeiden oft wöchentliche Renditen herangezogen.

Der Vergleichsindex sollte derselbe sein, der auch zur Ermittlung der Marktrisikoprämie herangezogen wurde. Kriterien für die Wahl eines sachgerechten Referenzindex sind die jeweilige individuelle Investorenperspektive und die regionale Verteilung der Peer-Group Unternehmen s.