Zweitjob im Ausland: Pendlerpauschale


Zudem sind Glücksspielanbieter verpflichtet, auf die Suchtrisiken des Produkts hinzuweisen. Dabei ist es gleichgültig, ob die Wette gewonnen oder verloren wurde. Der Nutzer hat aber jederzeit die Möglichkeit, das Setzen von Limits abzulehnen und diese später auch zu ändern. Dadurch wird die sehr strenge Anforderung, jedes Konto innerhalb von maximal drei Tagen zu verifizieren, praktisch umsetzbar.

Teilnahme am wirtschaftlichen Verkehr


Insbesondere würde es sehr schwer fallen, eine bestimmte Begrenzung als geeigneten Kompromiss zwischen Präventions- und Kanalisierungszielen basierend auf wissenschaftlicher Evidenz zu finden und zu argumentieren. Bei diesem Ansatz ist es die Funktion präventiver Programme, für den Verbraucher eine rechtlich eindeutige und stabile Situation zu schaffen.

Einschränkung von Live-Wetten Die Öffnung des deutschen Wettmarktes bezieht sich vorwiegend auf Pre-Match- Wetten, bei denen die Wette schon vor dem bewettbaren Sportereignis abgegeben wird. Ein solches Bewertungsmodell ergibt sich dadurch, dass Experten die Bedeutsamkeit verschiedener Charakteristika z. Gainsbury kommt zu Ergebnissen, die den Zusammenhang zwischen Live-Wetten und problematischem Glücksspiel genauer beleuchten.

Das liegt nach Meinung der Autorin an der andauernden und wiederholten Möglichkeit, während eines laufenden Sportevents weitere Wetten zu platzieren, mit möglicherweise höheren Gewinnen, was speziell für impulsive Spieler und solche mit einer bereits bestehenden Spielsuchtproblematik höchst attraktiv sein kann. Basierend auf dieser Erwartungshaltung hat die BZgA daher auch die Entwicklungen bei Live-Wetten in jeder der drei seitdem durchgeführten Glücksspielprävalenzstudie untersucht vgl.

In jeder der drei seitdem durchgeführten Glücksspielprävalenzstudien war die Assoziation zwischen glücksspielbezogenen Problemen und der staatlichen Oddset-Pre-Match-Sportwette im direkten Vergleich stärker. Diese Diskrepanz wird erklärbar, sobald mehrfaktorielle Modelle zur Entstehung glücksspielbezogener Probleme herangezogen werden.

Legt man das epidemiologische Dreiecksmodell Last, zu Grunde, ist nicht mehr die absolute Gefährlichkeit eines Spiels oder die absolute Vulnerabilität des Spielers von zentraler Bedeutung für die Entstehung von Problemen. Das Risiko ergibt sich dadurch, dass die Merkmale des Spiels zu den Vulnerabilitäten des Spielers passen und die Umgebung keine ausreichend schützenden Ressourcen zur Verfügung stellt. In keinem dieser Märkte kam es über Diese Begründung wir in Kapitel 6 im Detail besprochen.

Stattdessen besteht das Risiko, dass das Fehlen einer vollständigen Produktkategorie dazu führt, dass alle Spieler, die diese Produktkategorie nachfragen, zwangsläufig aus dem regulierten Markt hin zu unlizenzierten Anbietern kanalisiert werden Angebotsbegrenzung durch Beschränkungen des Produktangebots: Diese unterschiedliche Behandlung wird mit den Besonderheiten des Internets begründet.

Während manche Forscher Shaffer, argumentiert haben, das Internet sei nur ein weiterer Vertriebsweg, haben andere festgestellt, dass die Möglichkeiten des Internets aber auch dazu führen können, dass sich die Charakteristika der angebotenen Spiele verändern und diese dadurch risikobehafteter werden können Griffiths, ; Griffiths und Parke, Als Einflussfaktoren wurden hier insbesondere Verfügbarkeit und Ereignisfrequenz genannt.

Dass dieser Anstieg schlussendlich ausblieb wird inzwischen mit der Adaptionshypothese vgl. Die Debatte hat allerdings dazu beigetragen, dass das Internet selbst als potenzieller Risikofaktor für vulnerable Spieler angesehen wird. Hayer und Meyer folgern, dass insbesondere aufgrund der Möglichkeit des anonymen Spielens, der fehlenden sozialen Kontrolle und der bargeldlosen Zahlung das Glücksspiel im Internet mit besonderen Risiken verbunden sei.

Bei den genannten Studien muss allerdings kritisch angemerkt werden, dass sie eine Person dann als Online-Spieler betrachten, wenn er im relevanten Zeitraum zumindest einmal auch online gespielt hat unabhängig davon, wie viel die betreffende Person auch offline gespielt hat.

Eine differenzierte Betrachtung von tatsächlich nur online spielenden Kunden ist damit nicht möglich. Ein Schritt zu einer differenzierteren Betrachtungsweise wurde von Wardle et. Die Ergebnisse wurden von Blaszczynski et al. Beide Studien hatten allerdings nur eine vergleichsweise kleine Stichprobe von reinen Online-Spielern als Teil der Gesamtstichprobe untersucht, sodass von einer gewissen Fehlerbehaftung der Prävalenzschätzungen für diese Gruppe ausgegangen werden muss.

Zu vergleichbaren Ergebnissen kamen auch Lloyd et al. Ein alternativer Erklärungsansatz, der auch diese Ergebnisse miteinbezieht, wird von LaPlante et al. Während sich bei isolierter Betrachtung der einzelnen Glücksspielformen zum Teil sehr starke Risikopotenziale ableiten lassen, verschwinden diese, sobald man die Anzahl der Glücksspielformen, die ein Spieler nutzt, miteinbezieht. Das Risiko eines Spielers, glücksspielbezogene Probleme zu entwickeln, lässt sich in diesem Modell dadurch erklären, wie viele verschiedene Spiele er nutzt.

Einer ähnlichen Methodologie folgend konnten Welte et al. Weitere Studien haben die Methodologie an mehreren Prävalenzstudien repliziert und konnten zeigen, dass dadurch die Einflüsse von Glücksspieltyp bzw. Vertriebskanal verschwinden oder sich zumindest dramatisch reduzieren Afifi et al. Shaffer und Shaffer fassen zusammen, dass die in früheren Studien diskutierten Risikopotenziale verschiedener Formen und Vertriebskanäle des Glücksspiels keine kausalen Faktoren sind.

Stattdessen war es die insbesondere in älteren Studien unberücksichtigte Involviertheit, wie viele verschiedene Arten des Glücksspiels ein Spieler nutzt, welche die unterschiedlichen Risikopotenziale verschiedener Spiele vorgetäuscht hatte. Häfeli, Lischer und Schwarz fassen zusammen, dass Online-Glücksspiele zwar neuartige Risikofaktoren mit sich gebracht haben mögen, durch das Internet allerdings auch neuartige Methoden des Spielerschutzes ermöglicht werden.

Diese Ansicht kann insbesondere durch die Ergebnisse von Philander und MacKay untermauert werden: Gainsbury sieht die rasche technologische Entwicklung zwar als Risiko, versteht das Internet aber ebenfalls als potenziell sehr starke Umgebung für den Spielerschutz.

Basierend auf der vorliegenden Evidenz ist daher insbesondere ein Online-Casinoverbot nicht nur unwirksam, sondern voraussichtlich sogar kontraproduktiv: Wenn Glücksspiel im Internet neue Risiken birgt, aber zugleich auch neue Methoden des Spielerschutzes ermöglicht, dann ist die Kanalisierung in ein reguliertes Angebot noch bedeutsamer.

Denn nur dort wird von den Möglichkeiten, die das Internet zum Spielerschutz bietet, zuverlässig Gebrauch gemacht werden. So ist beispielsweise Fernsehwerbung für öffentliches Glücksspiel grundsätzlich untersagt. Es kann zwar im Einzelfall eine Befreiung vom Verbot beantragt werden. Ein Anspruch darauf, dass unter Einhaltung konkreter Auflagen die Befreiung erteilt wird, besteht aber nicht. Dieser Regulierungsansatz schafft nicht nur Rechtsunsicherheit, sondern schränkt die Möglichkeit lizenzierter Anbieter, für ihr Angebot zu werben, ein.

Insbesondere aber die Information über legale Produktangebote ist ein zentrales Werkzeug zur Erfüllung des Kanalisierungsgebots. Nur so kann sich ein lizenzierter Anbieter für den Verbraucher sichtbar von einem unlizenzierten Anbieter abheben.

Zugleich muss in diesem Spannungsfeld aber bedacht werden, welche Auswirkungen Werbung auf das Spielverhalten haben könnte. Binde verfasste eine kritische Übersicht zu Studien, die sich mit dem Einfluss von Werbung auf das Spielverhalten beschäftigen. Er kommt zu dem Schluss, dass Werbung für die Entwicklung eines pathologischen Spielverhaltens zwar einen Einfluss hat, dieser für sich allein genommen aber als gering einzuschätzen ist.

Insbesondere kritisiert er dabei einseitige und verfälschende Werbeinhalte Binde, Gleichwohl kann sie für Minderjährige und remittierte Spielsüchtige einen Trigger darstellen, wieder mit dem Spielen zu beginnen. Die Autoren raten daher an, Werbeinhalte sollten stets auch Präventionsbotschaften enthalten.

Vorschläge zur Werberegulierung stellen daher neben einer klaren Regelung der erlaubten Werbeinhalte auf ein Verbot von Werbung in oder angrenzend zu Medieninhalten ab, die vorwiegend an Minderjährige gerichtet sind Monaghan, Derevensky und Sklar, Der einzige Bereich, in dem sie einen klaren Effekt identifizieren konnten, war der Bereich der Werbung: Eine passive und vollständige Laissez-faire -Herangehensweise ist mit einer höheren Rate glücksspielbezogener Probleme verbunden als eine Regulierung der Werbung oder ein vollständiges Werbeverbot.

Kapitel 4 die Notwendigkeit von Werbung für eine erfolgreiche Kanalisierung genauer erörtert werden. Die vorliegende Evidenz zeigt deutlich, dass bestimmte Werbeinhalte zu Problemen für Jugendliche und vulnerable Personen führen können. Insbesondere aggressive Werbemethoden können bei problematischen Spielern, die versuchen, abstinent zu sein oder ihr Spielverhalten einzugrenzen, zum Rückfall führen. Vielmehr liegt der Schwerpunkt bei der Regulierung der Werbemedien und einem Prozess zur Einzelbeurteilung von Werbekampagnen im Fernsehen entlang nicht explizit definierter Regeln.

Insbesondere die Tatsache, dass dieser Beurteilungsprozess nicht klar ausdefiniert wurde, legt die Vermutung nahe, dass er ohne hinlängliche wissenschaftliche Evidenzgrundlage insbesondere zur Abwägung der Kanalisierungswirkung erstellt wurde.

Es ist daher selbst wenn eine praktische Umsetzung möglich wäre von einer mangelhaften Effektivität bei der Erreichung der Ziele des Glücksspielstaatsvertrages auszugehen. Dementsprechend bedeutsam ist sie auch für die Wirksamkeit derselben insbesondere um sicherzustellen, dass sie nicht umgangen werden kann.

Während die Altersund Identitätsfeststellung im landgestützten Angebot über den persönlichen Kontakt zum Kunden sehr direkt umgesetzt werden kann, müssen für das Internetangebot technische Systeme etabliert werden, die diese Aufgabe mit gleichbleibender Qualität erfüllen.

Der Glücksspielstaatsvertrag sieht dabei eine Alters- und Identitätsfeststellung vor, die den Kriterien der sog. Pornographie , vom Zugriff durch Minderjährige gänzlich abzuschotten. Das kann für Glücksspiel aber nicht der Fall sein, denn insbesondere die Existenz landgestützter Glücksspielangebote ist für Minderjährige klar ersichtlich. Die Einordnung von Glücksspiel in die Kategorie der schwer jugendgefährdenden Themen der geschlossenen Benutzergruppe ist daher zweifelhaft. In der Tat aber sind Jugendliche eine besonders ausgeprägte Risikogruppe für glücksspielbezogene Probleme Carbonneau et al.

Bereits die Marktkommunikation muss so gestaltet sein, dass sie den besonderen Risiken Rechnung trägt. Praktische Umsetzungen der geschlossenen Benutzergruppe setzen zwangsläufig eine Identifizierung im persönlichen Kontakt voraus oder durch Verfahren, die sich eindeutig auf einen persönlichen Kontakt zurückführen lassen. Das ist ein Aufwand, den viele Verbraucher nicht bereit sind, für ein Unterhaltungsprodukt auf sich zu nehmen insbesondere, wenn nicht-lizenzierte Anbieter eine deutlich schnellere und unkompliziertere Registrierung anbieten.

Dabei kann man nicht von einem völligen Scheitern sprechen. Die Daten weisen darauf hin, dass das Problem der Teilnahme Minderjähriger an Glücksspielen zwar beträchtlich, aber zumindest rückläufig ist. In jedem Fall muss aber die Schwerpunktsetzung bemängelt werden: Die Probleme der Teilnahme Minderjähriger an kommerziellen Glücksspielen liegen nahezu vollständig im Bereich jener landgestützten Glücksspielformen, die für Minderjährige relativ leicht erreichbar sind, insbesondere bei den staatlich angebotenen Sofortlotterien.

Diese Erkenntnis ist zudem wenig überraschend. Schon die Notwendigkeit der Verwendung eines elektronischen Zahlungsmittels macht Online-Glücksspiel relativ schwer verfügbar für Minderjährige, während ein wenig Kleingeld und das mangelnde Unrechtsbewusstsein eines Betreibers ausreichen, um Zugang zu Sofortlotterieprodukten und anderen Formen des Glücksspiels zu erhalten.

Bedenkt man, dass ein Teil der Jugendlichen in Begleitung Erwachsener Zugang zu Glücksspielprodukten erhält, so müssen ebenfalls Lösungsansätze gefunden werden, die bei den Erziehungsberechtigten ansetzen. Eine stärkere Aufklärung von Eltern und Gastronomiepersonal sowie eine verstärkte präventive Schulung der Jugendlichen könnten hier Vorteile bringen, denn oftmals ist weder Eltern noch Gaststättenpersonal klar, dass auch das Spiel Minderjähriger in Begleitung Erwachsener illegal und verboten ist bzw.

Höhe aller Gewinne, 3. Prozentsatz der Auszahlungen für Gewinne vom Einsatz Auszahlungsquote , 5. Informationen zu den Gewinn- und Verlustwahrscheinlichkeiten, 6. Annahmeschluss der Teilnahme, 7. Verfahren, nach dem der Gewinner ermittelt wird, insbesondere die Information über den Zufallsmechanismus, welcher der Generierung der zufallsabhängigen Spielergebnisse zugrunde liegt, 8. Ausschlussfrist, bis wann Gewinner Anspruch auf ihren Gewinn erheben müssen, Name des Erlaubnisinhabers sowie seine Kontaktdaten Anschrift, , Telefon , Handelsregisternummer soweit vorhanden , Zudem sind Glücksspielanbieter verpflichtet, auf die Suchtrisiken des Produkts hinzuweisen.

Damit entsprechen die Anforderungen des Glücksspielstaatsvertrags dem grundlegenden Prinzip der informierten Entscheidung. Dieses hat nicht nur eine zentrale Bedeutung im allgemeinen Verbraucherschutz 31, sondern ist auch eine re- 31 Vgl. In diesem Licht sind auch Erkenntnisse zur sehr begrenzten Wirksamkeit von Spielerinformationen und Warnhinweisen zu bewerten Cloutier et al. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ein Warnhinweis allein zu einer Verhaltensänderung zugunsten des erwünschten, risikoarmen Verhaltens führt, und damit ist es auch unrealistisch, ein Präventionskonzept zentral um Warnhinweise herum zu konzipieren.

Allerdings wäre das Fehlen eines Warnhinweises eine eklatante Verletzung der grundlegenden Prinzipien des Verbraucherschutzes. Allerdings ist der Glücksspielstaatsvertrag sehr allgemein gehalten, wenn es zur Ausführung von Warnhinweisen kommt. Existierende Evidenz Auer und Griffiths, ; Cunningham, Hodgins und Toneatto, ; Monaghan und Blaszczynski, ; Wood und Wohl, hätte zu geeigneten Konkretisierungen anleiten können, um Warnhinweise zu optimieren. Denn basierend auf diesen Erkenntnissen muss davon ausgegangen werden, dass die Informationen und Warnhinweise, wie sie vom Glücksspielstaatsvertrag vorgesehen sind, zwar die Anforderungen des Verbraucherschutzes erfüllen, darüber hinaus aber keine suchtpräventive Wirkung entfalten.

Ein weiteres zentrales Thema des Verbraucherschutzes befasst sich damit, Kunden die Möglichkeit zu geben, Streitigkeiten mit einem Anbieter auf unbürokratische und kostenschonende Art und Weise zu lösen. Darüber hinaus existieren in Deutschland bislang keine akkreditierten Streit- 32 Vgl. PDF, abgerufen am Während in Deutschland elf solcher spezialisierten Stellen für Banken bestehen und weitere für Versicherungen, Anwälte, Energiewirtschaft, Nahverkehrsbetreiber usw. Auch im Kontext der unklaren Rechtssituation muss davon ausgegangen werden, dass der Glücksspielstaatsvertrag nicht wirksam dazu beigetragen hat, Verbraucher vor betrügerischen Machenschaften zu schützen.

In der Tat scheint sich Deutschland hier bislang vollständig auf die Arbeit der Regulierungsbehörden im Herkunftsland der Glücksspielanbieter zu verlassen, die den deutschen Markt bedienen. Das ist aber schon allein deswegen zwangsläufig unzureichend, weil diese typischerweise keine Verbraucherberatung in deutscher Sprache anbieten Limits Sowohl moderate als auch pathologische Spieler neigen dazu, sich gedanklich Limits für ihr Spielverhalten zu setzen Lalande und Ladouceur, Pathologische Spieler sind aber oft nicht in der Lage, ihr Verhalten hinreichend zu kontrollieren und spielen daher länger und für mehr Budget, als sie es sich eigentlich vorgenommen hatten Dickerson et al.

Das Fehlen der Kontrolle über das Spielverhalten ist daher eines der Erkennungszeichen für pathologisches Glücksspiel Blaszczynski et al. Explizite externe Limits sollen hier die Funktion übernehmen, die Konsequenzen von Glücksspiel auf das finanzielle oder zeitliche Budget des Spielers zu begrenzen. Der deutsche Glücksspielstaatsvertrag sieht für das Online-Glücksspiel neben den vom Spieler selbst gewählten Einzahlungs- oder Verlustlimits 4 Abs.

DE, abgerufen am Das Einsatzlimit berechnet sich, indem alle Einsätze, die ein Spieler pro Monat getätigt hat, addiert werden. Dabei ist es gleichgültig, ob die Wette gewonnen oder verloren wurde.

Wenn diese Summe die Grenze von Euro überschreitet, darf eine Wette nicht mehr platziert werden. Die erste Frage, die sich dabei stellt, ist, welches Schutzziel das Einsatzlimit eigentlich verfolgt. Aus den getätigten Einsätzen ergeben sich nicht die Kosten für den Spieler, der mit diesen Einsätzen sowohl gewinnen als auch verlieren könnte.

Im Gegensatz zu z. Die zweite Frage bezieht sich auf die Natur eines verpflichtenden Limits. Es scheint sich aus der Idee der so genannte safe gambling limits Currie et al, abzuleiten. Es war allerdings nicht die Empfehlung dieser Studie, diese Limits Verbrauchern aufzuzwingen.

Nichtsdestotrotz erfüllen auferlegte Limits zumindest Kontroll- und Schutzfunktion dadurch, dass dem Spieler mit dem Erreichen des Limits die Ausgaben bzw. Freiwillige Limits werden von Verbrauchern generell gut aufgenommen Ladouceur, Blaszczynski und Lalande, Schon der Akt, ein Limit zu setzen, führte dazu, dass sich das Spielverhalten in eine moderatere Richtung veränderte. Zu vergleichbaren Ergebnissen kamen Auer und Griffiths , wobei diese zwischen finanziellen und zeitlichen Limits unterschieden Interessanterweise konnten sie selbst bei Spielern, die das Limit erreichten und dadurch am Weiterspielen gehindert wurden, keine darauffolgende Verhaltensänderung feststellen.

Die Möglichkeiten zur Umgehung sind dabei mannigfaltig. Sollte das dem Verbraucher zu viel Aufwand sein, kann er auch auf unlizenzierte Anbieter ausweichen. Mit Blick auf Personen mit potenziell riskantem Spielverhalten würde zudem die Möglichkeit lizenzierter Anbieter geschwächt, diese Klientel speziell zu überwachen, da diese ihr Spielverhalten über mehrere Anbieter verteilt, von denen jeder nur noch einen kleinen Ausschnitt sieht. Oder aber diese Spieler wandern ganz in den unregulierten Markt ab, wo sie keinerlei Überwachung mehr unterliegen.

Wie Fiedler und Krumma auch unter Verweis auf Konzepte des Liberalen Paternalismus feststellen, sind verpflichtende Einzahlungslimit in der geplanten Form höchst problematisch.

Stattdessen schlagen die Autoren vor, für jeden Verbraucher bei der Registrierung ein vordefiniertes Standardlimit festzulegen, ihm aber die Möglichkeit zu geben, das Standardlimit zu erhöhen oder gänzlich aufzuheben Spielsperre Der Glücksspielstaatsvertrag sieht ein länder- und spielformübergreifendes System zur Selbstsperre vor. Die einzige in diesem System angebotene Sperre ist zeitlich unbegrenzt mit einer Mindestdauer von einem Jahr.

Die ersten Evaluierungsstudien der Sperrsysteme terrestrischer Spielbanken wurden um die Jahrhundertwende durchgeführt Ladouceur et al. Eine erste umfassende Beschreibung der Anforderungen an ein Sperrsystem wurde von Nowatzki und Williams formuliert. Diese stellten fest, dass ein Sperrsystem folgende Eigenschaften haben sollte: Während die ursprünglichen Effektivitätsraten der Spielsperre relativ schlecht waren, hat der technologische Fortschritt insbesondere bei der Identitätsfeststellung zu immer höherer Wirksamkeit geführt Hayer und Meyer, O Neill et al.

Sie ist aber keine Form der Behandlung und löst nicht das dahinterliegende Suchtsyndrom des Spielers. Um das zu erreichen, ist nicht nur eine sehr gute Ausbildung der Mitarbeiter, sondern auch eine konstruktive Zusammenarbeit mit Von der Selbstsperre, wie ursprünglich im Glücksspielstaatsvertrag angedacht, wurde nur wenig praktisch umgesetzt. Die länderübergreifende Datenbank wurde nicht für alle Spielformen umgesetzt. Zwar verwenden die Länder die gleiche Software zur Verwaltung der Selbstsperre, die Datenbaken sind aber zum Teil abgeschottet, so dass sich eine Sperre in einem Bundesland nicht auf das Glücksspielangebot in einem angrenzenden Bundesland überträgt.

Ebenso wurde von einer tatsächlich spielformübergreifenden Umsetzung abgesehen. Schon im Gesetz wurden die staatlichen Lotterien für einige Spielformen von der Umsetzung der Sperrliste befreit. Selbst wenn der Gesetzgeber davon ausgeht, dass die Suchtgefahren von Lotterieprodukten sehr gering sind, ist es schwer zu verstehen, warum Spielsüchtige, die eine Sperre angefragt haben und sich häufig in einer finanziell extrem angespannten Situation befinden, vor Glücksspielausgaben für Lotterieprodukte nicht geschützt werden sollen.

Ebenso kam es in der praktischen Umsetzung zu einer Abspaltung der Sperrliste für Spielbanken von jener des gewerblichen Spiels in Spielhallen, sofern es für das betreffende Bundesland überhaupt eine Sperrliste für Spielhallen gibt bzw. Als praktische Konsequenz stehen einem Spieler, der sich in der Spielhalle hat sperren lassen, weiter die Tür zu staatlichen und privaten Spielbanken offen. Das präventive Ziel dieser Regelung bleibt somit unklar. Der Glücksspielstaatsvertrag sieht nur eine zeitlich unbegrenzte Sperre mit einer Mindestdauer von einem Jahr vor.

Das Fehlen einer niedrigschwelligen Sperrmöglichkeit könnte daher Akzeptanz und Nutzung der Selbstsperre unterminieren. Zusätzlich zur Selbstsperre existiert die Möglichkeit zur Fremdsperre. Diese verpflichtet Glücksspielanbieter aufgrund eigener Beobachtungen oder der Meldung Dritter, einen Spieler zu sperren, wobei die Entscheidungsgrundlage vom Glücksspielanbieter dokumentiert werden muss. Die Fremdsperre kann gegen Der Spieler kann rechtlich gegen das auferlegte Spielverbot vorgehen.

Dieses Problem kann zwar eingegrenzt werden, indem die Spielsperre positiv als schützende Handlung konnotiert und niedrigschwellig angeboten wird. Vollständig kann dieses Problem aber nicht durch die Gestaltung der Selbstsperre gelöst werden. Brooks und Sparrow sehen daher eine Verantwortung von Glücksspielanbietern, die über die Einhaltung und Durchsetzung der Selbstsperre hinausgeht.

Diese Form der Fremdsperre basiert darauf, dass Glücksspielanbieter verpflichtet sind, die ihnen zur Verfügung stehenden Informationen zu nutzen, um zu beurteilen, ob ein Verbraucher in der Lage ist sein Spielverhalten zu kontrollieren. Allerdings müssen bei der Fremdsperre mehrere gegenläufige Interessen gegeneinander abgewogen werden.

Wie Bühringer et al. Das lässt keine stringente Umsetzung erwarten. Unabhängig davon, wie gut der Mitarbeiter eines Glücksspielunternehmens geschult ist: Zu keinem Zeitpunkt kann er in der Lage sein, ohne direkten Kontakt zum Betroffenen und ohne das Vertrauensverhältnis eines therapeutischen Settings zu beurteilen, ob einem Spieler eine Fremdsperre aufzuerlegen ist.

Wie Fiedler empirisch am Beispiel deutscher Spielbanken zeigen konnte, kann nicht realistisch davon ausgegangen werden, dass Glücksspielanbieter dieser Verpflichtung zur Fremdsperre nachkommen und dabei selbst riskieren, vom gesperrten Spieler verklagt zu werden. Als Teil des Aufhebungsprozesses hat der Glücksspielanbieter zu beurteilen, ob für den Spieler weiterhin glücksspielbezogene Risiken bestehen.

Abgesehen davon, dass diese Frage niemals pauschal mit hinlänglicher Sicherheit verneint werden kann, sind Glücksspielanbieter wiederum nicht qualifiziert, diese Frage zu beantworten. Das Problem geht sogar noch weiter: Diagnostische Prozesse, wie sie von Quack und Wejbera für diesen Zweck vorgeschlagen werden, müssen ebenfalls als ungeeignet angesehen werden. Der Verbraucher befindet sich nicht etwa in einem vertrauensvollen klinischen Setting und sucht um Hilfe.

Stattdessen versucht er die Aufhebung seiner Spielsperre zu erreichen und ist bereit, für diesen Zweck die Unwahrheit zu sagen und Testergebnisse zu verfälschen. Verfahren zur Erfassung sozial erwünschter Antworten, wie die eingesetzte SDSSkala Stöber, , sind zu einem gewissen Grad zwar in der Lage, die individuelle Tendenz zu beschönigenden Antworten zu erfassen.

Keinesfalls sind sie aber geeignet, zu entdecken, wenn eine getestete Person bewusst versucht ein Testergebnis zu manipulieren, um einen bestimmten Ausgang zu erreichen Holden und Book, ; Ones, Viswesvaran und Reiss, ; Peterson, Griffith und Isaacson, Und während es durchaus Vorteile hätte, dass Spielsperren nur noch sehr schwierig wieder aufgehoben werden können, wirkt sich dieser Umstand aber auch auf die Hemmschwelle von Spielern aus, überhaupt eine Spielsperre zu beantragen.

Zusammenfassend muss daher davon ausgegangen werden, dass das geplante Sperrsystem zwar durchaus einiges der bestehenden Evidenz zum Thema Spielsperre berücksichtigt, allerdings ist die praktische Umsetzung lückenhaft, da es nicht vollständig länder- und spielformübergreifend ausgestaltet wurde.

Dies kann zu einer Gefährdung Betroffener führen, die vermeidbar wäre. Ebenso bietet die Das steht im direkten Widerspruch zu dem Ziel, Spielsperren möglichst niederschwellig anzubieten.

Zuletzt setzt die geplante Umsetzung den Schwerpunkt fast vollständig auf die technische Sicherheit des Sperrsystems, lässt dabei das sehr viel bedeutende Ziel einer möglichst lückenlosen Überleitung Betroffener in das Hilfssystem aber nahezu unberührt. In der aktuellen Situation sind weniger als ein Viertel der Spielsüchtigen bereit, formelle Hilfe aufzusuchen Meyer et al.

Es ist nicht ersichtlich, wie die geplante Ausgestaltung der Spielsperre dieses Problem adressieren könnte. Die einzige Ausnahme betrifft eine Änderung bei der Angebotsbegrenzung durch quantitative Begrenzungen im Sportwettenbereich vgl.

Hier soll die Begrenzung der Anzahl der zu erteilenden Konzessionen aufgehoben werden. Zwar hat diese geplante Änderung den Effekt, dass im Internet keine quantitative Begrenzung des Angebots mehr zum Tragen kommt, allerdings bedeutet das keine Abkehr von diesem in sich fehlerhaften Gesamtkonzept. Beim landgestützten Angebot sollen weiterhin über die Hintertür der Ausführungsgesetze der Länder quantitative Grenzen für die Anzahl der Spiel- und Wettgelegenheiten festgelegt werden.

Das ist schon isoliert betrachtet bemerkenswert, bedeutet es doch, dass die weltweite Suchtforschung aus Sicht des deutschen Gesetzgebers seit keine relevanten Erkenntnisse erbracht hätte, die nennenswerte Verbesserungen am Glücksspielstaatsvertrag zur Anpassungen an den aktuellen Stand der Forschung notwendig gemacht hätten. Wie in Kapitel 3. Sie werden daher voraussichtlich keine Wirksamkeit erzielen. Dies ist besonders bedenklich, da die Rate glücksspielbezogener Probleme in der Bevöl- Der deutsche Gesetzgeber hat damit offenbar eher die Nutzung von Glücksspielen bekämpft anstatt tatsächlich die Entstehung und die Konsequenzen von Spielsucht.

Ziel ist es nun, aufzuzeigen, wie es zu einer kontinuierlichen Verbesserung des Spielerschutzes kommen kann.

Hier werden unter anderem andere Märkte und deren Regulierung als weitere Quellen hinzugezogen. Zu diesem Zweck wurden Prävalenzdaten vor und nach jeweils in Schleswig-Holstein und im restlichen Bundesgebiet erhoben und verglichen. Die Autoren stellen fest, dass die Spielteilnahme in Schleswig-Holstein insbesondere bei Lotterien etwas über dem deutschen Durchschnitt liegt.

Eine Erhöhung über den Prozess der Regulierung konnte aber nicht festgestellt werden. Bezüglich der Spielsuchtprävalenz können keine Unterschiede zwischen Schleswig-Holstein und Deutschland festgestellt werden. Eine mögliche Erklärung hierfür könnte allerdings die vergleichsweise kurze Zeitspanne zwischen Liberalisierung und Messung der Problemprävalenz sein.

Zusammenfassend stellen die Autoren fest, dass ihre Ergebnisse gegen eine spielfördernde Wirkung der Glücksspielregulierung in Schleswig-Holstein sprechen.

Hierzu gehören die Bereitstellung von Informationsmaterialien hinsichtlich der Hilfsangebote bei bestehenden oder sich entwickelnden Spielproblemen und das Verbot, den Verbrauchern Spielkredite einzuräumen. Die Kunden sind über die Sperrmöglichkeiten zu informieren Henseler-Unger et al. Den Spielern müssen des Weiteren frei wählbare Limits für den Geldeinsatz sowie eine einfache Kontrolle von Spielzeit, Einsätzen und erlittenen Spielverlusten ermöglicht werden.

Die Höhe der Einsatz- oder Verlustlimits ist gesetzlich nicht Höhere Gewinne verbleiben nicht auf dem Spielerkonto, sondern werden auf das private Bankkonto des Spielers transferiert. Insbesondere in der ungebrochenen Nutzung der in Frankreich verbotenen Online-Casinospiele sehen die Autoren ein Problem mit rund Online-Casino-Webseiten, die spezifisch auf den französischen Markt zielen. Daraus lassen sich Analogien für die ebenso in Deutschland verbotenen Online-Casinospiele ableiten.

Fridberg und Birkelund, Auch in Dänemark ist der Glücksspielmarkt seit weitgehend reguliert und liberalisiert. Während Sportwetten, Spielautomaten und anders als in Frankreich Online-Casinospiele für eine unbegrenzte Anzahl von Anbietern freigegeben wurden, ist die Anzahl der ausgegebenen Lizenzen für Spielbanken, Poker und Wohlfahrtslotterien begrenzt. Die Lotterien und Pferde- bzw. Hunderennen unterstehen hingegen weiterhin dem Monopol der Danske Spil. Während in Frankreich die Auszahlungsrate für Sportwetten auf 85 Prozent begrenzt ist, existieren in Dänemark keine solchen Vorgaben.

So beträgt das Mindestalter für die Spielteilnahme 18 Jahre. Die Anbieter müssen ihren Kunden ausführliche Informationen zu den Konditionen des Spielangebotes zur Verfügung stellen.

Bei der Registrierung eines Online-Kontos hat eine Identitätsprüfung gegen eine staatlich verwaltete eid-bürgerdatenbank zu erfolgen. Diese dient sowohl dazu, die Wahrung der Altersgrenze zu gewährleisten, als auch dazu, das Spielverbot für gesperrte Spieler durchzusetzen. Sperrungen sind für ein, drei oder sechs Monate oder aber unbegrenzt möglich. Von letztgenannter Möglichkeit machen ungefähr 65 Prozent aller sperrwilligen Spieler Gebrauch.

Eine gewollte lebenslange Sperre kann auf Wunsch des Spielers frühestens nach einem Jahr aufgehoben werden. Mehr als drei Viertel von ihnen waren männlich.

Des Weiteren sind die Glücksspielanbieter verpflichtet, den Spielern eine detaillierte Übersicht über Gewinne und Verluste zu ermöglichen und mit auf Glücksspielprobleme spezialisierte Hilfseinrichtungen zu kooperieren. Werbung für nicht lizenzierte Angebote ist in Dänemark strafbar. Verboten sind darüber hinaus Wetten auf Sportereignisse, an denen Minderjährige teilnehmen van Rompuy, Die dänische Glücksspielaufsicht hat zudem das Recht, Internetseiten und Bezahlmöglichkeiten von illegalen Anbietern zu blockieren.

Für Dänemark liegt eine sehr aktuelle Studie zum Glücksspielverhalten und zu den Glücksspielproblemen vor Fridberg und Birkelund, In dieser sind die Ergebnisse einer ähnlich durchgeführten Studie aus dem Jahre vergleichend dargestellt.

Dabei wurde über einen Zeitraum von zehn Jahren ein leichter Anstieg der Prävalenzrate glücksspielbezogener Probleme festgestellt, sodass Dänemark heute nur mehr im europäischen Mittelfeld liegt. Um eine Aussage dahingehend treffen zu können, wie attraktiv illegale Glücksspielangebote im Internet trotz Liberalisierung dieses Marktes noch sind, ist im Januar eine Onlinebefragung mit Personen durchgeführt worden. In dieser gaben acht Prozent der Online-Sportwetter an, dass sie auch schon einmal bei nicht-lizenzierten Anbietern gespielt haben Danish Online Gambling Association, Sproston, Erens und Orford, ; Wardle et al.

Über Whitelisting-Abkommen waren auch Anbieter aus einer Vielzahl anderer europäischer Regulierungen zugelassen. Allein im vergangenen Jahr fanden 75 Untersuchungen gegen Glücksspielanbieter statt, von denen in der überwiegenden Mehrheit die fraglichen Werbeinhalte rasch vom Glücksspielanbieter entfernt wurden.

Dieser Prozess benötigt in den meisten Fällen keine direkte Interaktion mit dem Verbraucher und hat eine hohe Trefferquote. Dadurch wird die sehr strenge Anforderung, jedes Konto innerhalb von maximal drei Tagen zu verifizieren, praktisch umsetzbar. Der Nutzer hat aber jederzeit die Möglichkeit, das Setzen von Limits abzulehnen und diese später auch zu ändern.

So wird diesem auferlegt, alle vorliegenden Daten zu berücksichtigen, wenn es darum geht, zu beurteilen, ob ein Spieler in der Lage ist, sein Spielverhalten zu kontrollieren. In diesem Kontext kam es in der Vergangenheit auch zu empfindlichen Sanktionen.

Mit einer initialen Glücksspielprävalenzstudie in und vier Wiederholungsmessungen seit liegt eine relativ breite Evidenzbasis über die Auswirkungen der Liberalisierung des Glücksspielmarktes im Jahr vor. Während der gemessene Anstieg der Prävalenzrate glücksspielbezogener Probleme in von vielen als wahrscheinliche, problematische Auswirkung jener Marktliberalisierung kommentiert wurde Orford, , kann inzwischen mit hoher Sicherheit festgestellt werden, dass die Marktliberalisierung keine oder jedenfalls nur sehr kurzfristige negative Auswirkungen hatte.

Die Prävalenzrate für problematisches und pathologisches Glücksspiel ist niedriger denn je. Durchaus vergleichbar mit jüngsten Zahlen aus Deutschland liegt die Teilnahme Minderjähriger an Glücksspielen bei 16 Prozent. Im Gegensatz zu den Sofortlotterien in Deutschland kann keine Produktgruppe als eindeutig identifizierbarer Hauptverursacher herausgearbeitet werden.

Insbesondere das isolierte Behandeln von Problemen ist aber insoweit nicht unproblematisch, da hierdurch im schlimmsten Fall die Kohärenz der gesamten Glücksspielgesetzgebung gefährdet wird. Es ist daher sowohl aus rechtlichen als auch aus Präventionsgründen ein Gesamtkonzept zu entwickeln. Sie fordern eine Abkehr von der vorherrschenden Strategie einer Begrenzung der Glücksspielangebote, die nach Auffassung der Autoren nur geringe Effekte zeigt.

Stattdessen plädieren sie für eine Stärkung des qualitätsbezogenen Verbraucherschutzes. Gegenden mit hohen Risikofaktoren: Jugendliche, Migranten, Arbeitslose 3 Festlegung zusätzlicher Qualitätsmerkmale je nach Standort 1 Sichere Altersüberprüfung 2 Spielerkarte und verpflichtende Festlegung eines Limits 3 Verständliche und deutliche Informationen: Beratungs- und Hilfeangebote 2 Automatische elektronische Rückmeldung über Limiterreichung plus Warn- und Hilfehinweise 3 Beendigung personenbezogener Werbung bei riskantem Spielverhalten 4 Erinnerung an vorherige Phasen riskanten Spielverhaltens bei erneutem Glücksspielen 5 Selbstsperre 1 Rasche und vollständige Spielunterbrechung bei Merkmalen von pathologischem Glücksspielen, z.

Mehrfacher und kurzfristiger Wunsch nach Limiterhöhung b. Beschwerden, starke Erregung c. Lernende Regulierung Als grundlegender Aspekt für das Funktionieren des Jugend- und Spielerschutzes als Teil der Glücksspielregulierung soll hier ein evidenzbasierter Prozess vorgeschlagen werden. Das ist besonders deswegen relevant, weil die Forschung im Bereich der Verhaltenssüchte noch sehr jung ist. Gleichzeitig darf aber auch nicht zugelassen werden, dass der Stand der Präventionsbemühungen stagniert; stattdessen sollte eine fortlaufende Verbesserung angestrebt werden.

Das ist in Deutschland nicht der Fall. Um ein solches System einer lernenden Regulierung erreichen zu können, sind folgende Komponenten notwendig: Die Generierung neuer Evidenz sollte gefördert werden, indem Glücksspielanbieter zur Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen verpflichtet werden. Das Ziel der Forschung sollte von der Regulierungsbehörde klar umrissen und auf die Erprobung und Evaluierung von Methoden des Jugendund Spielerschutzes ausgelegt sein. Dabei sollten insbesondere die Möglichkeiten, die moderne Technologien zum Spielerschutz bieten, im Fokus dieser Forschungskooperationen stehen.

Dieser Prozess stellt sicher, dass die Schwächen einer Regulierung relativ rasch erkannt und basierend auf wissenschaftlicher Evidenz korrigiert werden können. Stattdessen vertraut man zu Beginn auf hinreichend sicheres Wissen und gibt die Richtung vor, in der Verbesserungen am notwendigsten sind. Kanalisierung und Überwachung statt nicht durchsetzbarer Verbote Die Kanalisierung der Glücksspielnachfrage in geordnete und überwachte Bahnen ist die Grundlage jeglicher regulatorischen Aufsicht.

Dabei muss berücksichtigt werden, dass der Erfolg der Kanalisierung im Wesentlichen auch vom Endverbraucher abhängt. Selbst wenn es gelingt, alle führenden Marktteilnehmer zu lizenzieren, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass deren Kunden sich ebenfalls in den regulierten Markt kanalisieren lassen. Doch nur, wenn es gelingt, auch den Kunden in den regulierten Markt zu kanalisieren, ist es möglich, dessen Schutz auf einem angestrebten Niveau sicherzustellen.

Es ist daher von höchster Bedeutung, dass der Verbraucher den regulierten Markt als vorteilhaft wahrnimmt. Ein regulierter Markt, in dem der Kunde sich allerdings benachteiligt sieht z. Werberichtlinien basierend auf inhaltlichen und kontextuellen Vorgaben Werbung ist ein zentrales Instrument der Kanalisierung.

Dadurch können lizenzierte Anbieter sich von unlizenzierten abheben. Wie herausgearbeitet wurde, kann Werbung aber ebenfalls eine Bedrohung für Minderjährige und vulnerable Spieler darstellen. Es müssen daher Werbeinhalte vermieden werden, die insbesondere diese Gruppen ansprechen. Bestehende Codizes wie z. Folgende Inhalte sollten dabei abgehandelt werden: Anforderungen zur Herstellung einer verantwortungsvollen Verbraucheransprache, Anforderungen zur aktiven Vermittlung eines verantwortungsvollen, moderaten Spielverhaltens, Verbot von Werbebotschaften, die vulnerable Spieler gefährden oder sozialen Druck auf diese aufbauen könnten, Verbot von Werbebotschaften, die insbesondere Kinder und Jugendliche ansprechen oder die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen an Glücksspielen als sozial akzeptabel darstellen.

Auch dieser Kontext kann sich an Minderjährige und vulnerable Spieler richten und somit zu einer weiteren Gefährdung dieser Gruppen führen. Es sollten daher auf klare Regularien abgestellt werden, die diese kontextuelle Nähe definieren. Letztlich muss aber auch Rechtssicherheit für alle am Markt Beteiligten Regulierungsbehörde, Verbraucher und Glücksspielanbieter angestrebt werden.

Schon in der Konzeption einer Kampagne sollte gerade dem Werbetreibenden klar sein, ob hierin das Risiko unerlaubter Werbebotschaften liegt. Organisationen, die wie das britische ClearCast 46 auf freiwilliger Basis Werbeinhalte prüfen und Empfehlungen abgeben, können ins Leben gerufen werden, um Werbetreibenden zusätzliche Rechtssicherheit zu bieten.

Verbraucherschutz betrifft alle Der Glücksspielstaatsvertrag ist insofern einzigartig, als dass einige Themen wie Spielsuchtprävention sehr detailliert abgehandelt werden, andere Themen wie allgemeiner Verbraucherschutz jedoch oft nur sehr fragmentarisch. Das wird besonders darin deutlich, dass es kaum Rückhalt für Verbraucher gibt, die gezwungen sind, eine Beschwerde gegen einen Glücksspielanbieter zu führen.

Als ein erster Schritt zur Bereitstellung eines sicheren Marktes für Verbraucher sollte daher sichergestellt werden, dass die Evidenzgrundlage für Beschwerden von einer unabhängigen Stelle z. Regulierungsbehörde gesammelt und auf- 46 Vgl. Safe Server eignen sich für diesen Zweck. Auf diese Art kann im Online-Glücksspiel fälschungssicher dokumentiert werden, wie ein strittiger Vorfall abgelaufen ist.

Ebenso ist es für Verbraucher nicht zumutbar, wegen einer Beschwerde gegen Unternehmen im Ausland prozessieren zu müssen. Akkreditierte auf Glücksspiel spezialisierte Schlichtungsstellen, die eng mit der Regulierungsbehörde zusammenarbeiten, bieten hier eine niedrigschwellige Möglichkeit für Verbraucher, ihre Rechte gegenüber Glücksspielanbietern durchzusetzen. Auf dieses Fundament können dann weitere Kundeninformationen mit dem Ziel der Suchtprävention aufgebaut werden.

Dabei ist es aber bedeutsam, dass keine Standardbotschaften ausgeliefert werden, sondern individuelle Hilfestellungen, die auf das momentane Spielverhalten abgestimmt sind und dem Spieler ein relevantes Feedback geben vgl. Ebenso sinnvoll und von Spielern mehrheitlich nachgefragt sind Funktionalitäten zur Erhöhung der Transparenz Realitäts-Checks , wie z. Individualisierung des Spielerschutzes Verbraucher unterscheiden sich auch darin, welche Methoden und wie viel Unterstützung sie benötigen, um auf eine sichere und verantwortungsvolle Art und Weise zu spielen.

Während es für die Mehrheit der Spieler ausreicht, ihnen eine informierte Entscheidung zu ermöglichen, muss auch bedacht werden, dass manche Spieler zwar verantwortungsvoll planen, aber nicht immer in der Lage sind, diese Pläne einzuhalten. Manche Spieler sind auch gar nicht in der Lage, ihr Spielverhalten verantwortungsvoll zu planen. Diese Unterschiede machen deutlich, dass eine einheitliche Aufteilung der Verantwortung zwischen Spieler und Glücksspielanbieter nicht möglich ist.

Für die meisten Verbraucher kann die Verantwortung ganz beim Verbraucher liegen, aber in manchen Fällen ist eine geteilte Verantwortung sinnvoll bzw. Es soll hier empfohlen werden, dass basierend auf diesen Clustern die Aufteilung der Verantwortung zwischen Spieler und Glücksspielanbieter zu regeln ist. Stattdessen ist stets auch eine detailliertere Untersuchung der Zusammenhänge und eine finale menschliche Beurteilung des Einzelfalls notwendig.

Trotzdem macht eine Studie von Blazczynski et al. Damit könnte die Automatenwirtschaft aktiv dazu beitragen, den Spielerschutz bei diesen Spielformen zu erhöhen. Dänemark noch kein staatliches und hinreichend verbreitetes eid-system gibt, in das ein nennenswerter Anteil der erwachsenen Bevölkerung eingetragen wäre und das von dieser aktiv genutzt würde, wird im Glücksspielstaatsvertrag eine ausgesprochen hohe Messlatte für die Sicherheit der Identitätsverifikation gelegt: Diese muss auch im Internet gleichwertig mit einer persönlichen Face-to-Face -Identitätsverifikation sein.

In der Regel erfordert dies sehr komplexe Prozesse, die typischerweise einen Medienbruch notwendig machen und zu Wartezeiten führen. Für zahlreiche Verbraucher ist das für ein Unterhaltungsprodukt nicht zumutbar. Das führt dazu, dass diese Kunden eher zu unlizenzierten Anbietern abwandern, als sich diesen Prozess zuzumuten. Als Alternative für staatliche eid-systeme empfehlen Nash et al.

Dadurch können weiterhin Überprüfungen verwendet werden, die für den Kunden nicht unnötig invasiv sind und keinen besonderen Aufwand erzeugen. Durch die Kombination mehrerer Informationen, die jeweils für sich alleine genommen eventuell nicht ausreichen würden, einen Kunden positiv zu identifizieren, kann aber hinreichend Evidenz generiert werden, um von einer erfolgreichen und verlässlichen Verifikation ausgehen zu können.

Die bestehenden Probleme in Bezug auf die Glücksspielteilnahme durch Minderjährige in Deutschland rühren nicht vom Online-Glücksspiel her. Es muss daher davon ausgegangen werden, dass schon existierende Identitätsverifikationsverfahren sehr erfolgreich darin sind, Minderjährige vom Spielen im Internet abzuhalten.

Sie nehmen stattdessen Spielgelegenheiten mit schwächeren Kontrollen wahr z. Noch strengere Anforderungen, wie die geplante geschlossene Benutzergruppe werden einerseits bestehende Probleme des Glücksspiels Minderjähriger daher nicht adressieren, andererseits die legitime Teilnahme Erwachsener deutlich erschweren.

Dadurch wird wiederum das Kanalisierungsziel gefährdet. Schufa-Abfrage mit Daten der verwendeten und erfolgreich autorisierten Zahlungsmittel zu kombinieren. Es ist zwar durchaus wahrscheinlich, dass ein Jugendlicher Zugang zu einer dieser Informationsquellen hat z. Es ist allerdings schon deutlich unwahrscheinlicher, dass der Jugendliche ebenfalls die Kontrolle über ein Zahlungsmittel des Elternteils hat z.

Selbst wenn dies gelingen sollte, kann der Minderjährige nur an Zahlungsmittel auszahlen, die ebenfalls auf diese Identität des Elternteils ausgestellt sind. Daher kann er auch im Fall eines Gewinns niemals erhoffen, diesen an sich selbst auszahlen zu können. Dadurch wird schon der grundlegende Anreiz, diese Kontrollen zu umgehen, im Ansatz unterbunden. Zusätzlich kann insbesondere im Internet die lückenlose Protokollierung aller Spieltransaktionen genutzt werden, damit Minderjährige, die unerlaubt Glücksspielprodukte genutzt haben, schadlos gehalten werden können.

In anderen regulierten Märkten wie z. Hierzu bieten sich systematische behördliche Mystery-Shopper-Programme an, wie sie auch bei Alkohol und Zigaretten zur Überprüfung des Jugendschutzes genutzt werden. Ebenso sollten lizenzierte Glücksspielanbieter verpflichtet werden, im Rahmen ihres internen Kontrollsystems selbst Mystery Shopping zu betreiben und die Ergebnisse zu dokumentieren. Risikobasierter Ansatz zu Limits Das regulatorische Ziel, das Glücksspielverhalten in geordnete Bahnen zu lenken, die mit vertretbaren Risiken verbunden sind, ist grundsätzlich sehr vernünftig.

Das Problem ist, dass eine allen Spielern pauschal auferlegte zeitliche oder finanzielle Begrenzung stets für die Mehrheit unpassend sein wird.

Ein Limit, das für etliche Spieler unverantwortlich hoch ist, ist für andere Es wird daher angeraten, das derzeit verpflichtende Einsatzlimit von Euro als Standardlimit zu definieren. Jeder Spieler eröffnet sein Spielkonto mit diesem Standardlimit und dieses bleibt bestehen, solange der Spieler nicht aktiv eine Erhöhung beantragt vgl.

Fiedler und Krumma, Glücksspielanbieter sollten diesem Wunsch aber nicht naiv nachkommen. Stattdessen sollte jede Stufe der Limiterhöhung auch mit einer entsprechenden Evaluation des Spielverhaltens verbunden sein.

So könnte ein erster Schritt der Limiterhöhung voraussetzen, dass der Spieler nochmals gesondert über die Risiken informiert wird und zudem entsprechende Selbsttests bzw. Ein zweiter Schritt der Limiterhöhung könnte eine detaillierte Analyse des Spielverhaltens und potenziell eine Bonitätsauskunft voraussetzen.

Ebenso sollte angedacht werden, nicht Einsätze als Bezugsrahmen für das Limit zu verwenden. Ein Spieler kann ein Einsatzlimit erreichen, ohne dass durch sein Spielverhalten irgendwelche Kosten für ihn entstanden wären.

Er kann das Einsatzlimit sogar erreichen, obschon er alle Wetten gewonnen hat. Stattdessen bieten sich Einzahlungen oder Verluste als Bezugsrahmen für das Limit an. Im Gegensatz zu Einsätzen haben beide einen direkten Bezug zu den finanziellen Auswirkungen des Glücksspiels für den Spieler. Innerhalb des auferlegten Limits muss es dem Spieler natürlich weiterhin ermöglicht werden, sich selbst ein niedrigeres Limit zu setzen. Neben den finanziellen Auswirkungen des Glücksspiels sind ebenfalls auch zeitliche Auswirkungen möglich z.

Vernachlässigung von Studium, Beruf oder sozialen Kontakten. Anstatt daher mit mehreren redundanten Limits finanzielle Auswirkungen zu begrenzen, wird stattdessen angeraten, finanzielle Auswirkungen über eine dedizierte Limitart z.

Konsequentes Sperrsystem, das keine unnötigen Hemmschwellen aufbaut In vielen Fällen geht einer Selbstsperre eine langjährige Problemgeschichte voraus Hayer und Meyer, Je früher es dem Spieler gelingt, sich für eine Sperre zu entscheiden, desto mehr Schädigung kann verhindert werden. Es ist daher zu erwägen, ob eine Flexibilisierung des Sperrsystems zur Lösung beitragen könnte. Die Entscheidung für eine Sperre kann erleichtert werden, indem dem Spieler neben der unbegrenzten Sperre auch eine Anzahl niedrigschwelliger zeitlich begrenzter Sperren zur Verfügung stehen.

Ebenso sollte die Möglichkeit eines Panic-Buttons nach dänischem Vorbild erwogen werden, der ohne umfangreichen formellen Prozess kurzfristig z. Insbesondere wenn Empfehlung 2 folgend alle nachgefragten Arten des Glücksspiels angeboten werden, sollte es die Möglichkeit geben, sich für einzelne Spielarten sperren zu lassen.

Die Selbstsperre sollte lückenlos implementiert sein. Aus suchtpräventiver Sicht existiert keine Rechtfertigung, warum bestimmte Formen des kommerziellen Glücksspiels von der Teilnahme an einer anbieterübergreifenden Sperrliste ausgeschlossen sein oder abgeschottet von anderen Spielen in einer isolierten Datenbank verwaltet werden sollten.

Es wird daher empfohlen, dass die übergreifende Sperrliste tatsächlich alle Formen des Glücksspiels, alle Bundesländer und alle lizenzierten Anbieter erfassen sollte. Die Entscheidung über die Aufhebung der Sperre ist generell eine sehr schwierige. Einerseits steht dem Spieler das Recht zu, nach Verstreichen der Mindestsperrdauer seinen Sperrwunsch zu widerrufen.

Andererseits muss allein schon aus der Historie der Sperre davon ausgegangen werden, dass diese Spieler vulnerabler sind als andere Kunden. Eine zuverlässige und vor allem verfälschungssichere Beurteilung der Vulnerabilitäten des Spielers ist weder durch den Glücksspielanbieter noch durch externe Dienstleister seriös im Rahmen einer einfachen Untersuchung möglich.

Festlegen einer Beobachtungsperiode von mindestens sechs Monaten, während der das Verhalten des Spielers engmaschig überwacht wird vgl. Marketingaktionen für die Dauer der Beobachtungsperiode, Festlegen eines monatlichen Einzahlungs- oder Verlustlimits gemeinsam mit dem Spieler. Dieses Limit kann für die Dauer der Beobachtungsperiode nicht erhöht werden. Fremdsperre, in der Glücksspielanbieter ihrer Rolle nachkommen können Die Notwendigkeit einer Fremdsperre ergibt sich aus der Natur der Sucht selbst.

Es kann nicht durchgängig davon ausgegangen werden, dass ein Betroffener stets in der Lage ist, seine glücksspielbezogenen Handlungen vernünftig zu planen und diese Planung auch umzusetzen.

Daher ist es unumgänglich, dass die Glücksspielindustrie Verantwortung übernimmt und entsprechend Schritte ergreift, wenn Informationen vorliegen, die nahelegen, dass ein Spieler die Kontrolle über sein Spielverhalten verloren hat. Gleichzeitig ist eine solche Entscheidung auch im besten Fall mit viel Unsicherheit verbunden.

Glücksspielanbieter sind nicht qualifiziert, eine derartige diagnostische Entscheidung zu treffen. Ebenso ist das Setting dafür ungeeignet. Es ist daher nicht denkbar, dass diese Einschätzung des Glücksspielanbieters hinreichend geeignet wäre, die Rechte des Verbrauchers einzuschränken. Dieses Problem kann, wie Bühringer et al. Dadurch wird die rechtliche Basis dieser Entscheidung zwar stabiler, die inhaltlichen Probleme des Eingriffs in die Selbstbestimmtheit des Verbrauchers bleiben aber bestehen.

Die Fremdsperre, die ein Anbieter aufgrund eigener Beobachtungen oder den Meldungen Dritter verhängt, sollte sich daher nur im Rahmen des Hausrechtes des Glücksspielanbieters auf das Glücksspielangebot dieses Anbieters selbst auswirken. Solange dabei nicht gegenüber bestimmten Bevölkerungsgruppen diskriminierend vorgegangen wird, ist jeder Glücksspielanbieter befugt zu entscheiden, wann er sich nicht mehr in der Lage fühlt, die von einem Spieler ausgehenden Risiken zu kontrollieren.

Das ist zwar weniger wirksam als eine anbieterübergreifende Sperre, wie sie für Selbstsperren sinnvoll und notwendig ist doch zugleich ist ein schwerwiegenderer Eingriff in die Selbstbestimmtheit des Spielers aufgrund der unzulänglichen Entscheidungsgrundlage nicht vertretbar. Auf diese Art und Weise kann der Glücksspielanbieter seiner Verantwortung nachkommen, ohne zwangsläufig in einem Rechtsstreit mit dem gesperrten Spieler zu enden. Diese Erkenntnis ist im Zusammenhang mit der Überrepräsentanz von Männern beim Konsum psychotroper Substanzen allgemein zu sehen z.

Alkohol und illegale Drogen. Gleichzeitig sind die Fähigkeiten, Ressourcen und Aussichten der Männer, diese Problematiken zu bewältigen, unterentwickelt: Illegales Glücksspiel soll demnach also bekämpft und die vorhandene Spielnachfrage hin zu legalen Glückspieltätigkeiten kanalisiert werden.

Gleichwohl ist die Lenkung des natürlichen Spieltriebs in geordnete und überwachte Bahnen eine Grundvoraussetzung für die Erfüllung aller weiteren Ziele des Glücksspielstaatsvertrages. Grundsätzlich muss die hier intendierte Kanalisierung der Kundennachfrage aber auch als Grundvoraussetzung für das Anstreben der weiteren im GlüStV verankerten Ziele Suchtprävention, Jugend- und Spielerschutz, Geldwäsche- und Kriminalitätsbekämpfung sowie Schutz der Integrität des Sportes angesehen werden.

Deren Einhaltung soll mit Mitteln der Wirtschaftsaufsicht sichergestellt werden. Denn das staatliche Einwirken im Sinne der Wirtschaftsaufsicht hat die Aufgabe, marktwirtschaftliche Transaktionen in geordnete Bahnen zu lenken, um Gefahren abzuwenden. Bei Abwanderung der Kunden in den nicht-regulierten Markt lassen sich diese weiteren Zielsetzungen des GlüStV jedoch kaum umsetzen, Daher ist gerade die Kanalisierung bzw.

Diese umfassen wie folgt: Einschränkung Live-Wette, Verbot Ereigniswette, Januar , persönliche Identifizierung mit Altersnachweis. Die wichtigsten Bestimmungen lassen sich wie folgt zusammenfassen: Der Glücksspielstaatsvertrag sieht nach 10a Abs. Zu diesem Zweck wird 10 Abs. In dieser Phase können private Anbieter Konzessionen erwerben, die sie zum Veranstalten oder Vermitteln von Sportwetten berechtigen. Während Werbung für unerlaubtes Glücksspiel grundsätzlich verboten ist, ist diese für Sportwetten stark eingeschränkt zulässig.

Verstehe ich das richtig, dass ich ohne Probleme mein restliches Gehalt, Monat fuer Monat, rueberschicken kann, ohne es in Deutschland versteuern zu muessen? Das Geld stammt von einem Investor, der verstorben ist und mit mir verwand ist. Ich bin 55 Jahre alt und habe ca 25 Jahre in England gelebt und gearbeitet und war währenddessen dort gesetzlich krankenversichert.

Bevor ich nach England ging war ich auch in Deutschland gesetzlich krankenversichert. Bin jetzt wieder in Deutschland, muss ich Probleme zwecks gesetzlicher Krankenversicherung wegen meines Alters erwarten? Ich habe seit ca. Das Haus in England habe ich seit meinem Umzug vermietet und auch die Mieteinnahmen in England versteuert.

Jetzt überlege ich mir ob ich das Haus verkaufen soll und frage mich ob der Gewinn, der durch den Hausverkauf erzielt wird ebenfalls in England versteuert wird wie auch die Mieteinnahmen oder ob dieser in Deutschland versteuert werden muss und ob dann die Jahres Frist greift.

Geld von England nach Deutschland. Erbe aus dem Ausland Hallo erstmal