Zahlungsbilanz


Wichtige Instrumente dafür waren das Bundeskartellamt zur Sicherung des freien Wettbewerbs und die Bundesbank als Garant der Währungsstabilität. Bei der Verknüpfung von Aussagen werden diese "logischen Symbole" benötigt. In der gegenwärtigen Zeit gibt es den Atheismus noch ausgeprägter. Er gab ihm Auge, Ohr und Stimme.

Inhaltsverzeichnis


Beides ist nicht besorgniserregend, solange die Leistungsbilanzungleichgewichte nicht chronisch werden. Ein Leistungsbilanzdefizit kann aber auch ein Frühindikator für eine Schuldenkrise sein.

Ein Zahlungsbilanzdefizit bedeutet eine Verschuldung gegenüber dem Ausland. Wenn über einen längeren Zeitraum hinweg Leistungsbilanzdefizite bestehen, sammelt sich eine hohe Auslandsverschuldung an. Diese ist nur tragbar, wenn sie auf rentablen Investitionen beruht, nicht aber im Falle einer ungesunden Verschuldung die primär der Konsumbefriedigung dient oder auf einer von Spekulationsblasen getriebenen Bubble Economy beruht.

Bei Ersterem wird der Exportüberschuss an Waren und Dienstleistungen betont, bei Letzterem der Kapitalexportüberschuss. Da beides saldenmechanisch gleichzeitig stattfinden muss von den anderen in der Regel kleineren Salden abgesehen , liegt hier aus bilanztechnischer Sicht eine Art Henne-Ei-Problem vor.

Im ökonomischen Kontext darf diese Kausalität aber als längst gelöst angesehen werden. Hinter der Investitionsnachfrage stehen Investitionsentscheidungen, die wiederum von der Standortattraktivität abhängen. Der Kapitalbilanzsaldo reflektiert also die Summe der Investitionsentscheidungen.

Daher sind sowohl Brutto - als auch Nettoinvestitionen eine Funktion der Kapitalbilanz. Eine negative Kapitalbilanz schlägt sich bei gegebener Sparquote zwangsläufig in einer niedrigen Investitionsquote nieder, mit den entsprechenden Implikationen für die wirtschaftliche Entwicklung.

Eine allgemeingültige Aussage, ob Exportüberschüsse gut für eine Volkswirtschaft sind oder nicht, ist daher nicht möglich. Nur wenige Länder haben dauerhaft eine ausgeglichene Leistungs- und Kapitalbilanz.

Ob ein Ungleichgewicht für ein Land kurz- oder langfristig positive oder negative Folgen hat, ist jedoch anhand der Zahlungsbilanz schwer zu beurteilen. Aus den vorangegangenen Überlegungen zu Leistungsbilanzungleichgewichten lassen sich vier Grundtypen von Ländern erkennen. Ein werdendes Schuldnerland hat einen negativen Saldo der Leistungsbilanz und einen positiven Saldo der Kapitalbilanz. Es importiert also Waren und Dienstleistungen und — für deren Bezahlung — auch Kapital. Zu diesem Zeitpunkt werden also Schulden aufgebaut, um importieren zu können — jedoch noch keine Schuldendienste geleistet daher: Sind diese Kapitalimporte nur von kurzfristigem Charakter, befindet sich das Land in einem Schuldendienstproblem, da es nicht genug Devisen durch seine relativ geringen Exporte einnimmt, um Zinsen und Tilgung der Kredite zu zahlen.

Sind die Kapitalimporte jedoch langfristiger Natur und bestehen die Importe nicht aus Konsum-, sondern aus Investitionsgütern, besteht wiederum ceteris paribus die Aussicht, durch zukünftige Produktions- und Exportsteigerungen den Schuldendienst erbringen zu können.

Die Leistungsbilanzdefizite sind abgebaut und es stellen sich erste Überschüsse ein. Ein werdendes Gläubigerland hat einen Leistungsbilanzüberschuss. Dieses Land baut Auslandsvermögen auf, falls es sich um langfristige Kapitalexporte handelt. In dieser Situation nimmt das Gläubigerland Leistungsbilanzdefizite hin, da diese ja bereits in der Vergangenheit finanziert worden sind.

Hier wird nochmals die Idee des intertemporalen Konsums deutlich. Da sich diese Klassifizierung rein auf Beobachtungen aus den Zahlungsbilanzen der jeweiligen Länder stützen, kann eine Aussage über die Gesamtwirtschaft nicht gemacht werden. Zwar sind die oben beschriebenen Typen bei allen Ländern auch real zu finden, jedoch bestimmen andere Faktoren, ob dieser Zustand der Zahlungsbilanz für das einzelne Land positive oder negative Auswirkungen hat.

Die Differenzierung, ob es sich um kurzfristige oder langfristige Kapitalim- oder Exporte handelt, lässt sich noch direkt aus der Kapitalbilanz ablesen, aber schon zu der erwähnten Fragestellung, ob ein Land Konsumgüter oder Investitionsgüter importiert, gibt die Zahlungsbilanz alleine keine Auskunft. Hier müssen weitere makroökonomische Indikatoren herangezogen werden. Bei den bisherigen Betrachtungen wurde implizit die Annahme von freiem Kapitalverkehr getroffen. Eine Zentralbank als intervenierende Institution gab es nicht.

Für die Finanzierung eines Leistungsbilanzdefizits — wenn die Einnahmen der Exporte nicht ausreichen, die Importe mit Devisen zu bezahlen — wurde bisher unterstellt, dass ein Kredit im Ausland Kapitalimport aufgenommen wurde.

Mit diesen Devisen kann dann das Defizit finanziert werden, diese Transaktion taucht in der Kapitalbilanz auf, als Gegenbuchung vgl. Die Leistungsbilanzdefizite werden so komplett durch private Kredite aus dem Ausland finanziert. Dies hat, wie bereits oben angesprochen, Auswirkungen auf den Wechselkurs zwischen den Währungen der betroffenen Länder.

Bei einem Leistungsbilanzüberschuss und daraus resultierend einem Kapitalbilanzdefizit, also bei Kapitalexport, besteht ein Aufwertungsdruck auf die heimische Währung. Umgekehrt resultiert aus einem Leistungsbilanzdefizit ein Kapitalbilanzüberschuss, also ein Kapitalimport, der zu einem Abwertungsdruck im Vergleich zur Währung des Handelspartners führt. Diese — durch den Welthandel Leistungsbilanz-ungleichgewichte induzierten — Wechselkursänderungen auszugleichen, oder zumindest deren Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft so gering wie möglich zu halten, kann auch eine der Aufgaben der Zentralbanken sein.

Ein Ausgleich der Kapitalbilanz kann also auch durch die Zentralbank erfolgen. So könnte — rein rechnerisch — ein Leistungsbilanzungleichgewicht auch über die Devisenbilanz ausgeglichen werden. Eine Devisennachfrage kann also auch von der Zentralbank befriedigt werden, solange genug Devisenreserven vorhanden sind. Die Zentralbank verkauft die Devisen an Inländer, damit sie ihren Verpflichtungen gegenüber dem Ausland nachkommen können — so müssen keine Kredite im Ausland aufgenommen werden, um genug Devisen zu erhalten.

Im Extremfall wird das komplette Leistungsbilanzdefizit von der Zentralbank finanziert. Die Zentralbank-Reserven gehen dann in Höhe des Leistungsbilanzdefizits zurück. Analog kann dies bei einem Leistungsbilanzüberschuss geschehen. Hier kauft die Zentralbank den vorhandenen Überschuss auf, und die Währungsreserven der Zentralbank erhöhen sich. Wichtig sind diese Überlegungen vor allem in einem System fester Wechselkurse. Sobald der Wechselkurs der Heimatwährung z. Die Zentralbank kann jedoch nur so lange intervenieren, wie sie auch Währungsreserven besitzt, um den Marktpreis durch ein zusätzliches Angebot oder eine zusätzliche Nachfrage in den definierten Grenzen zu halten.

Befindet sich die Leistungsbilanz eines Landes längerfristig in einem einseitigen Ungleichgewicht, so muss die Zentralbank früher oder später dem Marktdruck nachgeben und die heimische Währung auf- oder abwerten mit den damit verbundenen negativen Folgen, die vermieden werden sollten.

Bei einer Aufwertung z. Verluste von Arbeitsplätzen könnten die Folge sein. Gleichzeitig verbilligen sich jedoch die eigenen Exporte. Es gibt keine ganzzahligen Quadrate f 2 und g 2. Der Algorithmus der Lösung kann in der entsprechenden Literatur nachgelesen werden. Die Aufgabe des Johannes von Palermo werde ich zum zweiten Mal mit Hilfe der gegenwärtigen "Theorie von Gleichungen" nach heutigen Erkenntnissen lösen.

Ich habe die Gleichung des Johannes von Palermo auf den Raum der "komplexen Zahlen" erweitert und dadurch eine andere Gleichung hier präsentiert, um "Freunden der Mathematik" im Vergleich zu veranschaulichen, wie man heute "algebraische Gleichungen 3. Grades" behandelt und auflöst. Auflösung homogener Gleichungssysteme Dazu ein Beispiel: Das lineare Gleichungssystem I. Auflösung eines inhomogenen Gleichungssystems Als Beispiel die Aufgabe: Es sollen für 70 Euro 35 Geschenke so gekauft werden, dass die Preislage wenigstens ein Mal vertreten ist.

Man gebe die verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten an. Die Aufgabe wurde während eines Mathematikerwettstreits gestellt. Die Aufgabe wird von mir nochmals gelöst. Liebe Freunde der Mathematik, ich habe Ihnen Gleichungen zweiten Grades quadratische Gleichungen , Gleichungen dritten Grades kubische Gleichungen , lineare Gleichungen mit mehreren Unbekannten und homogene bzw.

Weiterführend möchte ich Ihnen über die Auflösung biquadratischer Gleichungen berichten. Eine interessante Auflösung der biquadratischen Gleichung: Zuvor möchte ich über einen geschichtlichen Aspekt berichten.

Die Theorie der Gleichungslehre ist heute exakt definiert und kaum noch zu überbieten. Die geeignete Literatur dazu finden Sie in jedem wissenschaftlichen Verlag bzw. Alle Algebraiker wie z. Viele Mathematiker hatten während des Jahrhunderts Texte über biquadratische Gleichungen veröffentlicht.

Nun werde ich meine Denkweise über biquadratische Gleichungen darstellen. Dazu schreibe ich die Gleichung vierten Grades in allgemeinen Zahlen: Daraus resultiert das inhomogene Gleichungssystem mit vier Variablen in Z.

Es soll entschieden werden, ob die Gleichung in 2 quadratische Gleichungen zerlegt werden kann oder nicht? Dazu wird dieselbe abstrakt faktorisiert in der Gleichungsform: Liebe Freunde der Mathematik! Zur Fortsetzung der Kolumne "Neues aus dem math. Kabinett" präsentiere ich einen weiteren Nachtrag zum Thema: Die vorgelegte Gleichung Kubische Gleichung mit gebrochenen, rationalen Zahlen: Analyse und Lösung der Aufgabe: Zum Beispiel, die unendliche Dezimalzahl 0, Die drei Punkte bedeuten, dass die Dezimalzahl 0, Es soll nun die konkrete Begründung für diese Hypothese wiss.

Dazu wird die wiss. Annahme in eine Wahrheitsaussage überführt. Die Hypothese, dass die unendliche Dezimalzahl 0, Diese Reihe soll dann konvergent sein. Die Hypothese, dass sich die unendliche Dezimalzahl 0, Ich wiederhole, die richtige Begründung der wiss. Annahme wird hier demonstriert: Annahme , dass sich die unendliche Dezimalzahl 0, Man braucht von den Zahlen der Gleichungen 1, 2, 3, 4 nichts weiteres zu wissen, als was in der Definition enthalten ist.

Genauer müsste man den algebraischen Beweis so schreiben: Bei einer Weiterführung der logisch begründeten Arithmetik durch den Mathematiker Frege sind folgende logische Symbole zu beachten 1 das logische Symbol " oder" 2 das logische Symbol " und" 3 das logische Symbol " dann" 4 das logische Symbol " dann und nur dann" 5 das logische Symbol " nicht A" Man könnte noch mehr über die Anwendung der "logischen Symbole" berichten, somit über die Theorie Gottlob Freges, der doch im wesentlichen die logischen bzw.

Bei der Verknüpfung von Aussagen werden diese "logischen Symbole" benötigt. Die Schüler und Lehrer der Akademie kannten schon viele positive ganzzahlige Lösungen für x, y und z dieser Gleichung. Durch die Zahlentheorie der Pythagoräer wusste man, dass es für die Lösung der Gleichung so viele positive ganzzahlige Lösungen gibt wie positive pythagoräische Zahlen.

Es gibt unendlich viele pythagoräische Zahlen, genauso wie man die Folge der ungeraden Zahlen gegen unendlich führt. Eine Aufgabe der Hypathia von Alexandria, berühmte Philosophin. Was wurde aus den Gedanken und Ideen des Pythagoras? Im Zusammenhang dieser Frage ist Hypathia von Alexandria zu zitieren: Sie lehrte an einer Philosophieschule: Sie hatte schon ein Buch über Algebra veröffentlicht.

In einer mathematischen Aufgabe sollten ihre Studenten die Lösung für zwei Gleichungen gleichzeitig finden: Diese Aufgabe wird von mir nochmals korrekt nach heutigen Erkenntnissen gelöst. Die zwei Gleichungen haben zum Beispiel mehrere ganzzahlige Lösungen in der "Menge der ganzen Zahlen".

Es gibt mehrere Lösungen durch die pythagoreischen Zahlen für X und Y und für a und b aus den Differenzen des pythagoreischen Zahlentripel. Ich fasse die zwei Gleichungen zusammen: Es gibt so viele Lösungen, ganzzahlige Lösungen, wie es pythagoreische Zahlen gibt. Hypatia kannte zu ihrer Zeit schon eine exakte Auflösungsmethode dieser Gleichung. Nur soviel sei gesagt, dass die Zahl "pi" 3, Die Irrationalität der Zahl wurde nachgewiesen, auch der Nachweis der Transzendenz von "pi" wurde erbracht durch Ferdinand Lindemann.

Man ging davon aus, dass "pi" nicht Wurzel einer algebraischen Gleichung mit einer endlichen Anzahl von Gliedern, deren Koeffizienten rational sind, sein könne. Man berechnet die Produkte der Reihe per Computer. Den Beweis führte Ferdinand Lindemann. Die gerade Zahl 2, die zugleich auch die einzige gerade Primzahl in der Folge der Primzahlen gegen unendlich ist Man kann die gerade Zahl 2 nicht in 2 Primzahlen additiv und auch nicht multiplikativ zerlegen. Die Zahl 1 ist keine Primzahl.

Man kann die Zahl auch nicht als Faktor ansehen, weil sie zur Faktorisierung einer Zahl nichts beiträgt. Die Faktoren 1 sind nicht wesentlich für den Aufbau durch Multiplikation in Betracht kommender Zahlen. Die gerade Zahl 2, die zugleich auch eine gerade Primzahl 2 ist, ist die einzige gerade Primzahl in der Folge der Primzahlen gegen unendlich.

Nach dieser Analyse formuliere ich die Frage: Warum ist die gerade Primzahl die einzige gerade Primzahl in der Folge der Primzahlen gegen unendlich? Alle Primzahlen in der Folge gegen unendlich sind ungerade Zahlen, ausgegrenzt die einzige gerade Primzahl 2 1 , 3, 5, 7, 9 , 11, 13, 15 , 17, 19, 21 , 23, 25 , 27 , 29, 31, 33 , 35 , 37, Im Zusammenhang der Folge der Primzahlen gegen unendlich, die sich aus der Folge der ungeraden Zahlen ermitteln lässt, ermittele ich auch die Folge der geraden Zahlen gegen unendlich 2, 4, 6, 8, 10, Es kamen Volksvertreter zur Deutschen Nationalversammlung zusammen.

Die Anführer wurden erschossen oder zu hohen Strafen verurteilt. Nach dem Scheitern der Aufstände gelangte man in Deutschland zur vorrevolutionären Ordnung zurück. Bismarck war durch die Erfolge sehr populär geworden. Er wollte nun die süddeutschen Staaten mit den norddeutschen verbinden.

Aus diesem Grund führte er Krieg gegen den gemeinsamen Feind Frankreich. Es gab nun zwar den gewählten Reichstag, doch er hatte weder Entscheidungsfähigkeit noch die Kontrollfunktion über die Regierung.

Die Politik wurde von Kaiser und Reichskanzler bestimmt. Die zunehmende Industrialisierung führte zu veränderten Lebensbedingungen für die Menschen in Deutschland.

Sie machte aus Landbewohnern Stadtmenschen. Der Wohnungsbau konnte nicht mehr mithalten, die Mieten stiegen, es kam zu katastrophalen Verhältnissen. Die ersten Mietskasernen entstanden. Auf der anderen Seite konnte ein Anstieg des Wohlstands durch die boomende Wirtschaft beobachtet werden. Durch die fortschreitende Industrialisierung entstanden starke soziale Gegensätze.

Die Gründung einer Arbeiterpartei war unvermeidbar geworden. Bereits hatte die sozialistische Arbeiterpartei ca. Dieses Ziel konnte er allerdings nicht erreichen.

Nach der Wiederzulassung der Sozialdemokraten erreichten diese bei der Wahl von die meisten Stimmen. Allerdings zeigte die Politik der Ausgrenzung durch Bismarck Folgen.

Trotz der Sozialgesetzgebung wurde die Integration der Arbeiter im Staat weitgehend verhindert. Nach dem Tod Wilhelms I. Kunst, Kultur, Politik sollten sich ihm unterordnen.

Das "wilhelminische" Deutschland wurde gefürchtet und war unbeliebt. England, Frankreich und Russland schlossen untereinander Nichtangriffspakte. Deutschland sah sich isoliert und rüstete auf. Die Nachbarstaaten sahen nicht tatenlos zu. So wurde Europa zum Pulverfass. Durch die Ermordung des österreichischen Thronfolgers wurde der I.

Weltkrieg ausgelöst, ursprünglich wegen Unabhängigkeitsbestrebungen verschiedener Nationalitäten innerhalb des Vielvölkerstaats Österreich. Österreich-Ungarn hatte gegen Serbien, das mit Russland verbündet war, nicht vorgehen können. August erklärte Deutschland Russland, am 3. August Frankreich den Krieg.

Anfang wollte die deutsche Oberste Heeresleitung eine Wende in Verdun erzwingen. Auch im Osten kam es zu einem Stellungskrieg. In Deutschland war man nicht vorbereitet auf einen so langen Krieg. Munition, Material, Nahrungsmittel wurden knapp. Damit war eigentlich der I. Deutschland galt als Verlierer.

Wichtig für den weiteren Verlauf der deutschen Geschichte war die Oktoberrevolution in Russland. Der Zar wurde ermordet. Lenin wollte den Frieden, damit er im Inneren die Herrschaft der Arbeiter. Auch in Deutschland nahm die Kriegsmüdigkeit zu.

Seit kam es immer wieder zu Streiks. Liebknecht und Luxemburg das ab. Sie wollten einen sofortigen Frieden. Ebert und Scheidemann versuchte mit anderen Parteien Einfluss auf die offizielle Politik zu gewinnen.

Aber die Volksvertreter konnten sich nicht gegen die Regierenden durchsetzen. Hindenburg und Ludendorff kümmerten sich nicht um Reichstagsbeschlüsse. Im Osten errichteten sie eine Militärdiktatur. Sie lehnten einen Verständigungsfrieden ab und wollten auch im Westen eine Entscheidung erzwingen.

Auch als der Krieg schon verloren war, gestanden sie die Niederlage nicht ein. Ludendorffs Ziel war es, den Parteien die Verantwortung für die Konsequenzen aus der Niederlage zuzuschieben und die Armee damit nicht in Verbindung zu bringen. Als im Herbst die oberste Flottenführung das Auslaufen gegen die englische Flotte befahl, meuterten die Matrosen. Diese Revolte breitete sich immer weiter aus. Überall bildeten sich nach russischem Vorbild Arbeiter- und Soldatenräte.

November trat Wilhelm II. Scheidemann rief die "Deutsche Republik" aus. Liebknecht verkündete die "Freie sozialistische Republik Deutschland". Bei der Wahl zur verfassunggebenden Nationalversammlung am Für eine sozialistische Revolution gab es keine Mehrheit in Deutschland.

Liebknecht und Rosa Luxemburg von Freikorpsoffizieren heimlich ermordet. Dies verschärfte die politischen Gegensätze in Deutschland. Februar wurde der neuen Republik eine Verfassung gegeben. Ort für die Friedensverhandlungen war Versailles, wo Wilhelm I. Friedensbedingungen waren unter anderem: Die Sieger waren zu keinen Verhandlungen bereit und bestanden unter Androhung eines neuen Krieges auf Einhaltung des Vertrags.

Scheidemann weigerte sich zu unterzeichnen und trat zurück. Damit waren sie auf die Unterstützung anderer Parteien von rechts oder links angewiesen. Die Regierungen wechselten etwa alle neun Monate. Nationalisten und Kommunisten wollten die Schwäche ausnutzen. Es gab zahlreiche Putschversuche, Attentate und Aufstände. Zwischen bis gab es politische Morde. Im November tauchte zum ersten Male Adolf Hitler auf.

Zusammen mit Ludendorff und einigen tausend Anhängern wollte er die Reichsregierung stürzen. Der Putsch scheiterte, die Anführer wurden nur gering bestraft.

Auch wirtschaftlich war ein Krisenjahr. Der Mittelstand, Rentner, Pensionsempfänger, die nur Geldersparnisse hatten und deren Renten und Pensionen nicht angepasst wurden, verarmten.

Es begannen die "goldenen Zwanziger-Jahre". Die deutsche Wissenschaft genoss wieder hohes Ansehen. In der Architektur sorgte der "Bauhausstil" für Aufsehen. Film, Theater und Kabarett blühten auf. Aber auch kritische Künstler wurden sehr beachtet. Schriftsteller und andere Intellektuelle der Weimarer Republik warnten schon früh vor der Gefahr der Nationalsozialisten und ihrem Führer Adolf Hitler. Hitler wurde im österreichischen Braunau am Inn geboren.

Er wollte an der Kunstakademie in Wien Malerei studieren, scheiterte aber an der Aufnahmeprüfung. Er lebte von Gelegenheitsarbeiten und dem Verkauf selbstgemalter Ansichtskarten. Für das Militär wurde er als dienstuntauglich ausgemustert. Nach dem Krieg verwendete man ihn wegen seiner rhetorischen Fähigkeiten beim Heer für "Aufklärungsreden", mit denen er bei den Soldaten wegen seiner Hetze gegen das Judentum gut ankam. Das erste Parteiprogramm von enthielt alle Grundgedanken, die für Hitlers spätere Politik charakteristisch war.

Vor allem baute er die Propagandaabteilung der Partei aus. Göbbels verstand es wie Hitler die Menschenmassen in Deutschland zu beeinflussen. Dramatische Kursstürze folgten, ausländische Banken forderten die sofortige Rückzahlung der Kredite und Zinsen. Das führte zum Rückgang der Kaufkraft des Geldes. Die KPD erhielt In dieser politisch chaotischen Zeit wurde der Reichspräsident zum wichtigsten Mann.

Kanzler Hindenburg war alt und überfordert und ernannte Hitler zum Reichskanzler. Der Reichstagsbrand am Ab jetzt konnte das NS-Regime legal gegen alle und alles vorgehen. Mit dem "Gesetz zur Gleichschaltung" am März wurde die Selbständigkeit der Länder aufgehoben. Deutschland wurde ein totalitärer Führerstaat. Gleichzeitig war er Oberbefehlshaber der Reichswehr.

Soldaten und Beamte mussten den Treueid auf Hitler leisten. Reich der Nazi-Herrschaft kam es zu katastrophalen Auswirkungen für Deutschland. Millionen von Menschen, Deutsche und Angehörige vieler anderer Nationen, verloren auf die menschenunwürdigste Weise ihr Leben durch eine verbrecherische deutsche Regierung, die in der Bevölkerung hunderttausende von Helfershelfern hatte.

Die wirtschaftliche Demilitarisierung sollte in jeder Zone autonom durchgeführt werden. Im Laufe der Zeit lief die wirtschaftliche Entwicklung zwischen den westlichen und der sowjetischen Besatzungszonen immer weiter auseinander. Die englischen, britischen und amerikanischen Besatzungszonen bildeten später die Bundesrepublik Deutschland, die sowjetische Zone die Deutsche Demokratische Republik.

März die Sitzung des Kontrollrats. Durch die Währungsreform, die auf die westlichen Besatzungszonen und den westlichen Sektor von Berlin beschränkt war, wurde die Teilung Deutschlands zur Gewissheit. Die Sowjetunion versuchte durch die Berlinblockade ganz Berlin in ihre Hand zu bekommen. Durch eine Luftbrücke der Westalliierten wurde Berlin 11 Monate lang versorgt, bevor die Blockade am Mai beendet wurde.

Mai trat das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Kraft und somit war die Bundesrepublik geboren. Konrad Adenauer als 1. Das Wirtschaftswunder war in vollem Gang. Die Wirtschaft florierte und bescherte der Bevölkerung einen unerwarteten Wohlstand. Neu und unerwartet war auch das politische Engagement der Jugend. Als die allgemeine Wehrpflicht eingeführt und das Recht auf Wehrdienstverweigerung im Grundgesetz verankert wurde, entschlossen sich die ersten jungen Männer, von ihrem Recht Gebrauch zu machen.

In oft entwürdigenden "Gewissensbefragungen" wurde getestet, ob sie den Wehrdienst verweigern durften. Als beabsichtigt wurde, die Bundeswehr mit Atomwaffen auszustatten, zeigte sich, dass der Friedens- und Demokratiegedanke sich in vielen Köpfen verankert hatte. Es kam zu erheblichen Protesten, die in Form von alljährlichen Ostermärschen noch heute anhalten. Die Spiegelredaktion wurde wegen Landesverrats angezeigt. Innerhalb eines Jahres vervierfachte sich die Arbeitslosenzahl.

Die 60er Jahre waren in der Bundesrepublik die Zeit der Studentenproteste. In ihren Augen war der Terror die einzige Möglichkeit die Bundesrepublik politisch zu verändern. Aber auch gewaltfrei Protestierende fühlten sich von den Parlamentariern unzureichend vertreten. Themen wie Pazifismus, Gleichberechtigung und Ökologie traten in den Vordergrund.

Gleichzeitig aber fürchtete der Staat eine Unterwanderung durch kommunistische Kräfte und belegte hauptsächlich linksgerichtete Lehrer, aber auch vereinzelt Polizeibeamte mit Berufsverboten. Insgesamt jedoch lässt sich sagen, dass die Bundesrepublik sich zu einer stabilen Demokratie entwickelte. Die Bevölkerung begann selbstbewusst ihre Interessen, auch gegen die Politiker zu vertreten. Während ab der Zusammenschluss der britischen und amerikanischen Zonen und der Marshallplan der USA den Westen Deutschlands stärkte, setzte die Sowjetunion die Demontage in der sowjetisch besetzten Zone fort.

Partei und Staat wurden nach dem Prinzip des demokratischen Zentralismus geführt. Die sozialistische Gesellschaftsordnung politisierte und kontrollierte alle gesellschaftlichen Bereiche. Der private Gestaltungsraum wurde eingeschränkt. Als Gegenstück zu den Organen der Bizone wurde die Deutsche Wirtschaftskommission gegründet und vereinigte darin die Zentralverwaltungen für z. Land- Forstwirtschaft, Energie und Handel. Es war der Einstieg zur Planwirtschaft.

Verantwortlich für die Aufstellung und Kontrolle der langfristigen Pläne und Lenkung der Wirtschaft war die Planungskommission. Klein- und Mittelbauern wurden mit Repressalien drangsaliert, woraufhin zehntausende von ihnen in den Westen umsiedelten. Aber auch gesellschaftspolitisch gab es tiefgreifende Veränderungen. Frauen wurden systematisch in den "Aufbau des Sozialismus" miteinbezogen.

Für jährige Kinder gab es Kinderkrippen, für jährige Kindergärten. Ab der Grundschule gab es Horte. Der Gedanke war dabei, Kinder möglichst früh im Sinne des Sozialismus politisch zu erziehen. Überall gab es Überwachung und Kontrolle. Von heute auf morgen übernahm die Bundesrepublik ein ganzes Land, dessen Bevölkerung durch eine friedliche Revolution ihre Führung zur Aufgabe gezwungen hatte.

Deutschland vereinigte sich zu einem Nationalstaat. Doch die anfängliche Euphorie wich der nüchternen Realität. Es zeigte sich, dass die neuen Bundesländer in einem desolaten Zustand waren.

Umwelt- und Bausanierung stand an. Das Verkehrsnetz und die Telekommunikation mussten modernisiert werden. Bei der Privatisierung der Betriebe durch die "Treuhand" gingen Tausende von Arbeitsplätzen verloren.

Es kam zu einem riesigen Transfer von Steuergeldern von West nach Ost. Nichtsdestoweniger gelang etwas, das viele Nationen bezweifelt hatten. Die Bundesrepublik ist ein freiheitlicher, demokratischer Bundesstaat. Dennoch ist der wachsende Rechtsradikalismus und die steigende Zahl rechter Gewaltdelikte besorgniserregend.

Aus diesem Grund werden inzwischen einige Plätze oder Bahnstationen videoüberwacht. Eine Gefahr für unsere Demokratie, die nicht nur die Bundesrepublik, sondern alle westlich orientierten Staaten betrifft, ist die ansteigende Terrorgefahr des sogenannten Islamischen Staates "IS". Durch Terroranschläge dieser Gruppierungen werden Freiheit, demokratische Werte und die westliche Lebensweise angegriffen.

Das Zeitalter der Industrialisierung ca. Die Zeit des industriellen Aufstiegs - steigerte den technischen Fortschritt und die Arbeitsproduktivität. Die Industrie prägte allmählich unsere Volkswirtschaft. Die deutsche Industrie profitierte durch die Erfindungen und den Fortschritt in Naturwissenschaft und Technik.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Deutschland zu einem der modernsten Industriestaaten der Welt mit einer gut funktionierenden Volkswirtschaft. Der anhaltende industrielle Aufstieg, bedingt durch weitere technische Fortschritte, führte Ende des Jahrhunderts in das Zeitalter der Automaten, der Roboter und Computer. Die BRD erreichte einen hohen technischen Entwicklungsstand. Die Automatisierung der deutschen Industrie führte zu bedienungsfreien Arbeitssystemen, zu Technisierung und Automatisierung volkswirtschaftlicher Arbeitsvorgänge.

Die Folge war eine steigende Güterproduktion, somit Steigerung des Bruttosozialprodukts. Bruttosozialprodukt in der BRD in Millionen bzw. Jahrhunderts zur Hebung des Lebensstandards und des Bildungsniveaus, zum Wohlstand für alle. Es führte dazu, dass höherwertige Produkte und Luxusartikel für die breite Bevölkerungsschicht erschwinglich wurden.

Parallel zum gesteigerten Einkommen nahm auch die Freizeit zu, der Freizeitsektor wurde zum Wirtschaftsfaktor. Die "Mehrfreizeit" resultierte aus der immer stärker werdenden Automatisierung der Betriebe. Die Arbeitszeit reduzierte sich von ca. Für die Arbeiter in den Betrieben hatte die Automation auch noch andere Vorteile. Viele körperlich schwere oder monotone Arbeiten konnten für den Menschen von Automaten erledigt werden.

Weiterhin konnten gesundheitsgefährdende Arbeiten vermieden oder von Maschinen übernommen werden. Für eine anzuschaffende Maschine muss ein Betrieb zwar Kapital einsetzen, doch durch Abschreibungen kann es sehr wohl zu Steuerersparnissen kommen. Für einen Arbeitnehmer dagegen müssen neben Lohnkosten und Lohnnebenkosten eventuell noch Sozialleistungen gezahlt werden.

Auch werden beim Einsatz von Automaten Arbeitsvorgänge besser nach wissenschaftlichen betriebswirtschaftlichen Methoden systematisiert bester Einsatz nach dem ökonomischen Prinzip. Doch die Meinung über die steigende Automatisierung wird nicht ungespalten betrachtet. Was für die Ökonomen und Wirtschaftsfunktionäre überwiegend positiv aussieht, wird von vielen Arbeitnehmern kritisch angesehen.

Die negativen Aspekte, die aus dem hochgradig technischen Fortschritt resultieren, dürfen nicht übersehen werden. Zum einen wird der Mensch ersetzbar durch die Automation. Durch die vollautomatisch gesteuerten Betriebe wird der Mensch zum Kostenfaktor, somit kommt es zum Wegfall von Arbeitskräften. Nur qualifizierte Arbeiter werden gebraucht im Produktionsprozess. Die Vollautomatisierung der Betriebe unserer Wirtschaft führt zur monotonen Arbeitsverrichtung, zur Vereinsamung und geistigen Abstumpfung bei der betrieblichen Arbeit.

Die physische und psychische Belastung durch die Monotonie des Arbeitsprozesses steigt stetig. Die Monotonie der Arbeitswelt spiegelt sich in der Privatsphäre wider. Individualität und Kreativität treten in den Hintergrund. Zum anderen steht die Gesellschaft vor dem fast unlösbaren Problem einer hohen Langzeitarbeitslosigkeit. Viele arbeitsfähige und arbeitswillige Menschen haben keine Zukunftsperspektive. Tragisch für einen Staat ist, dass auch Teile der Jugend nicht am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, da ihr der wichtige Zugang zum Arbeitsleben verwehrt ist.

Auch das ist eine Folge der Automatisierung, da weniger, dafür aber besser qualifizierte Arbeitnehmer eingesetzt werden müssen. Für uns alle stellt sich nun die Frage: Ist unser Leben letztendlich durch den industriellen Fortschritt so viel reicher geworden? Ausgang und Ziel unserer Volkswirtschaft muss der Mensch bleiben. Die Wirtschaft darf nicht Selbstzweck sein, sondern ihr Ziel muss sein, dem Wohl der Menschen zu dienen.

Finanzkrise in Europa Europa hat sich in mehreren Etappen und von bedrohlichen Rückschlägen begleitet zu einer zunächst nur wirtschaftlichen, inzwischen auch politischen Gemeinschaft, entwickelt: Ein positiver Verlauf der europäischen Union bis war durch fortschreitende Integration gewährleistet.

Ende kam es zur ersten schwerwiegenden Finanzkrise innerhalb der Eurozone. Wie kam es zu dieser Finanzkrise? Die Finanzkrise wurde hauptsächlich hervorgerufen durch Spekulation der Banken an der Börse. Als die Immobilienblase in den USA unter anderem auch durch die Überschuldung wegen des Afghanistan- und Irakkrieges platzte, standen die Banken plötzlich mit immens hohen Schulden da und mussten von den Regierungen der einzelnen Länder gestützt werden.

Deutschland eine ganz positive Zahlungsbilanz, bedingt durch die hohen Exporte, im Gegensatz zu den Mitgliedsländern Portugal, Irland, Italien und Spanien mit einer negativen Zahlungsbilanz.

Die Finanzkrise wurde aber auch durch wirtschaftliche Schwierigkeiten einiger Länder der Eurozone mithervorgerufen.

Hier ist besonders Griechenland mit der Höchstverschuldung zu nennen. Ein Staatsbankrott in Griechenland könnte innerhalb der EU zu Turbulenzen führen, die den positiven Verlauf des Integrationsprozesses nachhaltig gefährden würden. Aber nicht nur Griechenland ist hier zu nennen. Alle anderen Staaten der EU müssen dazu angehalten werden, eine Weiterverschuldung über die Schuldengrenze hinaus zu vermeiden.

Diese Vorschläge sind allerdings nicht neu. Schon der Maastrichtvertrag enthält Kriterien für eine Begrenzung der Verschuldung. Man stellt sich die Frage, was passiert, wenn ein Staat innerhalb der EU zahlungsunfähig wird. Kehrt das Land zur alten Währung zurück? Kann es überhaupt zur alten Währung zurückkehren? Bleibt der Euro stark, bleibt auch Europa stark und vice Versa, d. Die Eurozone wird aufgrunddessen stabil bleiben müssen, somit auch der Euro, weil die Staaten von Europa nur gemeinsam stark sind mit einer ge-meinsamen Währung dem Euro.

Die europäische Gemeinschaft basiert auf Solidarität. Somit muss auch das solidarische Denken innerhalb der europäischen Gemeinschaft gestärkt werden. Die Staaten der europäischen Union werden auch solidarisch zusammenstehen und somit die Krise überwinden können. Die Überwindung der Krise ist Voraussetzung für eine weitere Integration und damit langfristig Voraussetzung zum Erreichen des Ziels eines europäischen Staatenbundes. Schulden dürfen langfristig nicht mehr durch eine weitere Verschuldung finanziert werden.

Wichtig ist, dass die Länder der Eurozone wieder in Zukunft in der Lage sind, ihre eigene Geldpolitik zu betreiben, was z. Der Ausweg aus der europäischen Finanzkrise ist das Bekenntnis zu Europa. Die Länder der europäischen Gemeinschaft müssen solidarisch zusammenstehen in dieser ernsthaften Krise. Dazu ist eine Konfliktlösungsstrategie notwendig, an der alle Staaten gleichberechtigt beteiligt werden, um die europäische Idee zu realisieren.

Das ist erkennbar an den römischen Verträgen, der Grundlage eines vereinigten Europas. Hinzu kommt, dass üblicherweise die Versendungszahlen eines Landes über den spiegelbildlichen Eingangszahlen des Partnerlandes liegen.

Dies lässt sich mit der unterschiedlichen Unternehmensstruktur auf der Import- und der Exportseite erklären. Während die Unternehmen des Exportlandes die Schwellengrenze überschreiten, fallen im Importland kleinere Unternehmen unter die Schwellengrenze und sind damit zur Intrahandelsstatistik nicht meldepflichtig. Auch hierdurch können sich auf Warenebene Spiegeldifferenzen ergeben. Die nach der Verbuchung der Ein- und Ausfuhr entstehenden Asymmetrien und der Handelsbilanzsaldo sind somit nicht unbedingt auf den realen Warenverkehr zurückzuführen.

Eine zentrale Rolle in der Darstellung des eigentlichen Warenverkehrs spielen zudem die Preise, welche für die Im- und Exporte verrechnet werden. Im länderübergreifenden Warenaustausch international agierender Unternehmen ist beispielsweise eine Unterbewertung der Güter aus steuer- und zollrechtlichen Gründen weit verbreitet.

Die sogenannten konzerninternen Verrechnungspreise sind somit nicht repräsentativ für das eigentliche Waren-Austauschverhältnis zwischen den Ländern. Zudem muss das Verhältnis der Preise von Ex- und Importgütern sowie die Wechselkurse betrachtet werden. Steht dem Export von hochpreisigen Investitionsgütern ein Import von günstigen Rohstoffen gegenüber, so entsteht ein Überschuss.

In diesem Zusammenhang ist eine Betrachtung der Terms of Trade sinnvoll. Diese zeigen das reale Austauschverhältnis von exportierten und importierten Gütern, also die Veränderung der Exportpreise gegenüber den Importpreisen. Diese treten selten isoliert auf und bedingen sich zudem meist gegenseitig. Sie bewirken und sind Teil eines Kreislaufs, der aufgrund der komplexen volkswirtschaftlichen Mechanismen, selten genau vorhersagbar ist. Im Folgenden werden die wichtigsten Einflussfaktoren auf die Handelsbilanz dargestellt.

Die durch die hohen Exporte zunehmende inländische Produktion führt für sich genommen zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit , wenn denn die Gründe für den Handelsbilanzüberschuss nicht in einer Schwäche des Binnenmarktes liegen. Weiterhin ermöglicht es ein Überschuss der Exportindustrie, in ihre Produktion und Technologien zu investieren, was wiederum die internationale Wettbewerbsfähigkeit dieses Landes verbessert.

Dadurch entsteht, neben Zinsverpflichtungen für dieses Land, ein erhöhter Bedarf an ausländischer Währung Dollar und ein Überangebot der inländischen Währung Euro. Verfügt der Markt nun über eine hohe Nachfrageelastizität, werden sich die Gütermengen kurzfristig mit der Veränderung des Wechselkurses korrigieren Robinson-Bedingung.

Infolgedessen werden die Exporte aus dem Euroraum steigen, da diese für das Ausland günstiger geworden sind, und die Importe aufgrund des relativen Preisanstiegs sinken. Nachteile einer Abwertung liegen vor allem im Anstieg des inländischen Preisniveaus sowie dem Export von Rezession und Arbeitslosigkeit ins Nachbarland durch die Aufwertung der ausländischen Währung.

Ebenso können geldpolitische Eingriffe der Zentralbanken wirksame Effekte auf Handelsungleichgewichte und die Konjunktur haben. Die Verbesserung der Handelsbilanz durch eine, wie oben beschriebene, Abwertung des Euros, ist bedingt durch unterschiedliche Reaktionszeiten selten ein sofortiger Prozess. Ursachen hierfür sind vertragliche Bindungen der Unternehmen, zeitintensive Suche nach günstigeren Anbietern und die zeitverzögerte Konsumanpassung. Dies kann zur Folge haben, dass sich die Ausgleichswirkung auf die Handelsbilanz erst nach einer kurzzeitigen Verschlechterung dieser einstellt.

Dieser Vorgang wird auch als J-Kurven -Effekt bezeichnet. Bei einer Aufwertung der Währung hingegen ist ein Spazierstockeffekt durch unterschiedliche Preis- und Mengenreaktionen zu beobachten. Zwar bleibt der Euro gegenüber den Ländern, die eine eigene, unabhängige Währung haben, flexibel, nicht aber innerhalb des Euro-Währungsgebiets. Dies zwingt die Länder, aber auch die Europäische Union ihre ökonomischen Anpassungsmechanismen zu modifizieren.

Diskutiert werden in diesem Zusammenhang besonders die Senkung der Nominallöhne zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des betroffenen Landes, Arbeitskräftemigration sowie eine expansive Fiskalpolitik. Ein im Euroraum stark betroffenes Land war in den letzten Jahren beispielsweise Italien. Steuererleichterungen und erhöhte Staatsausgaben im Familien- und Energiesektor sollen den privaten Konsum ankurbeln.

Die deutsche Handelsbilanz hingegen weist schon seit Jahrzehnten Überschüsse auf.